Die Liste der Stolpersteine im Landkreis und in der Stadt Gotha enthält alle bekannten Stolpersteine im besagten Gebiet.
Verschiedene Betroffene waren das Ziel der Polenaktion: Polenaktion bezeichnet die Ende Oktober 1938 kurzfristig durchgeführte Abschiebung von bis zu 17.000 jüdischen Polen aus dem Deutschen Reich. Die Ausweisung erfolgte gewaltsam und kam für die Betroffenen völlig überraschend. Herschel Grynszpan, dessen Eltern betroffen waren, schoss deswegen am 7. November in Paris auf den deutschen Botschaftsmitarbeiter Ernst vom Rath, der am 9. November verstarb, was wiederum Anlass für die Novemberpogrome 1938 war.
Landkreis Gotha
Bad Tabarz Bild Adresse Verlegedatum Inschrift Kurzvita/Anmerkungen Link 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q43675026 Lauchagrundstraße 13 rowspan="3" "Stolperstein in Tabarz verlegt" in Thüringer Allgemeine (10. Mai 2013) Theodor Neubauer (* 1890 in Ermschwerd; † 1945 in Brandenburg an der Havel) 1913 Promotion (Dr. phil.), Lehrer, Teilnahme am I. Weltkrieg, 1917 Mitglied der USPD, 1920 Mitglied der KPD, 1921–1927 MdL Thüringen, seit 1923 thür. Staatsrat, 1924–1933 MdR (KPD), 1933 Chefredakteur der Düsseldorfer „Freiheit“, 1933 verhaftet, 1933–1939 in den Konzentrationslagern Columbia-Haus, Lichtenburg und Buchenwald interniert, seit 1939 in Tabarz (Thüringen), Aufbau einer Widerstandsgruppe in Mitteldeutschland, 1944 erneut verhaftet, 1945 vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und hingerichtetAkten der Reichskanzlei der weimarer Republik auf "bundesarchiv.de" Weblink zum Gedenken an Th. Neubauer am 3. Februar 2015
Friedrichroda Bild Name Ort, Adresse Geburts- datum/ort Inschrift Kurzvita 150px Dr. Kowalek-Cohn, Leonie Friedrichroda, Finsterberger Weg 5 1892 HIER WOHNTE DR. SARAH-LEONIE KOWALEK-COHN JG. 1892 MEDIZINISCHE BEHANDLUNG VERWEIGERT TOT 7.2.1942 KRANKENHAUS ERFURT Die jüdische Ärztin Leonie Kowalek-Cohn betrieb in Friedrichroda, Am Gottlob 7 (heute Finsterberger Weg 5) ein Sanatorium und war den Schikanen der Naziherrschaft ausgesetzt. 1939 wurde ihr gegenüber eine Sicherheitsanordnung in Vorbereitung einer Deportation ausgesprochen. In Folge einer Erkrankung verstarb sie am 7. Februar 1942 im städtischen Krankenhaus Erfurt. 150px Kahn, Walter Max Friedrichroda, Rosenau 8 1911 HIER WOHNTE WALTER MAX KAHN JG. 1911 FLUCHT HOLLAND INTERNIERT WESTERBORK DEPORTIERT 1942 AUSCHWITZ ERMORDET 2.9.1942 150px Kahn, Ernst 1878 HIER WOHNTE ERNST KAHN JG. 1878 GEDEMÜTIGT/ENTRECHTET TOT 17.11.1938 150px Kahn, Maria 1881 HIER WOHNTE MARIA KAHN GEB. WOLFF JG. 1881 FLUCHT 1939 HOLLAND TOT 1939 150px Kahn, Werner 1918 HIER WOHNTE WERNER KAHN JG. 1918 ‘SCHUTZHAFT’ 1938 BUCHENWALD FLUCHT 1939 HOLLAND VERHAFTET DEPORTIERT MAUTHAUSEN ERMORDET 17.9.1941 150px Kahn, Richard 1908 HIER WOHNTE RICHARD KAHN JG. 1908 FLUCHT HOLLAND INTERNIERT WESTERBORK DEPORTIERT AUSCHWITZ ERMORDET 20.2.1944 150px Kahn, Ruth 1940 HIER WOHNTE RUTH KAHN JG. 1940 INTERNIERT WESTERBORK DEPORTIERT AUSCHWITZ ERMORDET 24.9.1943 150px Kahn-Hermann, Klara 1910 HIER WOHNTE KLARA KAHN-HERMANN JG. 1910 FLUCHT HOLLAND INTERNIERT WESTERBORK DEPORTIERT AUSCHWITZ ERMORDET 24.9.1943 150px Misch, Helene Friedrichroda, Schreibersweg 3 1894 HIER WOHNTE HELENE MISCH JG. 1894 FLUCHT 1939 CHILE 150px Pfeffer, Bettina 1877 HIER WOHNTE BETTINA PFEFFER VERH. BRENNER JG. 1877 FLUCHT 1939 CHILE 150px Pfeffer, Rosa 1851 HIER WOHNTE ROSA PFEFFER GEB. BIELSKI JG. 1851 FLUCHT 1939 CHILE TOT 28.7.1939 150px Schubert, Margarete Friedrichroda, Wilhelmstr. 1 geb. Zweig Breslau HIER WOHNTE MARGARETE SCHUBERT GEB. ZWEIG JG. 1881 DEPORTIERT 1944 THERESIENSTADT ÜBERlEBT † 24. Oktober 1946 in Friedrichroda; Ehemann Nichtjude, Hotelbesitzer, verzog Ende der zwanziger Jahre nach Friedrichroda und erwarb ein Hotel, nach Erkrankung des Ehemanns und Einweisung in ein Pflegeheim verkaufte sie im September 1933 das Hotel, Verpflichtung zum Arbeitsdienst, Januar 1944 Deportation nach Theresienstadt mit Transport XVI/3-1, Ankunft am 12. Januar 1944 in Theresienstadt, überlebte, Rückkehr nach Friedrichroda
Ohrdruf Bild Name Ort, Adresse Geburts- datum/ort Inschrift Kurzvita Nussbaum, Sally 'Selig' Ohrdruf,Zur alten Ziegelei 1 HIER WOHNTE SALLY 'SELIG'NUSSBAUMJG. 1874FLUCHT 1939USA Nussbaum, Therese Ohrdruf,Zur alten Ziegelei 1 HIER WOHNTE THERESENUSSBAUMGEB. MEYERJG. 1873FLUCHT 1939USA Nussbaum, Ludwig Ohrdruf,Zur alten Ziegelei 1 HIER WOHNTE LUDWIGNUSSBAUMJG. 1904FLUCHT 1939SÜDAFRIKA
Verlegedatum: 14. März 2026.
Waltershausen Bild Name Ort, Adresse Geburts- datum/ort Inschrift Kurzvita 150px Nussbaum, Lilly Levy Waltershausen, Bremer Str. 1 Waltershausen HIER WOHNTE LILLY LEVY NUSSBAUM JG. 1899 ? ? ? Lilly Levy lebte bis Mitte 1942 in einer Heil- und Pflegeanstalt in Bendorf-Sayn bei Koblenz. Von dort wurde sie wahrscheinlich nach Sobibor deportiert. Sie wurde für tot erklärt und als Todesdatum wurde der 8. Mai 1945 festgelegt. 150px Levy, Wolfgang Waltershausen, Bremer Str. 1 1932 Waltershausen HIER WOHNTE WOLFGANG LEVY JG. 1932 DEPORTIERT 1942 AUSCHWITZ ERMORDET 1944 Der Stolperstein wurde am 13. März 2018 verlegt. 150px Linz, Leopold Waltershausen, Bremer Str. 1 1897 Hildesheim HIER WOHNTE LEOPOLD LINZ JG. 1897 ‘SCHUTZHAFT’ 1938 BUCHENWALD FLUCHT 1939 USA Am 8. Januar 1897 in Hildesheim geboren, verheiratet mit Rita Linz. Er starb am 14. Oktober 1972 in LaGrange, Troup County, Georgia, USA. Der Stolperstein wurde am 18. Februar 2020 verlegt.Stolpersteine zur Erinnerung im Kreis Gotha In: thueringer-allgemeine.de, 14. Februar 2020, abgerufen am 18. Februar 2020. 150px Linz, Rita Waltershausen, Bremer Str. 1 1904 Waltershausen HIER WOHNTE RITA LINZ GEB. NUSSBAUM JG. 1904 FLUCHT 1939 USA Am 26. Januar 1904 in Waltershausen geboren, verheiratet mit Leopold Linz. Sie starb am 10. November 1990 in LaGrange, Georgia in den USA. Der Stolperstein wurde am 18. Februar 2020 verlegt. 150px Reinmann, Irmgard Waltershausen, Bremer Str. 2 1923 HIER WOHNTE IRMGARD REINMANN JG. 1923 JUGEND-ALIJAH 1937 PALÄSTINA ÜBERLEBT Siehe auch: Kinder- und Jugend-Alijah 150px Reinmann, Edith Waltershausen, Bremer Str. 2 1922 HIER WOHNTE EDITH REINMANN JG. 1922 JUGEND-ALIJAH 1937 PALÄSTINA ÜBERLEBT Siehe auch: Kinder- und Jugend-Alijah 150px Weinstein, Fritz Waltershausen, Bremer Str. 2 1862 HIER WOHNTE FRITZ WEINSTEIN JG. 1862 DEPORTIERT 1942 THERESIENSTADT ERMORDET IN TREBLINKA 150px Schoch, Toni Waltershausen, Gutzkowstr. 4 geb. Breslauer Fraustadt HIER WOHNTE TONI SCHOCH GEB. BRESLAUER JG. 1884 INHAFTIERT 1941 DEPORTIERT 1944 THERESIENSTADT ÜBERLEBT Arbeiterin, verheiratet mit Otto Schoch, Nichtjude, am 4. Juni 1909 Übertritt zum evangelischen Glauben, März 1922 Scheidung, 1941 Anklage wegen Nichtführung des Vornamens Sara, Inhaftierung vom 2. Dezember 1941 bis 23. Dezember 1941, Deportation nach Theresienstadt am 12. Januar 1944 mit Transport XVI/3-18, überlebte, nach 1945 wohnhaft in Gotha und Eisenach. 150px Felstyner, Klara (Chaia) Waltershausen, Quergasse 2 Czernowitz HIER WOHNTE KLARA ‘CHAIA’ FELSTYNER GEB. BINDER JG. 1881 AUSGEWIESEN 1938 NACH POLEN TOT 1940 IM GHETTO WARSCHAU
Gotha