mini|hochkant|Aenne Franz (2020) Aenne Franz, geb. Mathonet (* 21. Oktober 1923 in Solingen; † 7. April 2023 ebenda), war eine deutsche Mundartschriftstellerin.

Leben Aenne Franz stammte aus einer sozialdemokratischen Familie. Ihr Vater war ab 1919 in der SPD. Sie absolvierte während der NS-Zeit ihren Reichsarbeitsdienst in Thüringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute sie ab 1947 in Solingen sowohl die Sozialdemokratische Partei Deutschlands als auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) wieder mit auf.Ehrung: Aenne Franz ist 70 Jahre SPD-Mitglied, Solinger Tageblatt, 4. November 2018 1949 war sie mit Karl Schröder an der Organisation der Reichskonferenz der AWO in Solingen beteiligt., awo-nr.de, 2. November 2009 Ab 1967 war sie in der Mundartgruppe „De Hangkgeschmedden“ aktiv, viele Jahre als deren „Baas“ (Chef)., Stadtarchiv Solingen Von ihr verfasste Gedichte und Geschichten wurden im Solinger Tageblatt sowie in vier Anthologien im Verlag B. Boll veröffentlicht. Auch war sie beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) als Mundartsprecherin tätig. Sie leitete 1983 die Gruppe Rheinischer Mundartschriftsteller Bergisches Land als Regionalgruppe in der Gruppe Rheinischer Mundartschriftsteller.Deutscher Kulturrat, Fördergesellschaft für Kulturelle Bildung (Hrsg.): Das Literaturbuch: literarisches Leben in der Bundesrepublik Deutschland. Nomos, 1993 (S. 563) Große Teile ihrer Sammlung mit Mundarttexten, auch historischen, überließ sie dem Stadtarchiv Solingen.

Im Jahr 1991 erhielten De Hangkgeschmedden den Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden für die Verdienste um die Pflege der Solinger Mundart. 2012 erhielt Aenne Franz eine Ehrung für die 65-jährige Zugehörigkeit zur SPD,, spd-solingen.de, 10. November 2012 2018 folgte eine weitere für ihre 70-jährige Mitgliedschaft. Anfang 2013 trat sie als Revisorin der AWO zurück und erhielt zum Dank das „Offene Herz“, das Symbol der AWO, das von der Jugendhilfe-Werkstatt als Metallkunstwerk gestaltet worden war.Solingen: Das Ende einer Ära bei der Arbeiterwohlfahrt, rp-online.de, 14. Januar 2013

Von 1951 bis 1980 war Aenne Franz mit dem Kaufmann Ernst Franz verheiratet. Die gemeinsame Tochter ist die Journalistin Renate Franz.Schriftstellerin: Aenne Franz präsentiert ihre Biografie, solinger-tageblatt.de, 20. Dezember 2016 Aenne Franz starb am 7. April 2023 im Alter von 99 Jahren.Solinger Morgenpost, 13. April 2023.

Werke Über mehrere Jahrzehnte hinweg erschienen ihre Gedichte unter anderem in den Anthologien der Solinger Mundartschriftstellergruppe HangkgeschmeddenReihe Poesie und Prosa in Solinger Mundart. Arbeiten der Solinger Mundartschriftstellergruppe „De Hangkgeschmedden“. Hrsgg. von der Stadt Solingen. Vlg. Boll, Solingen.: Hangkgeschmedt, 1974, : Der psychologische Vogel (S. 104) Owendlied (S. 107) Manengk (S. 151) 4. November 1944 (S. 168) Aprel (S. 196) De Franzus hat reiht (S. 237)

Scharp geschliepen, 1980, : Mott dat sinn (S. 41) Am Rusenmongad! (S. 41) Wat seßte nu? (S. 136) Nit te ängern (S. 137) Su wierd men Konschaft quitt (S. 138) Die Utred (S. 139) Der Kosename (S. 172) Schwiegen es Gould (S. 173) Ouch en Aandenken (S. 174) Nerven (S. 178)

Met on ohne Schröm, 1987,: Ganz eifach (S. 51) Aktiun Kappes (S. 53) Hochtietsdag em Keller (S. 56) Baul nen Krimi (S. 59) Husfrauenleid (S. 61)

40 Johr De Hangkgeschmedden, 1991, : Möngsten on de Riesenbröck (S. 112) War sall dat? (S. 114) Fachlütt (S. 115) Vaselwer Müß (S. 118) Es dat astängdeg (S. 119) Chreßowend (S. 120) Der ierschte Mensch (S. 123)

Außerdem:

Weblinks

Website der „Hangkgeschmedden“ Eintrag im Katalog Kallías des Deutschen Literaturarchivs Marbach Mit 83 der älteste Alligators-Fan auf rp-online.de vom 17. August 2007

Einzelnachweise

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