South Bend ist eine Stadt mit 103.453 Einwohnern (Volkszählung 2020) im St. Joseph County des US-Bundesstaats Indiana.

Die Stadt beherbergt die Bezirksverwaltung (County Seat) des St. Joseph County.

Geographie South Bend weist eine Gesamtfläche von 101,3 km² auf, von denen 1,1 % aus Wasser bestehen und liegt an der südlichen Flussbiegung (river bend) des St. Joseph Rivers.

Bevölkerung + Einwohnerentwicklung1980–2010: VolkszählungsergebnisseJahrEinwohner1980109.7271990105.5112000107.7892010101.1682020103.453

Die Bevölkerungsstatistik weist für 2000 insgesamt 107.789 Einwohner nach, 42.908 Haushalte und 25.959 Familien. Die Bevölkerungsdichte beträgt 1.076 Einwohner pro km².

57,60 % der Bevölkerung sind Weiße, 24,61 % Afroamerikaner, 8,45 % Latinos und 9,34 % von anderer oder mehrfacher ethnischer Herkunft. Ein großer Teil der Bevölkerung stammt von Vorfahren aus Deutschland und Polen, die Ende des 19. Jahrhunderts eingewandert sind.

27,3 % der Bevölkerung ist unter 18 Jahre, 10,4 % ist 18–24 Jahre alt, 29,3 % ist 25–44 Jahre alt, 18,2 % ist 45–64 Jahre alt, und 14,8 % sind 65 Jahre und älter. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung beträgt 33 Jahre.

Geschichte

South Bend wurde ursprünglich 1831 als Sitz der Bezirksregierung angelegt. Damals lebten etwa 130 Menschen in diesem Gebiet, vor allem Fellhändler, Händler und Gastwirte.

Am 4. Oktober 1851 erreichte die erste Dampflokomotive South Bend und das benachbarte Mishawaka. Im Jahr 1882 unternahm die South Bend Street Railway Company den weltweit ersten Versuch einer elektrischen Straßenbahn, die ab Herbst 1882 die beiden Nachbarstädte Mishawaka und South Bend verband.

Diese Verkehrsverbindungen und industriellen Entwicklungen führten dazu, dass die Brüder Studebaker sich in South Bend geschäftlich niederließen und hier später die Studebaker Fahrzeugbetriebe gründeten. Ihr Einfluss auf die Geschichte von South Bend war bedeutend, so dass die Schließung der Betriebe im Jahr 1963 für die Stadt zu ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten führte.

Eine relativ große Anzahl von Auswanderern, die sich in der Stadt in der Zwischenkriegszeit (1918–1939) angesiedelt haben, stammte aus dem Ort Kroatisch Minihof in Österreich, wo die Straße „Sotbend“ nach South Bend benannt wurde.

Ein Bauwerk in South Bend hat den Status einer National Historic Landmark, der Studebaker Tippecanoe Place.List of NHLs by State: Indiana. National Park Service, abgerufen am 5. Februar 2020. 73 Bauwerke und Stätten der Stadt sind insgesamt im National Register of Historic Places (NRHP) eingetragen (Stand 5. Februar Januar 2020).Suchmaske Datenbank im National Register Information System. National Park Service, abgerufen am 5. Februar Januar 2020.Weekly List im National Register Information System. National Park Service, abgerufen am 5. Februar Januar 2020.

Bildung South Bend beherbergt die University of Notre Dame und verschiedene andere kleine Colleges, so auch die Indiana University South Bend, eine Zweigstelle der Indiana University.

Verkehr Der South Bend Airport liegt rund 5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Direkt am Flughafen befindet sich die Endstation der South Shore Line des Northern Indiana Commuter Transportation District, welche eine Anbindung nach Chicago gewährleistet, jedoch keinen weiteren Halt in South Bend besitzt. Die Stadt besitzt darüber hinaus einen Bahnhof, der von den Amtrak-Zügen Lake Shore Limited (von Chicago nach New York und Boston) sowie Capitol Limited (von Chicago nach Washington, D.C.) bedient wird.

An der Stadt vorbei verlaufen die Autobahnen Interstate 80 und Interstate 90 sowie der U.S. Highway 31.

Sport

In South Bend fanden die Special Olympics World Summer Games 1987 statt. Es waren die bis dahin größten Spiele von Special Olympics und das größte Amateursportereignis des Jahres.

Städtepartnerschaften Mit drei Städten ist South Bend partnerschaftlich verbunden:web.archive.org: South Bend Tribune Częstochowa in Polen; seit 1992 Arzberg in Oberfranken in Deutschland; seit 2005 Guanajuato in Mexiko; seit 2011

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Stadt

John Franklin Miller (1831–1886), Jurist und Politiker, General der Unionsarmee im Sezessionskrieg Elijah A. Morse (1841–1898), Politiker, Vertreter von Massachusetts im US-Repräsentantenhaus James H. Dayton (1846–1938), Konteradmiral der United States Navy George Ford (1846–1917), Politiker, Vertreter von Indiana im US-Repräsentantenhaus Abraham L. Brick (1860–1908), Politiker, Vertreter von Indiana im US-Repräsentantenhaus John Franklin Miller (1862–1936), Politiker, Vertreter von Washington im US-Repräsentantenhaus Frederick Collins (1869–1952), Erfinder und Autor Edward Hale Campbell (1872–1946), Vizeadmiral der United States Navy William P. O’Neill (1874–1955), Politiker, Vizegouverneur von Indiana Lambert Hillyer (1893–1969), Filmregisseur und Drehbuchautor Charles Butterworth (1896–1946), Filmschauspieler und Broadway-Darsteller Jules C. Stein (1896–1981), Unternehmer und Philanthrop Paul Butler (1905–1961), Rechtsanwalt und Politiker Kenneth Rexroth (1905–1982), Dichter, Essayist und Literaturkritiker William Cottrell (1906–1995), Drehbuchautor und Regieassistent Elmer Irving Fiesenheiser (1906–1998), Bauingenieur Dale Messick (1906–2005), Comic-Zeichnerin George Rickey (1907–2002), Bildhauer William Roach (1907–1993), Romanist und Mediävist Clarence Long (1908–1994), Politiker, Vertreter von Maryland im US-Repräsentantenhaus Mike Salay (1909–1973), Autorennfahrer Maclyn McCarty (1911–2005), Biologe George Seaton (1911–1979), Drehbuchautor, Filmregisseur und Produzent Samuel I. Weissman (1912–2007), Physikochemiker Jack Nethercutt (1913–2004), Unternehmer und Autorennfahrer Samuel L. Devine (1915–1997), Politiker, Vertreter von Ohio im US-Repräsentantenhaus Shepard J. Crumpacker (1917–1986), Politiker, Vertreter von Indiana im US-Repräsentantenhaus John Bromfield (1922–2005), Schauspieler Dolores Fuller (1923–2011), Filmschauspielerin und Songschreiberin Thomas Bowles (1926–2000), Bariton-Saxophonspieler John Howard Yoder (1927–1997), mennonitischer Theologe und Pazifist Tom Donahue (1928–1975), Pionier des Rock ’n’ Roll im Radio als Disc-Jockey, Produzent und Konzert-Promoter Jack Coker (1929–2016), Jazzpianist und Hochschullehrer Robert Hughes (1929–1972), Filmproduzent und Dokumentarfilmregisseur Jerry Coker (1932–2024), Jazzmusiker, Hochschullehrer und Autor Dick Meredith (1932–2025), Eishockeyspieler Lloyd Haynes (1934–1987), Schauspieler und Drehbuchautor Sneaky Pete Kleinow (1934–2007), Country-Musiker James C. Van Horne (1935–2025), Wirtschaftswissenschaftler Dick Durock (1937–2009), Schauspieler und Stuntman Chad Everett (1937–2012), Schauspieler John Baeder (* 1938), Fotograf und Maler des Fotorealismus Jeremy M. Boorda (1939–1996), Admiral R. James Milgram (* 1939), Mathematiker Jeremy Leven (* 1941), Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Autor Nancy Priddy (* 1941), Sängerin und Schauspielerin Gary A. Heidt (1942–2021), Biologe, Mammaloge und Ökologe Gerard Pauwels (1945–2022), Schauspieler und Jurist William L. Rathje (1945–2012), Archäologe Michael August Blume (* 1946), römisch-katholischer Geistlicher und Diplomat des Heiligen Stuhls Eric Van Stryland (* 1947), Physiker Eric Wieschaus (* 1947), Molekularbiologe und Entwicklungsbiologe Maryanne Wolf (* 1947), Psychologin, Neurowissenschaftlerin und Hochschullehrerin Debra Elmegreen (* 1952), Astronomin Isiah Whitlock Jr. (1954–2025), Schauspieler Dan Harrigan (* 1955), Schwimmer Jerry Scott (* 1955), Comiczeichner und Comicautor Timothy J. Roemer (* 1956), Politiker und Diplomat, Vertreter von Indiana im US-Repräsentantenhaus und US-Botschafter in Indien Janice Elaine Voss (1956–2012), Astronautin Tom Emmer (* 1961), Politiker, Vertreter von Minnesota im US-Repräsentantenhaus Larry Karaszewski (* 1961), Drehbuchautor, Filmproduzent und Filmregisseur Dean Norris (* 1963), Schauspieler Jackie Walorski (1963–2022), Politikerin, Vertreterin von Indiana im US-Repräsentantenhaus Vivica A. Fox (* 1964), Schauspielerin Michael Alig (1966–2020), Partyveranstalter in der Clubszene von Manhattan William Wack (* 1967), römisch-katholischer Ordensgeistlicher, Bischof von Pensacola-Tallahassee Susan Choi (* 1969), Schriftstellerin Robert Churchwell (* 1972), Basketballspieler Ryan Newman (* 1977), NASCAR-Rennfahrer Todd James Jackson (* 1979), Schauspieler Pete Buttigieg (* 1982), Politiker, Bürgermeister von South Bend und US-Verkehrsminister Leroy Dixon (* 1983), Leichtathlet Skylar Diggins-Smith (* 1990), Basketballspielerin Anthony Barr (* 1992), American-Football-Spieler Tess Gunty (* 1993), Schriftstellerin Jacque Lynn Armer (* 1997), Volleyballspielerin Tommy Nash (* 20. Jahrhundert), Schauspieler und Synchronsprecher Hannah Roberts (* 2001), BMX-Radsportlerin Jaden Ivey (* 2002), Basketballspieler

Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt

Ivan Meštrović (1883–1962), kroatischer Bildhauer und Architekt; Professor der Bildhauerei an der University of Notre Dame in South Bend Stan Coveleski (1889–1984), Baseballspieler Charles van Acker (1912–1998), Autorennfahrer Moose Krause (1913–1992), College-Leichtathlet, Baseball-, Basketball- und Football-Spieler Pete Buttigieg (* 1982), von 2012 bis 2019 Bürgermeister von South Bend, bewarb sich 2020 um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten (USA).

Musik-Bands Die Surf-Rock-Band The Rivieras wurde zu Beginn der 1960er Jahre in South Bend gegründet.

Klimatabelle

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:County Seat in Indiana Kategorie:Gemeindegründung 1865 Kategorie:Hochschul- oder Universitätsstadt in den Vereinigten Staaten