Die Francofurtia, gelegentlich auch Frankofurtia geschrieben, ist die weibliche Personifizierung der Stadt Frankfurt am Main. Sie kam im 18. Jahrhundert aufWolfgang Klötzer: Von antiker Abkunft: Die „Francofurtia“ – Stadtsymbol zwischen Allegorie und Werbung. In: Keine liebere Stadt als Frankfurt: kleine Schriften zur Frankfurter Kulturgeschichte II, 2000, S. 83–94. und findet sich als allegorische Darstellung auf verschiedenen Fassaden, Denkmälern und Grabsteinen in Frankfurt, sowie auf Münzen, Banknoten, Medaillen, Briefmarken und Postkarten. Attribute können Stadtmauerkrone, Wappenschild mit dem Frankfurter Adler, die Goldene Bulle, Gesetzbuch, der Frankfurter Pfarrturm, Palmwedel sowie Reichskleinodien wie das Reichszepter oder das Schwert Karls des Großen sein. Die bekannteste Darstellung findet sich an der Ecke des Hauses Alt-Limpurg, das zum Gebäudekomplex des Frankfurter Rathauses Römer gehört.
Beispiele
Das älteste, belegbare Auftauchen der Francofurtia ist die Vignette rechts unten auf der Frankfurter Homann-Karte von 1712, dargestellt mit Mauerkrone und Buch.
Beispiele für Münzen, Banknoten, Briefmarken und Medaillen sind: Der Frankfurter Vereinsthaler von 1865 Die von 1952 bis 1976 verliehene Form der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main,Sigrid Kämpfer: Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main In: Newsletter, Ausgabe 12, Schätze und Kuriositäten aus den Sammlungen des Instituts für Stadtgeschichte, 2008 die Richard Scheibe gestaltet hat. Der 35-Gulden-Schein aus dem Jahre 1855, ausgegeben von der Frankfurter Bank.Deutsches Papiergeld 1772–1870. Deutsche Bundesbank, 1963 Die 2-Pfennig-Marke der Frankfurter Privat-Brief-Verkehrs-Anstalt, die 1888 aufgelegt wurde.
Im Frankfurter Stadtgebiet findet sich die Francofurtia unter anderem an diesen Gebäuden und Denkmälern: An der Ecke des Hauses Alt-Limpurg (Limpurger Gasse Ecke Römerberg), geschaffen vom Bildhauer Franz Krüger, 1897/98 Auf dem Portal des Römer-Nordbaus am Paulsplatz ebenfalls von Franz Krüger, umrahmt von der Voraussicht und der Sparsamkeit Am Gutenberg-Denkmal von Eduard Schmidt von der Launitz, 1840/58 Am Bethmann-Denkmal von ebenfalls Eduard Schmidt von der Launitz, 1864/68 Am Sockel des Stoltze-Brunnens von Friedrich Schierholz, 1895
Literatur Wolfgang Klötzer: Keine liebere Stadt als Frankfurt: kleine Schriften zur Frankfurter Kulturgeschichte II. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 2000.
Weblinks
Einzelnachweise
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