Roth () ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Roth liegt in der Gemarkung Hohenberg.
Geografie Westlich des Dorfes fließt der Ameisengraben und östlich davon der Pointfeldgraben, beides linke Zuflüsse der Altmühl. Im Nordosten liegt das Tieffeld, 0,5 km südwestlich das Lachenfeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Herrieden zur Staatsstraße 2249 (0,9 km nördlich) bzw. nach Leutenbuch (0,9 km südöstlich), eine weitere führt ebenfalls zur St 2249 (0,8 km nordöstlich).
Geschichte Der Ort wurde vermutlich im 10. Jahrhundert gegründet. Dem Ortsnamen nach zu schließen, handelte es sich hierbei um eine Rodungssiedlung.R. Herrmann: Altgemeinde Roth, S. 247.
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 603.
Im Jahre 1806 kam Roth an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Roth dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rauenzell zugeordnet. Es gehörte auch der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Rauenzell an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Roth in die neu gebildete Ruralgemeinde Hohenberg umgemeindet. Spätestens 1840 trennte sich Roth mit Leutenbuch von Hohenberg und bildete eine eigene Ruralgemeinde. Hier wird Roth für das Jahr 1840 als Gemeinde geführt.Dem widerspricht: Dort ist es noch Ortsteil von Hohenberg. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt, seit 1929 Finanzamt Ansbach). Ab 1862 gehörte Roth zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Herrieden (1879 in das Amtsgericht Herrieden umgewandelt), seit 1931 ist das Amtsgericht Ansbach zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,089 km².
Am 1. Juli 1971 wurde Roth im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Herrieden eingemeindet.
Bau- und Bodendenkmäler In Roth gibt es fünf Baudenkmäler: Haus Nr. 10: Bildstock, Relief mit Kruzifix über Stele, mit Inschrift, 1934; am Ortsausgang Ortskern Roth: Der gerundete Anger, in dessen Mittelpunkt, umgeben von vier Linden, die Ortskapelle St. Barbara von 1702 steht, wird begrenzt von den Giebelseiten der auf den Anger hin orientierten Bauernhäuser. Diese eingeschossigen Wohnhäuser mit teilweise vielgestaltigen Satteldachnebengebäuden gehen im Kern wohl auf das 17. Jahrhundert zurück, erfuhren ihre Ausprägung jedoch im Wesentlichen im 19. Jahrhundert. In Roth: Wegkreuz, gusseisernes Kruzifix, zweites Drittel 19. Jahrhundert; am Ortsausgang Richtung Herrieden In Roth: zwei Grenzsteine mit Ansbacher und Eichstätter Wappen, erste Hälfte 16. Jahrhundert; bei der Kapelle In Roth: katholische Ortskapelle St. Barbara, kleiner massiver Satteldachbau, 1702; mit Ausstattung. Tieffeld: Wegkapelle, kleiner massiver Satteldachbau, wohl 18. Jahrhundert; nordöstlich des Ortes
Einwohnerentwicklung Gemeinde Roth Jahr 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 122 135 130 130 116 109 100 107 126 125 122 121 120 110 120 135 141 128 152 172 153 126 131HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 22 22 20 23 21 21 22 23 Quelle
Ort Roth Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 65 55 63 53 66 75 67 90 77 83 85Häuser 15 11 10 11 12 12 9 21Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Christuskirche (Herrieden) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Herrieden Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1840 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ort an der Altmühl