Dänischenhagen ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Geografie Lage Das Gemeindegebiet von Dänischenhagen liegt auf der Halbinsel Dänischer Wohld im nördlichen Umland der Landeshauptstadt Kiel.

Ortsgliederung mini|Kaltenhof mini|Sturenhagen Die Gemeinde Dänischenhagen ist in folgende Ortschaften gegliedert. Dänischenhagen, Hauptort, 749 Haushalte, 1985 Einwohner (Stand 1987) Hof Sturenhagen, ehemals eigenständiger Bauernhof, 2 Haushalte, 5 Einwohner (Stand 1987) Neubaugebiet Nöhrenkoppel, gegründet 1995 Neubaugebiet Steinviertel, gegründet 1999 Neubaugebiet Eichenallee, gegründet 2005 Freidorf, 6 Haushalte, 12 Einwohner (Stand 1987) (nur westlich der Hauptstraße zu Dänischenhagen, östlich der Hauptstraße zu Strande) Funksendestelle Scharnhagen, Brandsbek; 3 Haushalte, 4 Einwohner (Stand 1987) Hohenstein, (teilweise vormals Tüderkamp genannt), 5 Haushalte, 13 Einwohner (Stand 1987) Horreck, 2 Haushalte, 5 Einwohner (Stand 1987) Jettbrück Kaltenhof Siedlung, 78 Haushalte, 212 Einwohner (Stand 1987) Kaltenhof Streusiedlung bzw. Fresenhagen, 19 Haushalte, 47 Einwohner (Stand 1987) Katharinenberg, 2 Haushalte, 5 Einwohner (Stand 1987) Kuhholzberg, 4 Haushalte, 10 Einwohner (Stand 1987) (nur westlich der Hauptstraße zu Dänischenhagen) Lehmkaten, 5 Haushalte, 13 Einwohner (Stand 1987) Rabendorf, 4 Haushalte (nur Südwestteil zu Dänischenhagen) Scharnhagen, 106 Haushalte, 264 Einwohner (Stand 1987) Sturenhagen Siedlung, 19 Haushalte, 35 Einwohner (Stand 1987) Uhlenhorst, 14 Haushalte, 37 Einwohner (Stand 1987)

Nachbargemeinden Das Gemeindegebiet liegt eingefasst von:

Geschichte mini|Hünengräber bei Dänischenhagen, historische Zeichnung von Julius Fürst um 1895 mini|Die Kirche mini|Dänische Schule Die frühesten geschichtlichen Spuren finden sich in Form von Großsteingräbern, von denen etwa 30 in der Umgebung zu finden sind (siehe beispielsweise Großsteingräber bei Birkenmoor). Sie entstanden zwischen 3000 und 1000 v. Chr. Danach scheint eine klimabedingte Abwanderung der Bevölkerung nach Süden stattzufinden. Lange Zeit war der Landstrich kaum besiedelt, wodurch ein Wald entstand, der von den Einheimischen als Eisenwald (Altdeutsch: Isarnho, Jütländisch: Jarnewith) bezeichnet wurde.

Aus dem Mittelalter entstammen die Reste einer Turmhügelburg, die sich am Mückenbrook in Kaltenhof ausmachen lassen.

Gegründet wurde Dänischenhagen unter dem Namen Slabbenhagen, doch es existiert keine Gründungsurkunde.

Im Jahre 1250 wurde die Kirche gebaut.

Die erste Erwähnung fand Slabbenhagen 1274 im Kieler Stadtbuch. Als der Ort 1632 vom dänischen König Christian IV. gekauft wurde, nannte er ihn Christianhagen. In der Folgezeit wurde er häufig als Königshagen bezeichnet. 1706 taucht erstmals die Wendung Zum Dänischen Hagen in einer Kirchenurkunde auf.

Im Jahre 1848 wurde anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Endes des Dreißigjährigen Krieges eine Eiche in der Dorfmitte gepflanzt.

Seit 1864 wird der Ort Dänischenhagen genannt.

Während des Ersten Weltkriegs und kurz danach verkehrte durch Kuhholzberg eine Eisenbahnlinie, die Gettorf mit Stohl verbunden hat. In der Nähe der Kreuzung Gettorfer Landstraße und Kuhholzberger Weg ist heute noch ein Teil des Bahndamms zu erkennen.

Im Mai 2021 wurde Dänischenhagen zu einem der Schauplätze des Dreifachmords in Dänischenhagen und Kiel.

1876 wurde die Gemeinde (der Gemeindebezirk) Dänischenhagen gegründet.Archivgemeinschaft Gettorf Von 1889 bis zum 30. September 1928 bildeten die Gemeinden Dänischenhagen, Eckhof, Schilksee und Uhlenhorst den Amtsbezirk Eckhof. Vom 1. Oktober 1928 bis 30. November 1934 gehörte Dänischenhagen zusammen mit Alt-Bülk, Neu-Bülk, Eckhof, Kaltenhof und Uhlenhorst zur Gemeinde Schilksee. Vom 1. Oktober 1928 bis 30. April 1930 bildete diese Großgemeinde Schilksee alleine den Amtsbezirk Eckhof. Vom 1. Mai 1930 bis 30. November 1934 bildeten die Gemeinden Schilksee und Klausdorf bzw. Altenholz das Amt Schilksee. Seit 1. Dezember 1934 ist Dänischenhagen eine eigene Gemeinde. Vom 1. Dezember 1934 bis 1947 bildeten die Gemeinden Schilksee, Altenholz und Dänischenhagen das Amt Schilksee. Von 1947 bis 1963 bildeten die Gemeinden Dänischenhagen, Altenholz und Strande das Amt Dänischenhagen. Von 1963 bis 1970 bildeten die Gemeinden Dänischenhagen und Strande das Amt Dänischenhagen. Seit 1970 bilden die Gemeinden Dänischenhagen, Noer, Strande und Schwedeneck das Amt Dänischenhagen.

Bevölkerungsentwicklung Die Bevölkerung der heutigen Gemeinde Dänischenhagen entwickelte sich wie folgt: Am 25. Juli 1876 waren es 1547 Einwohner, aufgeteilt auf 622 in der damaligen Gemeinde Dänischenhagen, 706 im Gutsbezirk Kaltenhof, 101 im Gutsbezirk Uhlenhorst und 118 im Gutsbezirk Eckhof. 1906 waren es etwa ebenso viele Einwohner. Im damaligen Gemeindegebiet Dänischenhagen waren 605 Einwohner in 65 Haushalten.Topographie des Herzogtums Schleswig, Henning Oldekop, 1906, Stochwort Dänischenhagen Am 1. Dezember 1910 waren es 1393 Einwohner, aufgeteilt auf 720 in der damaligen Gemeinde Dänischenhagen, 456 im Gutsbezirk Kaltenhof, 72 im Gutsbezirk Uhlenhorst und 170 im Gutsbezirk Eckhof. 1925 waren es 1420 Einwohner, aufgeteilt auf 609 in der damaligen Gemeinde Dänischenhagen, 506 im Gutsbezirk Kaltenhof, 76 im Gutsbezirk Uhlenhorst und 229 im Gutsbezirk Eckhof. 1939 waren es 994 Einwohner.Gemeinde Dänischenhagen, 111 Jahre, Seite 11 Die vergleichsweise niedrige Zahl ergibt sich durch die Auflösung der Gutsbezirke und einen Neuzuschnitt des Gemeindegebiets. Teile des Gutsbezirks Eckhof und Dänischenhagen gehörten jetzt zu anderen Gemeinden. 1946 waren es 2248 Einwohner.Gemeinde Dänischenhagen, 111 Jahre, Seite 14 Die vergleichsweise hohe Zahl kommt durch eine große Anzahl von Flüchtlingen zustande. 1956 waren es 1702 Einwohner. Von nun an sind alle Zahlen direkt miteinander vergleichbar, da keine besonderen Ereignisse mehr auftraten und das Gemeindegebiet gleich geblieben ist. 1961 waren es 1543 Einwohner. 1970 waren es 1741 Einwohner. 1972 waren es 1862 Einwohner. 1973 waren es 1891 Einwohner. 1974 waren es 1887 Einwohner. 1. Januar 1975 1886 Einwohner. 1. Januar 1976 1928 Einwohner. 1. Januar 1987 2670 Einwohner in 1022 Haushalten.Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987, Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein 1. Januar 2004 3425 Einwohner 1. Januar 2005 3393 Einwohner 1. Januar 2006 3440 Einwohner 1. Januar 2007 3514 Einwohner 1. Januar 2008 3572 Einwohner 1. Januar 2009 3647 Einwohner

Verwaltungszugehörigkeit des Ortes Dänischenhagen

Zeit 1. Verwaltungsebene 2. Verwaltungsebene 3. Verwaltungsebene 4. Verwaltungsebene Höchste Verwaltungsebenen ab 1803 verschiedene Güter Dänischwohlder Güterdistrikt Amt Hütten Herzogtum Schleswig Dänischer Gesamtstaat ab 1853 Eckernförder Harde Dänischer Gesamtstaat ab 1864 Kondominium von Preußen und Österreich ab 1867 Gutsbezirk Eckhof - Kreis Eckernförde Provinz Schleswig-Holstein Königreich Preußen ab 1871 Deutsches KaiserreichBundesstaat Königreich Preußen ab 1876 Gemeinde Dänischenhagen ab 1889 Amtsbezirk Eckhof ab 1918 Weimarer RepublikFreistaat Preußen ab 1928 Gemeinde Schilksee ab 1930 Amt Schilksee ab 1933 Deutsches Reich ab 1934 Gemeinde Dänischenhagen ab 1945 Besatzungszeit ab 1946 Bundesland Schleswig-Holstein ab 1947 Amt Dänischenhagen ab 1949 Bundesrepublik Deutschland ab 1970 Kreis Rendsburg-Eckernförde

Der Amtsbezirk Eckhof bestand bis 1928 aus den Gemeinden Dänischenhagen und Schilksee, sowie den Gutsbezirken Eckhof und Uhlenhorst, danach ausschließlich aus der Gemeinde Schilksee. Das Amt Schilksee bestand bis 1934 aus den Gemeinden Schilksee und Altenholz-Klausdorf, danach aus den Gemeinden Dänischenhagen, Altenholz, Schilksee und Strande. Das Amt Dänischenhagen bestand bis 1963 aus den Gemeinden Dänischenhagen, Altenholz und Strande. Von 1963 bis 1970 aus den Gemeinden Dänischenhagen und Strande. Seit 1970 aus den Gemeinden Dänischenhagen, Noer, Strande und Schwedeneck.

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung in Dänischenhagen hat 17 Sitze. Seit der Kommunalwahl 2018 hat die CDU fünf Sitze, die SPD fünf und die WIR sieben Sitze. Bürgermeister war Horst Mattig (SPD) bis zum 25. August 2022. Seit dem 25. August 2022 ist Olaf Kühl (WIR) Bürgermeister und stellvertretender Bürgermeister ist Christian Seifert (CDU).

Jahrder Wahl Bürgermeister Sitzverteilung Name Partei CDU SPD FDP WIRGrüne 1983 Wolfgang Steffen CDU 1988 1993 1998 Horst Mattig SPD 2003 Wolfgang Steffen CDU 11 6 2008 7 6 4 2013 7 5 5 2018 Horst Mattig SPD 5 5 72022Olaf KühlWIR20235395 Anzahl der Sitze > 17!

Wappen Blasonierung: „In Rot eine blaue, beiderseits mit einem silbernen Seil bordierte blaue Spitze, die mit dem wachsenden silbernen Kirchturm der Dänischenhagener Kirche belegt ist. Im vorderen Obereck drei fächerförmig gestellte silberne Eichenblätter, im hinteren ein silberner Mühlenstein.“[ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]

Der Kirchturm in der Mitte des Wappens ist Hinweis auf die aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammende Kirche in Dänischenhagen. Das Eichenblatt oben links ist Hinweis auf die über 100 Jahre alte Dorfeiche in Dänischenhagen. Der Mühlstein oben rechts ist Hinweis auf die Bedeutung der Mühlenbetriebe und der Landwirtschaft, Dänischenhagen hatte mehrere Windmühlen, eine Wassermühle und eine Rossmühle. Die zur Teilung verwendeten Taue sind Hinweis auf den ausgestorbenen Beruf des Reepschlägers, wonach in Dänischenhagen auch die Straße „Reepschlägergang“ benannt ist, einer der letzten Reepschläger hat hier seinen Beruf ausgeführt.kiek in, Ausgabe 23, 2000, Seite 11

Städtepartnerschaften mini|Partnerschaftsschild Ferdinandshof (Mecklenburg-Vorpommern)

Verwaltung Die Gemeinde Dänischenhagen ist Sitz des sie kommunal verwaltenden gleichnamigen Amtes.

Gasthöfe und Sehenswürdigkeiten Die zwei Gasthöfe des Ortes „Zur Linde“ und „Zur Eiche“, beide an der Dorfstraße liegend, haben eine lange Tradition. Dies waren die Gasthöfe der umliegenden Gutshöfe. Nach dem Besuch des Gottesdienstes im Kirchspiel Dänischenhagen konnte man sich jeweils in „seinen“ Gasthof zurückziehen.

Gasthof „Zur Linde“ mini|Zur Linde Der Gasthof 'Zur Linde' in Dänischenhagen war früher der Ausspann und Krug des Gutes Bülck, das bis 1665 zum Gut Knoop gehörte. Wulf von Buchwald hatte Bülck von seinem Vater Friedrich von Buchwald zur Hochzeit erhalten und war bis zu seinem Tode 1687 der Besitzer. Damals war Michael Möller Krüger in der Linde.

Nach 1700 gab es einen neuen Krüger: Detlef Lorentz, verheiratet mit Christiana Papen; später übernahm deren Sohn Joachim die Linde. Nachfolger war Claus Christian Selmer bis 1738 und in den nächsten zwei Jahren Claus Kusau. Nachdem der Bülcker Krug 1741 in Eckhofer Besitz überging, wurde die Witwe Anna Elsebe Lorentz neue Krügerin.

Seit 1802 gehörte der Krug zum Gut Seekamp und wurde von Johann Leeck bewohnt. Im Jahre 1892 wird der Gasthof Zur Linde von der Witwe Stoll bewirtschaftet. Besitzer des Gasthofes ist um 1900 die Familie Schmüser; E. Tank übernahm den Gasthof um 1910. Ab 1934 ist die Familie Bierbahs der Eigentümer.

Pächter und Gastwirt der Linde ist seit 1978 der Koch und Konditor Wilhelm Beisel.Zur Linde, archiv.sh

Gasthof „Zur Eiche“ mini|Zur Eiche