mini|Ehemaliges Logo 20th Century Studios (vorher 20th Century Fox, von 1935 bis 1985 mit Bindestrich Twentieth Century-Fox Film Corporation) – vor der Umbenennung im Januar 2020 auch bekannt als CentFox sowie 20th oder Fox – ist eine US-amerikanische Filmproduktionsgesellschaft, die seit dem 20. März 2019 Teil der Walt Disney Company ist. Zuvor gehörte das Unternehmen 83 Jahre lang zu den sogenannten Major-Studios, den zuletzt sechs größten Filmunternehmen in den Vereinigten Staaten. Der Unternehmenssitz ist in Los Angeles und entstand ursprünglich aufgrund der Fusion zwischen der Fox Film Corporation und 20th Century Pictures.

Zu den bekanntesten Filmen und Filmreihen von 20th Century Studios gehören unter anderem Star Wars, Titanic, Avatar, Ice Age, X-Men, Stirb langsam, Alien, Planet der Affen, Anastasia, Love, Simon und Kevin – Allein zu Haus. Hinzu kommen zahlreiche bekannte Fernsehserien, wie Die Simpsons, Family Guy, American Dad, Modern Family oder Akte X.

Geschichte Gründung Das Unternehmen entstand am 31. Mai 1935 aus dem Zusammenschluss der unter Zwangsverwaltung stehenden Fox Film Corporation und der 20th Century Pictures. mini|hochkant|Fox Studios in L.A. mini|Fox Plaza, Century City Zentrale Ab 1935 finanzierte, produzierte und verlieh die 20th Century Fox Kinofilme in Nordamerika. Joseph Schenck war der erste Präsident des Unternehmens, Darryl F. Zanuck übernahm die Leitung der operativen Aufgaben.

Murdoch übernimmt die Kontrolle Seit 1985 war 20th Century Fox ein Tochterunternehmen der News Corporation des Medienmoguls Rupert Murdoch.

Im Jahr 1994 wurde für die Produktion, den Vertrieb und das Marketing von Independent-Filmen das Tochterunternehmen Fox Searchlight Pictures gegründet.

Übernahme durch Disney Am 14. Dezember 2017 wurde offiziell bekanntgegeben, dass Disney für 52,4 Milliarden US-Dollar große Teile des Filmstudios aufkaufen will. Am 23. Mai 2018 wurde bekannt, dass sich der Medienkonzern Comcast für eine Summe von etwa 60 Milliarden US-Dollar ebenfalls um den Kauf großer Teile der 20th Century Fox bemüht.

Am 19. März 2019 wurde von Fox offiziell bekanntgegeben, dass die Übernahme am Folgetag vollzogen wird. Durch den Vollzug der Übernahme am 20. März 2019 wurde 20th Century Fox in den Besitz der Walt Disney Company überführt. Im Zuge dessen löste sich das Unternehmen 21st Century Fox, zu dem 20th Century Fox bisher gehörte, auf und aus dem Rest des Unternehmens gründete sich das neue Unternehmen Fox Corporation. Die Übernahme ist bis dato mit 71 Milliarden US-Dollar der teuerste Firmenkauf in der Geschichte der amerikanischen Filmindustrie.

Anfang 2020 wurde durch Disney bekannt gegeben, dass das Fox aus dem Namen gestrichen und durch Studios ersetzt werden soll. Seitdem heißt das Studio offiziell 20th Century Studios.

Musik Fox Music ist Fox’ Musikabteilung seit 2000. Es umfasst Musik-Veröffentlichungen und Lizenzhandel, die sich hauptsächlich mit Fernseh- und Filmmusik beschäftigen.

Vor Fox Music war 20th Century die Musikabteilung von 1958 bis 1982.

Radio Von 1936 bis 1942 wurde die Radioserie Twentieth Century Fox Presents ausgestrahlt. Die Ausgaben waren oft Vorschauen zu aktuellen Filmen, welche Medleys der Filmmusik enthielten, vergleichbar mit heutigen Film-Trailern und sollten die Zuhörer motivieren, ins nächste Kino zu gehen.

In den Radioshows waren die originalen Stars dieser Filme zu Gast, der Sprecher fasste die Performance in einem Vorspann zusammen.

Filmbearbeitung Seit seinen frühesten Unterfangen in der Filmproduktion leitete Fox Film seine eigenen Filmlabore. Das ursprüngliche Labor befand sich bei den Studios in Fort Lee, New Jersey. Ein Labor war in dem neuen Studio inbegriffen, das 1916 in Los Angeles gebaut wurde.Fox Folks Vol. I, No. 4, August 1922. Unter der Leitung von Alan E. Freedman wurde das Fort Lee Labor 1919 ins neue Fox Studios Gebäude in Manhattan gebracht.Fox Folks Vol. I, No. 4, August 1922. Also, Vol. III, No. 7, July 1924, p. 12 and back outside cover, and Vol. III, No. 8, August 1924, p. 8. 1932 kaufte Freedman die Labore für zwei Millionen Dollar von Fox, um die damals niedrige Liquidität von Fox zu stärken.Image, DeLuxe Laboratories, Inc. check 101 to Fox Film Corporation for $2,000,000. Er benannte sie in DeLuxe Laboratories um, aus denen später die Deluxe Entertainment Services Group wurde. Freedman verkaufte in den 1940ern die Filmlabore an die 20th Century Fox zurück.

Firmenlogo Erkennungszeichen der Fox-Filme ist das Logo eines von Scheinwerfern angeleuchteten Art-déco-Gebäudes, welches die Form der Zeichen des Firmennamens besitzt. Es wurde 1935 vom Landschaftsmaler Emil Kosa junior entworfen und zeigte ursprünglich den Text 20th Century Pictures, Inc. Anfangs wurde es noch mithilfe mehrerer Glasschichten Bild für Bild animiert.

Die dazu spielende Musik wurde von Alfred Newman komponiert und trägt den Titel „Fox-Fanfare“. Newman war langjähriger Leiter der Musikabteilung des Filmstudios. Am bekanntesten ist die erweiterte CinemaScope-Fassung (mit zwecks zusätzlicher Breite kursiv gesetzter 0 in 20th) von 1954. John Williams hat sie 1980 für den Film Das Imperium schlägt zurück neu eingespielt. Alfred Newmans Sohn David Newman nahm die Fanfare seines Vaters 1997 für den Zeichentrickfilm Anastasia erneut auf. In der Serie Futurama wird anstelle des 20th-Century-Fox-Zeichens ein 30th-Century-Fox-Zeichen gezeigt.

Ein neues Logo wurde im Teaser-Trailer für Avatar – Aufbruch nach Pandora gezeigt, produziert von den zu Fox gehörenden Blue Sky Studios. Es wurde bekanntgegeben, dass Avatar – Aufbruch nach Pandora der erste Film von 20th Century Fox mit dem neuen Logo sein wird.

Nach der Umbenennung in 20th Century Studios durch Disney Anfang 2020 wurde auch das Logo an den neuen Namen angepasst. Der erste Film, der unter dem neuen Logo erschien, ist Ruf der Wildnis.

Niederlassungen im deutschsprachigen Raum Kinoerfolg der verliehenen Filmein Österreich, Österreichisches Filminstitut, Verleihangaben laut Nielsen EDI, Juni 2006, S. 29 (Seite abgerufen am 11. April 2008); Die letzte „1“ bei den Besucherzahlen der Centfox ist offensichtlich in die nächste Spalte („Marktanteil“) verrutscht; wird die „1“ entsprechend korrigiert, ergeben die Angaben zusammen mit allen anderen die untenstehenden Summen., Österreichisches Filminstitut, Verleihangaben laut Nielsen EDI, Juni 2007, S. 31 (Seite abgerufen am 11. April 2008), Österreichisches Filminstitut, Verleihangaben laut Nielsen EDI, Dezember 2007, S. 31 (Seite abgerufen am 11. April 2008), Österreichisches Filminstitut, Verleihangaben laut Nielsen EDI, August 2008, S. 29 (Seite abgerufen am 23. Dezember 2008) Jahr Filme Kinobesuche Marktanteil 2004 12 1.452.511 7,9 % 2005 12 1.429.570 9,49 % 2006 19 3.256.134 19,5 % 2007 22 2.009.810 13,5 %

Die Niederlassungen für den Kinoverleih von Twentieth-Century-Fox-Filmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befinden sich in Frankfurt am Main (Twentieth Century Fox of Germany), Wien (Centfox-Film Gesellschaft) und Zürich (Twentieth Century Fox of Switzerland).

In Österreich – wie auch in vielen anderen Ländern – rangiert Centfox stets auf den Top-Plätzen unter den größten Verleihern. Je nachdem, welcher US-Verleiher den oder die erfolgreichsten Film(e) des Jahres hatte, wechseln die Marktführer beinahe jährlich. So rangierte Centfox 2004 auf Platz 6, 2005 auf Rang 4, 2006 auf Platz 1 und 2007 wieder auf Platz 4 hinter Universal Pictures, Warner Bros. und Walt Disney.

Bekannte Filme 1930er Jahre 20th Century Fox brachte seit Bestehen des Unternehmens sehr erfolgreiche Filme auf den Markt. Im Jahr 1937 erschien der Kinderfilm Heidi, der die erste Tonverfilmung des gleichnamigen Romans ist. 1939 erschien die Verfilmung Der Hund von Baskerville von Regisseur Sidney Lanfield, des gleichnamigen Romans von Sir Arthur Conan Doyle. Noch im selben Jahr wurden die Darsteller der Rollen Sherlock Holmes und Dr. Watson ebenfalls in dem Film Die Abenteuer des Sherlock Holmes eingesetzt.

1940er Jahre Anfang der 1940er Jahre ließ 20th Century Fox Vorlagen von John Steinbeck verfilmen, wobei John Ford bei Früchte des Zorns (nach Steinbecks Roman) und Alfred Hitchcock bei Das Rettungsboot (nach Steinbecks Drehbuch) Regie führten. Im selben Jahr erschien der Kriminalfilm Laura, der bei der Oscarverleihung 1945 in fünf Kategorien nominiert war, erhielt dabei eine Auszeichnung in der Kategorie Beste Kamera. Mit Das Wunder von Manhattan des Regisseurs George Seaton, erschuf 20th Century eine schwarz/weiße Filmkomödie über Weihnachten, die drei Oscarauszeichnungen und zwei Golden Globes einspielte. Das Remake, das 1994 unter dem gleichen Titel in die Kinos kam, konnte an die Erfolge des Originals nicht anknüpfen.

1950er Jahre Die Dramakomödie Alles über Eva des Regisseurs Joseph L. Mankiewicz erschien 1950 in den Kinos und erhielt unter anderem bei der Oscarverleihung 1951 sechs Auszeichnungen. Im Jahr 1951 erschien der Science-Fiction-Film Der Tag, an dem die Erde stillstand des Regisseurs Robert Wise, der auf der Erzählung Abschied vom Herrn (Originaltitel: Farewell to the Master) von Harry Bates basiert. Ende 2008 erschien die Neuverfilmung unter dem gleichen Titel (mit Keanu Reeves in der Hauptrolle; Regie: Scott Derrickson), die jedoch nur bedingt mit der älteren Version vergleichbar ist, sowohl von der Grundhandlung her betrachtet als auch vom Einsatz der visuellen Effekte. Außerdem war 20th Century Fox das Heimatstudio von Marilyn Monroe und feierte mit ihr große Erfolge; der erste davon war Blondinen bevorzugt im Jahr 1953. Auch technisch gehörte das Studio zur Hollywood-Elite; hier entstand nach dem hauseigenen Cinemascope-Verfahren der erste Breitwandfilm Das Gewand (1953). Auch der zweite Monroe-Kassenschlager Wie angelt man sich einen Millionär? (1953) wurde bereits in dieser Technik und mit hohem Perfektionsgrad gefilmt.

1960er Jahre Im Filmjahr 1968 erfolgte die Romanverfilmung Planet der Affen. Nach dem ersten Teil entschied sich 20th Century Fox dazu, vier Fortsetzungen (1970–1973) zu verfilmen, bevor im Jahr 2001 die Neuverfilmung des ersten Teils mit Mark Wahlberg und Tim Roth in die Kinos kam.

1970er Jahre Im Jahr 1977 erschien Krieg der Sterne, der die vierte Episode der Star-Wars-Reihe darstellt, aber der erste Film ist, welcher veröffentlicht wurde. Der Regisseur, George Lucas, konnte das Studio überzeugen, dass der Science-Fiction-Film ein Erfolg würde, und ließ sich unter anderem die Rechte der Filmmusik überschreiben. Das Studio ließ sich darauf ein, weil die Rechte nicht so viel wert waren. Bei der anschließenden Oscar-Verleihung erhielt der Film sechs Auszeichnungen und war ein absoluter Kassenerfolg. Anschließend folgten die Fortsetzungen Das Imperium schlägt zurück (1980) und Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983), bevor nach Lucas’ Erachten die Tricktechnik ausgereift war, sodass die Prequel-Trilogie gedreht werden konnte. So erschienen dann Episode I (1999), Episode II (2002) und Episode III (2005).

Mit Alien entstand ab dem Jahr 1979 eine erfolgreiche Filmreihe von vier Teilen, sowie Predator (1987) und zwei weitere Teile. Dessen Crossover-Ableger Alien vs. Predator (2004) und dessen zweiter Teil (2007) wurden alle von Twentieth Century Fox in die Kinos gebracht.

1980er Jahre