{| class="wikitable infobox float-right" style="line-height: 140%; border-spacing: 0;" !colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="text-align:center; font-size: 1.4em;" | Salenstein |- |colspan="2" align="center"| 120px|zentriert|Wappen von Salenstein |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Staat: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Kanton: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | (TG) |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Bezirk: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | Kreuzlingen |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Postleitzahl: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | 8268 Mannenbach 8268 Salenstein8269 Fruthwilen |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| BFS-Nr.: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | 4851 (Politische Gemeinde) |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| frühere BFS-Nr.: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | 4853 (Ortsgemeinde) |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Koordinaten: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Höhe: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | 400 m ü. M. |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Höhenbereich: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | – m ü. M. |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Fläche: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" |, km² (Pol. Gemeinde)2,87 km² (Ortsgemeinde) |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Einwohner: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | () |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Einwohnerdichte: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | Einw. pro km² |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Ausländeranteil:(Einwohner ohneSchweizer Bürgerrecht) || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | () |- | style="border-bottom: 1px solid #eee; border-right: 1px solid #eee;"| Website: || style="border-bottom: 1px solid #eee;" | www.salenstein.ch |- | colspan="2" | 280px|zentriert|rahmenlos|Dorfplatz Salenstein Dorfplatz Salenstein |- ! colspan="2" style="text-align:center;" class="hintergrundfarbe5" | Lage der Gemeinde |- | colspan="2" |
Salenstein, im Ortsdialekt Saleschte [], ist eine politische Gemeinde und eine Ortschaft im Bezirk Kreuzlingen des Schweizer Kantons Thurgau.
1816 bis 1979 bildeten die Ortsgemeinden Fruthwilen, Mannenbach und Salenstein die Munizipalgemeinde Salenstein, 1979 schloss sich die Munizipalgemeinde Salenstein mit ihren Ortsgemeinden zur Einheitsgemeinde Salenstein zusammen.
Geographie Die politische Gemeinde Salenstein liegt am Südufer des Untersees gegenüber der Insel Reichenau und besteht aus den Dörfern Salenstein, Mannenbach und Fruthwilen. Das Dorf Salenstein liegt auf einer Terrasse des Seerückens zwischen Berlingen und Ermatingen.
Namensherkunft Die erste Erwähnung des Namens Salenstein stammt von 1092. Der Name Salenstein wird von der Forschung auf verschiedene Arten gedeutet.Die Geschichte Salensteins. Auf der Webseite der Gemeinde Salenstein, abgerufen am 15. Dezember 2019 Die althochdeutschen Wörter salo (schmutzig, trübe, dunkel) und stein (Stein, Felsen, Burg) bedeuten «beim dunkelfarbigen Stein» oder «bei der dunkelfarbigen Burg». Er dürfte sich auf den grauen Sandstein beziehen, auf dem die obere Burg gebaut wurde.Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 786. Eine andere Interpretation beruft sich auf das alte Wort Salen für Weiden, wie das im Namen und Wappen der Ortsgemeinde Salen-Reutenen noch ersichtlich ist.
Geschichte mini|links|Im Vordergrund Salenstein, am Bodenseeufer Mannenbach; 1954 In Salenstein finden sich drei Grabhügel aus der Hallstattzeit. Im 11. Jahrhundert wurden die beiden Burgen Burg Salenstein errichtet, die wie die jüngeren Burgen Sandegg und Riederen Landeskarte der Schweiz 1:25’000, Blatt 1033 Steckborn, 1990 von Ministerialen der Abtei Reichenau bewohnt war. Seit je gehörten die wichtigsten Grund- und Herrschaftsrechte dem Kloster, das auch die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. 1483 entstand eine Offnung. 1798 wurde das reichenauische Niedergericht aufgehoben und durch ein Distriktsgericht helvetischer Einheitsordnung ersetzt.
1401 begründete die Adlige Klara von Breitenstein im Götschenholz das Beginenhaus Blümlistobel . Vor 1520 wurde im kleinen Kloster die Augustinerregel eingeführt, 1534 brannte das Gebäude nieder und wurde 1537 neu erstellt. Die letzte Schwester bewohnte Blümlistobel bis 1545 und trat dieses dann gegen ein Leibgeding (Nutzniessungsrecht) an das Kloster Reichenau ab. Kirchlich teilte das ab 1529 mehrheitlich reformierte Salenstein das Schicksal von Ermatingen, zu dessen Kirchgemeinde und Pfarrei es gehört.
In der frühen Neuzeit verschuldete sich Salenstein, worauf es mehrmals um Kredit nachsuchen und 1573 als Sicherheit seinen Allmendwald einsetzen musste. Dank des milden Klimas wurden Reben, Obstkulturen (Kirschen) und Gärten angelegt. Um 1750 entwickelte sich eine Heimindustrie (Weber und Stricker). 1817 erwarb Hortense, die Adoptivtochter Napoleons I., das Schloss Arenenberg und gestaltete dieses zur Exilresidenz um. Salenstein ist aufgrund der bevorzugten Wohnlage eine wohlhabende bzw. eine der steuergünstigsten Gemeinde des Kantons. 1798 bis 2010 gehörte Salenstein zum Bezirk Steckborn.
→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Fruthwilen → siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Mannenbach
Wappen links|60px Blasonierung: Gespalten von Gelb und Weiss, belegt mit blauem Zehnberg.Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
Das Wappen stammt von den Herren von Salenstein. Nach der Bildung der Einheitsgemeinde Salenstein 1979 wurde das Wappen der Ortsgemeinde Salenstein von der neuen Gemeinde übernommen.
Bevölkerung + Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Salenstein + Bevölkerungsentwicklung der einzelnen Gemeinden 1850 1900 1950 1970 1980 2000 2010 2018 Einheitsgemeinde 882 1108 1278 1318 Munizipalgemeinde 890 782 850 876 Ortsgemeinde 459 380 396 459 Quelle Von den insgesamt 1318 Einwohnern der Gemeinde Salenstein im Jahr 2018 waren 361 bzw. 27,4 % ausländische Staatsbürger. 511 (38,8 %) waren evangelisch-reformiert und 358 (27,2 %) römisch-katholisch. Die Ortschaft Salenstein zählte zu diesem Zeitpunkt 493 Bewohner. mini|Links Arenenberg, rechts aussen Schloss Salenstein
Wirtschaft Im Jahr 2016 bot Salenstein 308 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 9,5 % in der Land- und Forstwirtschaft, 13,6 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 76,9 % im Dienstleistungssektor tätig.
Sehenswürdigkeiten
Das Dorf Mannenbach-Salenstein ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgelistet.
Auf dem Gemeindegebiet gibt es heute noch fünf Schlösser. Das sechste, Schloss Sandegg, brannte 1833 ab. Das siebente, die Burg Unter-Salenstein (am Standort des Bauernhauses Hinderburg), war bereits im 16. Jahrhundert nur noch eine Ruine. Die übrigen Schlösser sind Arenenberg, Eugensberg und das obere Salenstein, sowie Schloss Louisenberg im Ortsteil Mannenbach und Schloss Hubberg im Ortsteil Fruthwilen.
Bilder
Persönlichkeiten Eugène de Beauharnais (1781–1824), Sohn von Napoleon Bonaparte, liess das Schloss Eugensberg errichten Hortense de Beauharnais (1783–1837), Königin von Holland Napoleon III. (1808–1873), französischer Staatspräsident von 1848 bis 1852 und Kaiser der Franzosen von 1852 bis 1870 Eugénie de Montijo (1826–1920), Ehefrau Napoléons III. und von 1853 bis 1870 Kaiserin der Franzosen Alexander von Herder (1826–?), sachsen-weimarischer Kammerherr, Enkel von Johann Gottfried Herder und Eigentümer des Schlosses Salenstein ab 1869 Paul Ilg (1875–1957), Schweizer Schriftsteller Ferdinand Hardekopf (1876–1954), deutscher Schriftsteller, lebte um 1912 in Mannenbach und Salenstein René Schickele (1883–1940), deutsch-französischer Schriftsteller, lebte von 1911 bis 1916 in Salenstein Anneliese Rothenberger (1924–2010), lebte in SalensteinSalensteiner trauern um Opernstar. In: Stern, 26. Mai 2010. Rolf Erb (1951–2017), Schweizer Unternehmer und verurteilter Betrüger, lebte bis zu seinem Tod in Salenstein auf Schloss Eugensberg Ruth Maria Kubitschek (1931–2024), deutsche Schauspielerin, lebte in Salenstein Pierre Kaffer (* 1976), deutscher Autorennfahrer Mattias Ekström (* 1978), schwedischer Autorennfahrer (DTM) Tony Martin (* 1985), deutscher Radrennfahrer und mehrfacher Weltmeister im Einzelzeitfahren, lebt in Mannenbach
Literatur Hans Baumgartner: Salenstein – Fruthwilen – Mannenbach. Buch zur 900-Jahr-Feier 1092–1992. Frauenfeld 1992. Peter Erni: Der Bezirk Steckborn. In Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau VI. Bern 2001. Erni Keller: Saleschter Dialäkt. Ausdrücke und Redewendungen aus der Zeit von 1930–1950. Ermatingen 2012. Alfons Raimann, Peter Erni: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Thurgau VI. Der Bezirk Steckborn. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2001, ISBN 3-906131-02-5 (= Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 98).
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Salenstein
Einzelnachweise Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau.
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