Hohenberg ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Hohenberg hat eine Fläche von 11,156 km². Sie ist in 1067 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10.455,78 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Höfstetten, Leutenbuch, Regmannsdorf, Roth, Schernberg und Seebronn.
Geografie Durch das Dorf fließt der Ameisengraben, ein linker Zufluss der Altmühl. Unmittelbar nördlich des Ortes befinden sich die Weinberghänge, der Hohenbuck () und der Kapitelwald. Im Nordosten liegt das Breitfeld, im Osten das Hohenbuckfeld und im Süden das Schrotfeld.
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Herrieden zur Staatsstraße 2249 (1,5 km südlich) bzw. an Höfstetten vorbei nach Dautenwinden (3 km nördlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen zur St 2249 bei Rauenzell (2,5 km südöstlich) und die Staatsstraße 2248 kreuzend nach Regmannsdorf (1,5 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde vermutlich im 12. Jahrhundert gegründet.M. Spanheimer: Altgemeinde Hohenberg, S. 224.
Im 16-Punkte-Bericht des Fürstentums Ansbach von 1684 wurden für Hohenberg 22 Mannschaften verzeichnet: 1 Anwesen unterstand dem Hofkastenamt Ansbach, 4 Anwesen dem Stiftsamt Ansbach, 5 Anwesen dem Verwalteramt Merkendorf, 2 Anwesen dem Bürgermeister und Rat zu Ansbach, 11 Anwesen dem eichstättischen Kastenamt Herrieden und 8 Anwesen dem Kapitel Herrieden. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft das eichstättische Kastenamt Herrieden.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 1535. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 685.
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1800) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 701 f.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach. 1806 kam Hohenberg an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hohenberg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rauenzell zugeordnet. Es gehörte auch der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Rauenzell an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Hohenberg mit den Orten Höfstetten, Leutenbuch, Regmannsdorf, Roth, Schernberg und Seebronn. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt, seit 1929: Finanzamt Ansbach). Spätestens 1840 trennte sich Roth mit Leutenbuch von Hohenberg und bildete eine eigene Ruralgemeinde. Hier wird Roth für das Jahr 1840 als Gemeinde geführt.Dem widerspricht: Dort ist es noch Ortsteil von Hohenberg. Ab 1862 gehörte Hohenberg zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Herrieden (1879 in das Amtsgericht Herrieden umgewandelt), seit 1931 ist das Amtsgericht Ansbach zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 7,798 km².
Am 1. Juli 1971 wurde Hohenberg im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Herrieden eingemeindet.
Im Jahre 2010 wurde in dem Ort die römisch-katholische Kreuzkapelle errichtet.www.kreuzkapelle-hohenberg.de
Baudenkmäler Von Hohenberg nach Herrieden Fraischstein, Sandstein, mit Hohenzollernadler bzw. Krummstab, 1555; am Ortsausgang nach Herrieden Wegkreuz, Kruzifix über Sandsteinsockel, mit Gedächtnisinschrift für Angehörige des Stifters, Erster und Zweiter Weltkrieg; am Ortsausgang nach Herrieden
Einwohnerentwicklung Gemeinde Hohenberg Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 371 260 283 284 289 267 247 255 260 264 255 256 237 238 238 273 283 259 234 345 324 287 246 285HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 71 48 49 46 50 40 44 42 45 Quelle Für die Gemeinde Hohenberg zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Höfstetten (S. 42), Leutenbuch (S. 54), Regmannsdorf (S. 74), Roth (S. 77), Schernberg (S. 80) und Seebronn (S. 85). Abzüglich Roth und Leutenbuch (122 E. und 22 H.), die zu diesem Zeitpunkt keine Ortsteile mehr von Hohenberg sind.
Ort Hohenberg Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2024Einwohner 168 152 179 150 161 144 179 195 169 191 186 208Häuser 27 30 29 25 28 26 30 48 Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach St. Laurentius (Elpersdorf bei Ansbach) gepfarrt, seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei Christuskirche (Herrieden) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Ortsteil von Herrieden Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach