miniatur|Adolph Christian Graf v. Bassewitz Adolph Christian Ulrich Graf von Bassewitz (* 27. Juli 1787 in Schwerin; † 2. Mai 1841 in Prebberede) war Domherr zu Lübeck, Mecklenburg-Schwerinscher und Württembergischer Kammerherr.Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände, Band 2, F. A. Brockhaus, Leipzig 1851, S. 339.Eduard Maria Oettinger: Moniteur des dates. Contenant un million de renseignements biographiques ... 1869, S. 62. Digitalisat

Familie Adolph Christian von Bassewitz entstammte der alten mecklenburgischen Familie von Bassewitz. Seine Eltern waren Bernhard Friedrich Graf von Bassewitz (1756–1816) und Charlotte von Koppelow (1764–1862).

Er heiratete am 30. Mai 1812 Luise von Levetzow (1794–1862), mit der er sechs Söhne und zwei Töchter hatte.

Die Söhne waren: Adolf (1813–1887) ⚭ 1838 Bertha von Werder (1819–1851) ⚭ 1852 Elisabeth von Werder (1825–1872) Henning (1814–1885) ⚭ 1847 Marie von Behr (1822–1860) Bernhard (1817–1897) ⚭ 1845 Bertha von Treunenfels (* 1826) Karl (1821–1873) ⚭ 1845 Ina von Bülow (1827–1900), ein Sohn der beiden war Carl Graf von Bassewitz-LevetzowAdolph Graf von Bassewitz: Aus dem Leben des Reichsgrafen Henning Friedrich von Bassewitz mit einigen Nachrichten über die Familie Bassewitz der wendischen Linie. o. O., 1859, S. 56, 57. Heinrich (1831–1911), u. a. auf Barkvieren b. Gnewitz u. Zarnewanz, ⚭ 1854 Charlotte von Bülow (1834–1911) Alexander (* 1833) ⚭ 1867 Ella von Witzendorff (* 1848)

Der Diplomat Hennecke Graf von Bassewitz ist ein direkter Nachfahre.

Leben Schon im Alter von acht Jahren erhielt er 1795 eine ihm von seinem Vater resignierte Präbende am Lübecker Dom und wurde damit Domherr.Wolfgang Prange: Verzeichnis der Domherren. In: Ders.: Bischof und Domkapitel zu Lübeck: Hochstift, Fürstentum und Landesteil 1160–1937. Schmidt-Römhild, Lübeck/Rostock 2014, ISBN 978-3-7950-5215-7, S. 421. Nr. 424.

Nach der Schulausbildung trat er bis zum Beginn seines Studiums als Kammerherr und Stallmeister in den Dienst am Hof in WürttembergFriedrich August Schmidt u. a.: Neuer Nekrolog der Deutschen. 11. Jahrgang, 1841, Weimar 1843, S. 502.. Danach studierte er gemeinsam mit seinem Bruder Carl ChristophFriedrich August Schmidt u. a.: Neuer Nekrolog der Deutschen ... 2. Teil, 1837, Weimar 1839, S. 987. zunächst in GöttingenImm. als „Megapolitanus“ 16. April 1804 und HeidelbergFriedrich August Schmidt u. a.: Neuer Nekrolog; Vgl.: Imm. in Heidelberg am 6. Februar 1805 mit dem Zusatz „Hat schon in Göttingen Cameralia studiert“. und wurde gemeinsam mit ihm Mitglied der Corps Vandalia Göttingen und Vandalia I Heidelberg.Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910, Hrsg. Karl Rügemer. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 122/3. In Göttingen bewohnte er mit Fürst Anton Paul Sulkoski zwischen 1802 und 1805 das sogenannte Prinzenhaus in der PrinzenstrasseHermann Thiersch: Ludwig I von Bayern und die Georgia Augusta, 1924. Ausgabe Weidmann, Berlin 1927. (Nachdruck) Hamburg 2010, S. 11. Nachdruck 2013. ISBN 978-3-86-34748-8-1.. Zur Beendigung des Studiums 1808 in Rostock stifteten er und sein Bruder mit weiteren Corpsstudenten das Corps Vandalia Rostock.Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910, Hrsg. Karl Rügemer. Starnberg 1910, 185/5.Anm.: Seine Immatrikulation in Rostock lässt sich für das 1808 in den dortigen Listen nicht nachweisen.

An den Freiheitskriegen nahm er im Range eines Majors als Adjutant Friedrich Ludwig zu Mecklenburg teil. In Prebberede unterhielt er unter dem Stallmeister ZinkeisenW. Zinkeisen: Das Vorbereiten und Thätigmachen der zur Rennbahn bestimmten jungen Pferde nach der Methode der Engländer. Oder die Elementar-Schule des Pferdes. Verlag A. W. Hayn, Berlin 1834. ein Gestüt, das deutschlandweit bekannt warVgl. z. B. Gustav Hempel: Geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Meklenburger Landes. Band 2, S. 277.Fest-Gabe zur Feier der XXII: Versammlung Deutscher Land- und Forstwirthe. Schwerin 1861, S. 97., nach seinem Tod aber erbbedingt aufgelöst wurde. Daneben hatte er hier und auf anderen seiner Güter spanische und Merinoschäfereien eingerichtetFriedrich August Schmidt u. a.: Neuer Nekrolog der Deutschen. 11. Jahrgang 1841, Weimar 1843, S. 503.. Er war Träger des Königlich Preußischen Johanniterordens und der goldenen mecklenburgischen Militärverdienstmedaille sowie Mecklenburg-Schwerinscher Kammerherr.

Den ererbten Besitz vergrößerte er erheblich und besaß zuletzt die mecklenburgischen Güter Prebberede, Jahmen, Grieve, Dalwitz, Stierow, Stechow, Poggelow, Schwiessel, Gr. und Kl. Bützin, Neu Heinde, Wohrenstorf, Vietow, Horst und Weitendorf. Die Gutsanlage in Prebberede, deren Schlossbau sein Großvater Carl Friedrich Graf von Bassewitz in Auftrag gegeben hatte, vollendete er durch die Errichtung einiger weiterer Bauten und die Anlage des Parkes.Helmut Sieber: Schlösser und Herrensitze in Mecklenburg. Weidlich, Frankfurt am Main 1960, S. 80.

Nachfolger auf Prebberede mit Jahmen und Grieve wurde sein ältester Sohn Adolph Bernhard (1813–1887).

Literatur Friedrich Brüssow: Adolph Christian Graf von Bassewitz. In: Neuer Nekrolog der Deutschen. 19/I. (1841), Bernh. Friedr. Voigt, Weimar 1843, S. 502–503. Digitalisat. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 115. Jahrgang. 1942, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 42 ff. Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler, Erik Amburger, Johann Georg von Rappard: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel) 1973. Band VII, Band 73 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. u. a. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1973, , S. 6 ff.

Weblinks

Eintrag im Register Personen und Körperschaften der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Adelsforschung

Einzelnachweise

Kategorie:Kammerherr (Württemberg) Kategorie:Domherr (Lübeck) Kategorie:Domherr (18. Jahrhundert) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Königlich Preußischen St. Johanniterordens Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Mecklenburg) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes Kategorie:Stifter eines Corps Adolph Christian Ulrich Adolph Christian Ulrich Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1787 Kategorie:Gestorben 1841 Kategorie:Mann