mini|Markgrafenkirche Seibelsdorf (Nordansicht) Die Markgrafenkirche (auch Andreaskirche oder St. Andreas) in Seibelsdorf, einem Gemeindeteil von Marktrodach im oberfränkischen Landkreis Kronach, ist ein evangelisch-lutherischer Kirchenbau.
Geschichte Die Markgrafenkirche wurde in den Jahren 1735 bis 1760 von Rats- und Schlossbaumeister Johann Georg Hoffmann als Sandsteinquaderbau im Markgrafenstil erbaut und gilt als eines der besten spätbarocken Beispiele für diesen Baustil. Zuerst entstand in den Jahren von 1735 bis 1738 das Langhaus. Der 50 mMarkgrafenkirche Seibelsdorf auf Kirchbau.de. Abgerufen am 23. Februar 2014. hohe Turm wurde in den Jahren 1751 bis 1755 errichtet; 1760 wurde der Bau mit der Sakristei abgeschlossen.
An die Kirche schließt sich ein Friedhof mit einer Wehrmauer an, die im Kern vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt.Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Geodaten Bayern Abgerufen am 23. Februar 2014.
Von 1809 bis 1924 war die Markgrafenkirche Dekanatskirche.
1963 wurde die Markgrafenkirche umfangreich renoviert.Markgrafenkirche Seibelsdorf glocken.tv. Abgerufen am 23. Februar 2014. In den Jahren 2008 bis 2010 fand eine aufwändige Innensanierung statt.Kleinod der Kirchenlandschaft Frankenpost. Abgerufen am 23. Februar 2014.
2013 wurde das 250-jährige Kirchenjubiläum zusammen mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm gefeiert.
Ausstattung Der Kanzelaltar, der 1762 von Johann Gabriel Räntz geschaffen wurde, zeichnet sich durch umfangreiche Verzierungen und goldene Ornamente aus.
Das Langhaus ist an drei Seiten mit zwei Emporen auf jeweils zwei Ebenen ausgestattet. Insgesamt bietet der Kirchenbau ca. 550 Sitzplätze. Die Langhausdecke ist im Rokokostil von Josefi de Buzzi gestaltet und mit Stuck und Deckengemälden verziert. Dargestellt sind unter anderem das markgräfliche Wappen und die Initiale „F“ des Markgrafen Friedrich von Kulmbach-Brandenburg-Bayreuth. Vormals leere Flächen des Deckenspiegels wurden im Zuge der Sanierung 2008 bis 2010 von Gerhard Mayer als Tuschezeichnung mit dem Titel Gott-Partikel gestaltet.
Orgel mini|Orgel Die seit 1984 eingesetzte Hoffmann-Orgel verfügt über 20 Register auf drei Manuale und Pedal. Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 13. Februar 2026. I Hauptwerk C–g3 Prinzipal 8′ Oktave 4′ Quinte ′ Oktave 2′ Terz ′ Mixtur IV ′ Trompete 8′ II Nebenwerk C–g3 Gedackt 8′ Salizional 8′ Flöte 4′ Blockflöte 4′ Quinte ′ Oktave 1′ Vorabzug aus Mixtur 1 1/3′ Vox humana 8′ III Koppelmanual Pedal C–f1 Subbaß 16′ Violonbaß 16′ Oktavbaß 8′ Bordun 8′ Choralbaß 4′ Oktave 2′ Vorabzug aus Hintersatz Hintersatz III ′ Posaune 16′
Koppeln: I/P, II/P Anmerkungen
Literatur
Heinz Peetz: Geschichte(n) rund um Seibelsdorf (1)., Books On Demand, 2001. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Baudenkmäler Marktrodach., abgerufen am 25. März 2012 (PDF) Katrin Link, Cynthia Thomas: Künstlerische und liturgische Ausstattung Seibelsdorf Pfarrkirche, Dekanatsbezirk Kronach – Ludwigsstadt. Erfassung des kirchlichen Kunstgutes im Auftrag des Evang.-Luth. Landeskirchenamtes. München 2018.
Weblinks
Markgrafenkirche Seibelsdorf auf Markgrafenkirchen.de Markgrafenkirche Seibelsdorf auf Markgrafenkultur.de kirchbau.de: Markgrafenkirche Seibelsdorf Beitrag zur Orgel auf www.orgel-verzeichnis.de, abgerufen am 6. Januar 2026 glocken.tv: Details zu den Kirchenglocken der Markgrafenkirche leuchtenmanufaktur.de: Markgrafenkirche Seibelsdorf Homepage von Gerhard Mayer: Deckengemälde der Markgrafenkirche Seibelsdorf
Einzelnachweise
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