mini|hochkant|Pfarrkirche St. Quirinus mini|252x252px|Ortswappen an einer Basaltstele neben der Kirche Langenfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die ihren Verwaltungssitz in Mayen hat.
Geographie Der Ort befindet sich in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Arft. Zu Langenfeld gehören auch die Wohnplätze Auf Lesch und Sankt Jost-Mühle.
Geschichte Der Ort wurde als „Langenvelt“ erstmals 1052 urkundlich erwähnt, als der Trierer Erzbischof Eberhard mit Walram I. von Arlon einen Prekarievertrag über Besitz in der Eifel und an der unteren Mosel abschloss. 1465 belehnte Erzbischof Johann II. den Grafen Philipp von Virneburg mit dem Dorf Langenfeld. 1554 übertrug der Trierer Erzbischof und Kurfürst Johann V. dasselbe Lehen dem Grafen Diedrich V. von Schleiden als Besitzer der Grafschaft Virneburg. Diedrich V. versuchte 1559 die Reformation einzuführen, was ihm in Langenfeld jedoch nicht gelang.Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, Band 2, Trier: Bischöfliches General-Vikariat, 1887, S. 70 (Online-Ausgabe) Zum Kirchspiel Langenfeld gehörten die Orte Acht, Arft, Langscheid, Nieder- und Oberwelschenbach.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 138, 378.
Das Kirchspiel Langenfeld gehörte ursprünglich als Lehen des Kurfürstentums Trier zur Grafschaft Virneburg. Im Jahr 1575 zog der Trierer Kurfürst das Kirchspiel ein und unterstellte es der Gerichtsbarkeit des kurtrierischen Oberamtes Mayen.
Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen das sogenannte Linke Rheinufer eingenommen. Nach der Einführung der französischen Verwaltungsstrukturen gehörte Langenfeld von 1798 bis 1814 zum Kanton Virneburg im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Langenfeld gehörte zur Bürgermeisterei Virneburg im 1816 errichteten Kreis Adenau des Regierungsbezirks Koblenz und von 1822 an zur Rheinprovinz.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Langenfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 296 1835 376 1871 271 1905 400 1939 554 1950 570 1961 643 Jahr Einwohner 1970 753 1987 782 1997 778 2005 732 2011 684 2017 647 mini|400px|Einwohnerentwicklung von Langenfeld von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle
Religion Die ursprüngliche Pfarrkirche ist die heutige Friedhofskirche. Die ältesten Teile des Turms datieren um 1400. Die heutige Pfarrkirche St. Quirinus wurde 1894 bis 1898 erbaut. Sie wird wegen ihrer Größe auch „Eifel-Dom“ genannt.
Im Ortsteil Sankt Jost im Nitztal steht die spätgotische Wallfahrtskapelle St. Jost. Wallfahrten finden jährlich an den beiden letzten September- und ersten Oktoberwochenenden statt.
Seit 1999 befindet sich in Langenfeld das Kamalashila Institut für buddhistische Studien.Ortsgemeinde Langenfeld: Kamalashila Institut
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Langenfeld besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bei der Wahl 2019 fand eine personalisierte Verhältniswahl statt, da zwei Wahlvorschlagslisten eingereicht wurden.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl CDU WG 1 Gesamt 2024 per Mehrheitswahl 12 Sitze 2019 7 5 12 Sitze 2014 per Mehrheitswahl 12 Sitze
Ortsbürgermeister Mario Heinrichs (CDU) wurde am 11. November 2020 Ortsbürgermeister von Langenfeld. Bei der Direktwahl am 25. Oktober 2020 war er mit einem Stimmenanteil von 72,1 % gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 77,0 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.
Heinrichs Vorgänger Christian Müller (CDU) war vom 1. Januar 2017 bis zum Sommer 2020 Ortsbürgermeister. Müllers langjähriger Vorgänger war Alfred Schomisch (CDU), der das Amt nach seiner Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel zur Verfügung gestellt hatte.
Wappen Aufgrund eines Beschlusses des Gemeinderates vom 3. November 1975 wurde der Gemeinde Langenfeld Anfang des Jahres 1976 durch Urkunde der Bezirksregierung Koblenz die Genehmigung erteilt, das nachfolgend beschriebene Wappen zu führen.
Bergbau In der Nähe der Wallfahrtskapelle befindet sich der Eingang zum Tiefen Stollen der Grube Bendisberg. Dort wurden im 19. Jahrhundert Kupfer- und Bleierze abgebaut. Die Grube war mit längeren Unterbrechungen bis 1957 in Betrieb. Die Grube ist in gutem Zustand und für Besucher geöffnet.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Langenfeld (Eifel)
Weblinks
Offizielle Website der Ortsgemeinde Langenfeld Ortsgemeinde Langenfeld auf den Seiten der Verbandsgemeinde Vordereifel
Einzelnachweise
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