Die Bürgerschaftswahl in Bremen 1951 war die dritte Wahl zur Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen. Sie fand am 7. Oktober 1951 statt.
Ergebnis Die Wahlbeteiligung lag bei 83,3 Prozent. Die SPD verteidigte ihre Stellung als stärkste Partei. Die CDU erreichte mit 9,0 Prozent der Stimmen das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte auf Länderebene, überboten erst durch die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026. Die SPD stellte mit Wilhelm Kaisen weiterhin den Bürgermeister; ihre neuen Koalitionspartner in der Schwarz-rot-gelben Koalition waren CDU und FDP im Senat Kaisen IV.
Partei Land Bremen Stadt Bremen Bremerhaven Stimmen Prozent Sitze (Veränderung) Stimmen Prozent Sitze (Veränderung) Stimmen Prozent Sitze (Veränderung) SPD 130.471 39,1 43 (−3) 106.795 39,4 35 (−1) 23.676 37,7 8 (−2) CDU 30.172 9,0 9 (−15) 25.707 9,5 8 (−13) 4.465 7,1 1 (−2) KPD 21.244 6,4 6 (−4) 17.593 6,5 5 (−3) 3.651 5,8 1 (−1) FDP 39.432 11,8 12 (−5) 35.793 13,2 11 (−4) 3.639 5,8 1 (−1) DP 49.007 14,7 16 (+13) 32.208 11,9 10 (+10) 16.799 26,8 6 (+3) SRP 25.813 7,7 8 (+8) 20.950 7,7 7 (+7) 4.863 7,7 1 (+1) BHE 18.744 5,6 2 (+2) 13.368 4,9 --- 5.376 8,6 2 (+2) WdF 14.355 4,3 4 (+4) 14.355 5,3 4 (+4) --- --- --- FSU 4.262 1,3 --- 3.987 1,5 --- 275 0,4 --- gültige Stimmen 333.500 100,0 - 270.756 100,00 – 62.744 100,0 – Wahlberechtigte 407.712 --- - 325.672 --- – 82.040 --– – Wahlbeteiligung 339.810 83,3 - 274.926 84,4 – 64.884 79,1 –
1951 war die BDV der FDP beigetreten. Bei der Wahl 1947 kamen beide Parteien zusammen auf 19,4 % der Stimmen (21,2 % in Bremen, 10,7 % in Bremerhaven) und erhielten 17 Mandate (15 in Bremen, 2 in Bremerhaven).
Der BHE schaffte nur in Bremerhaven den Sprung über die (getrennte) Fünf-Prozent-Hürde. In Bremen blieb die Partei 170 Stimmen unter 5 % (4,94 %). Somit hatte die Partei landesweit mehr Stimmen als die Wählergemeinschaft der Fliegergeschädigten, die aber nur in der Stadt Bremen antrat und die doppelte Anzahl an Sitzen holte. Der Bremer Staatsgerichtshof bemängelte dies und sah die in der Verfassung verankerte getrennte Hürde als grundgesetzwidrig an. Gleichwohl folgte keine Korrektur des Wahlergebnisses.Urteil des Staatsgerichtshofs vom 29. Oktober 1952. Auch ist die getrennte Sperrklausel bis heute gültig (Stand 2026).
Als 1952 die Sozialistische Reichspartei verboten wurde, hoffte der BHE, dass deren Wählerstimmen nachträglich als ungültig gewertet würden und sie somit auch im Wahlbereich Bremen 5,4 % zugerechnet bekäme. Dies verneinte der Staatsgerichtshof am 17. Oktober 1953.Urteile des Staatsgerichtshofs vom 17. Oktober 1953 und vom 21. November 1953.
Siehe auch Liste der Mitglieder der Bremischen Bürgerschaft (3. Wahlperiode)
Quellen Wahlen in Deutschland Wahlarchiv der Tagesschau
Einzelnachweise
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