Hachinohe (, -shi) ist eine Hafenstadt in der Präfektur Aomori im Nordosten von Honshū, der Hauptinsel Japans. Die Stadt zählt Einwohner. Neben der Fischerei spielt Textilindustrie und Holzverarbeitung eine wirtschaftliche Rolle.
Geographie mini|links|Rathaus Hachinohe liegt südöstlich von Aomori und nördlich von Morioka am Pazifischen Ozean.
Geschichte Hachinohe entwickelte sich in der Edo-Zeit als Burgstadt des Nambu-Klan. Heute ist die Stadt bekannt für die Produktion von Chemikalien, Papier und Stahl. Fischverarbeitung (Makrelen und Tintenfisch) ist ein weiterer Erwerbszweig. Der Ort erhielt am 1. Mai 1929 Stadtrecht.
mini|links|Das vom Tsunami an Land geworfene Fischereifahrzeug Kiku Maru No. 38 in Hachinohe (Foto: 11. April 2011) Am 11. März 2011 war Hachinohe vom größten bisher in Japan registrierten Erdbeben, dem Tōhoku-Erdbeben und nachfolgendem Tsunami betroffen. Im Hafen Hachinohe entstand beträchtlicher Schaden, große und kleine Fischerboote wurden umgeworfen und fortgeschwemmt, die Straßen im Hafenviertel wurden überschwemmt. Der Hafen wurde vom ausgeflossenen Öl schwarz gefärbt, das Stadtbild veränderte sich. Die Evakuierung dauerte bis in den nächsten Tag. 254 Wohngebäude wurden völlig und 624 weitere teilweise zerstört. (), (Fire and Disaster Management Agency), 7. März 2018 (japanisch). 100 Autos fortgeschwemmt. Ein Todesopfer wurde gemeldet, eine weitere Person blieb vermisst.
Bildung
Verkehr Zug JR Tōhoku-Shinkansen: Bahnhof Hachinohe Straße: Hachinohe-Autobahn Nationalstraße 45, 104, 340, 454
Städtepartnerschaften Federal Way, seit August 1993 Lanzhou in China seit April 1998
Söhne und Töchter der Stadt Hani Motoko (1873–1957), frühe Journalistin Yūto Hara (* 1986), Eishockeyspieler Michio Hashimoto (* 1977), Eishockeyspieler Chiharu Ichō (* 1981), Ringerin Kaori Ichō (* 1984), Ringerin Sōma Ishigamori (* 2001), Fußballspieler Takayuki Miura (* 1967), Eishockeyspieler Tetsuo Miura (1931–2010), Schriftsteller Hitomi Obara (1981–2025), Ringerin Masato Ōkubo (* 2002), Eishockeyspieler Tadamori Ōshima (* 1946), Politiker Yūto Sashinami (* 1993), Fußballspieler Kosuke Takebe (* 2000), Fußballspieler Masami Tanabu (1934–2025), Eishockeyspieler, -trainer und Politiker Ren Tazawa (* 2000), Langstreckenläufer Kihei Tomioka (1932–2007), Radrennfahrer Minami Uwano (* 1991), Radsportlerin
Literatur S. Noma (Hrsg.): Hachinohe. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 484.
Weblinks
, (Kokudo Chiriin, Geospatial Information Authority of Japan, ehemals: Geographical Survey Institute = GSI), www.gsi.go.jp: Das GSI veröffentlicht an dieser Stelle zwei Landkarten mit Hachinohe ( (PDF; 1,1 MB), PDF; 1,3 MB), auf denen die vom Tōhoku-Tsunami 2011 überfluteten Gebiete auf Grundlage von Auswertungen von Luftbildern und Satellitenaufnahmen eingezeichnet sind, soweit dies möglich war.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Präfektur Aomori Kategorie:Ort mit Seehafen