Kaltenkreuth ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Ehingen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Kaltenkreuth liegt in der Gemarkung Beyerberg.

Geographie Die Einöde liegt in einer Waldlichtung und ist unmittelbar von Weihern (Stockweiher, Krummweiher, Bierweiher, Kaltenkreuthweiher) umgeben. Es entspringt dort der Mühlgraben, ein rechter Zufluss der Wieseth. Im Westen grenzen die Waldgebiete Ellenhof und Lehenholz an, im Nordosten das Finsterholz und im Osten die Obere Heide. Die Kreisstraße AN 50 führt zur Staatsstraße 2220 bei Oberkönigshofen (1 km nördlich) bzw. nach Beyerberg zur Staatsstraße 2248 (2 km südwestlich).

Geschichte Kaltenkreuth war ursprünglich Besitz Heinrichs von Lentersheim. 1423 wurden die Ansprüche an Hans und Friz Brecht zu Altemuhr verkauft. Das Kloster Heilsbronn erwarb den Hof 1470/84.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, Sp. 509.

Der Ort lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Wassertrüdingen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das ansbachische Verwalteramt Waizendorf aus. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es drei Anwesen (2 Halbhöfe, 1 Gut), die allesamt das Verwalteramt Waizendorf als Grundherrn hatten.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 432. (= J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 56). Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 551.

Infolge des Gemeindeedikts wurde Kaltenkreuth dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Beyerberg zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 534. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Kaltenkreuth am 1. Juli 1972 nach Ehingen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 7 14 12 13 13 16 13 26 15 10 10HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 2 2 3 2 2 4 3 2Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria (Königshofen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Herz Jesu (Bechhofen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Ehingen, Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach