Gert Wiedenhofen (* 16. Dezember 1927 in Düsseldorf; † 19. Februar 2001, abgerufen am 8. Oktober 2023; Gert Wiedenhofen in der Synchrondatenbank von Arne Kaul, abgerufen am 11. Februar 2012; Geburtsdaten gemäß Eintrag in der Synchronkartei. in Münchenspencerhilldb) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.
Leben Der Sohn eines Rechtsanwalts studierte in den frühen Nachkriegsjahren Jura und Theaterwissenschaft an der Universität zu Köln. Seine künstlerische Ausbildung erhielt Wiedenhofen in Hamburg bei Eduard Marks an der Staatlichen Schauspielschule und in Wien bei Helene Thimig am Max Reinhardt Seminar. Seinen Bühneneinstand gab er 1952 an Frankfurts Theater am Roßmarkt. Es folgten Verpflichtungen in Baden-Baden, München sowie am Theater am Kurfürstendamm in Berlin.
Ein breites Betätigungsfeld fand er als Schauspieler in Film und Fernsehproduktionen. Er spielte in der Dieter-Hallervorden-Komödie Ach du lieber Harry, in der Komödie Die Oma ist tot mit Hape Kerkeling, in der Simmel-Verfilmung Engel, die ihre Flügel verbrennen, in Wolfgang Staudtes Drama Satan ist auf Gottes Seite, aber auch in anspruchslosen Produktionen wie Schulmädchen-Report. 11. Teil: Probieren geht über Studieren. Daneben übernahm er zahlreiche Gastrollen in Fernsehserien wie Anwalt Abel, Derrick, Die Hausmeisterin, Der Fahnder und Polizeiinspektion 1.
Außerdem arbeitete Wiedenhofen umfangreich als Sprecher für Hörspiel und Synchron.
Filmografie (Auswahl) 1953: Die Nacht ohne Moral 1953: Im Krug zum grünen Kranze (Die 5 Karnickel) 1955: Der Frontgockel 1956: Durch die Wälder, durch die Auen 1956: Zwei Bayern in St. Pauli 1958: Zwei Matrosen auf der Alm 1958: Majestät auf Abwegen 1958: Piefke, der Schrecken der Kompanie 1958: Nick Knattertons Abenteuer 1960: Das Rätsel der grünen Spinne 1963: Der Fall Rohrbach (Fernsehdreiteiler, 1 Folge) 1963: Scotland Yard jagt Dr. Mabuse 1965: Tatort 1965: Der Nachtkurier meldet – Der Mann, der nie aufgab 1967: Geheimauftrag K (Assignment K) 1967: Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger – Eine „diplomatische“ Lösung 1968: Komm nur, mein liebstes Vögelein 1969: Engelchen macht weiter – hoppe, hoppe Reiter 1969: Warum hab’ ich bloß 2x ja gesagt? 1970: Engel, die ihre Flügel verbrennen 1970: Ohrfeigen 1972: Hauptsache Ferien 1974: Zwei himmlische Dickschädel 1977: Schulmädchen-Report. 11. Teil: Probieren geht über Studieren 1977: Die Vertreibung aus dem Paradies 1978: Paul kommt zurück 1978: Jauche und Levkojen 1981: Ach du lieber Harry 1983: Die Heartbreakers 1983: Satan ist auf Gottes Seite 1983: Unser Mann vom Südpol 1987: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge 24, Episode: „Der letzte Auftritt“) 1988: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge 30, Episode: „Was Simon sagt“) 1990: Der Alte – Der Nachfolger 1992: Rosen für Afrika 1995: Tödliche Hochzeit 1997: Die Oma ist tot 1997: Muttertag 1997: Hotel Mama – Die Rückkehr der Kinder
Hörspiele (Auswahl) 1954: Zehn Jahre zu alt – Regie: Gert Westphal (SWF) 1955: Die Zerstörung von Slawasch – Regie: Fritz Schröder-Jahn (SWF) 1955: Der trojanische Krieg findet nicht statt – Regie: Gert Westphal (SWF) 1955: Der blaue Strohhut – Regie: Gerd Beermann (SWF) 1955: Kritische Ereignisse im Staate Pelargonien – Regie: Ludwig Cremer (SWF) 1955: Der Fall Pinedus – Regie: Ludwig Cremer 1989: TransFormers – Die Weltraumbrücke, Karussell.
Synchronrollen (Auswahl) Filme 1986: Jack Angel in Transformers – Der Film als Astrotrain 1990: Steve Buscemi in King of New York – König zwischen Tag und Nacht als Test Tube 1994: Roger Lloyd–Pack in Interview mit einem Vampir als Pianolehrer 1995: Peter Boretski in Das Ende aller Träume als Großvater 1995: Anthony Daniels in Indiana Jones und der rote Baron als Francois 1999: Brian Doyle–Murray in Stuart Little als Cousin Edgar Little
Serien 1989: Jack Angel in Transformers als Astrotrain 1989–1992: Frank Welker in Transformers als Galvatron 1997: Eiji Maruyama in Sailor Moon als Der Erleuchtete/Phantom der Macht 1997–1998: Tomomichi Nishimura in Sailor Moon als Reis Großvater (3. Stimme) 1999: Jon Lovitz in NewsRadio als Max Lewis
Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 1106. Who is Who in Foto, Film & TV, Zürich: Verlag für Prominentenenzyklopädien 1979, S. 322.
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Anmerkungen
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