Friedrichsthal ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Ehingen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Friedrichsthal liegt in der Gemarkung Beyerberg.
Geografie Das Dorf liegt in einer Waldlichtung an einem rechten Nebenbach des 300 Meter weiter nördlich fließenden Moosgrabens, der ein linker Zufluss des Lentersheimer Mühlbachs ist, der wiederum ein linker Zufluss der Wörnitz ist. 0,75 km westlich des Ortes erhebt sich der Schellenbuck (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße AN 50 (1 km westlich) bzw. nach Brunn (1,6 km östlich).
Geschichte Ursprünglich besaßen Bürger aus Dinkelsbühl mehrere Grundgefälle in der Gemarkung von Friedrichsthal, verkauften diese dann 1437/47 an das Kloster Heilsbronn.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 506f.
Das Hochgericht übte das ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte im jährlichen Wechsel das Kastenamt Wassertrüdingen und das Verwalteramt Waizendorf aus. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Friedrichsthal 12 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren ansbachische Ämter (Verwalteramt Waizendorf: 1 Hof, 2 Halbhöfe, 1 Dreiviertelhof, 1 Viertelhof, 1 Gut, 1 Gütlein; Kastenamt Wassertrüdingen: 2 ganze und 2 halbe Güter) und der Hochstift Eichstätt (Kastenamt Ornbau: 1 Gut).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 415. (= J. K. Bundschuh, Bd. 2, Sp. 224). Hiernach soll es nur zehn Untertansfamilien gegeben haben, von denen neun ansbachisch waren. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 551.
Infolge des Gemeindeedikts wurde Friedrichsthal dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Beyerberg zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 534. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Friedrichsthal am 1. Juli 1972 nach Ehingen eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2006 2016Einwohner 52 55 54 59 51 53 47 59 45 39 38 86 70HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 12 11 11 10 10 10 10 12 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Walburgis und St. Nikolaus (Beyerberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Herz Jesu (Bechhofen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Ehingen, Mittelfranken)