Der Helixnebel (auch NGC 7293 oder Auge Gottes) ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann mit einer Helligkeit von 6,30 mag und einem scheinbaren Durchmesser von 16 × 28 Winkelminuten. Er wurde im Jahr 1823 von dem deutschen Astronomen Karl Ludwig Harding entdeckt.

Der Helixnebel ist mit einer Entfernung von etwa 650 Lichtjahren einer der nächsten planetarischen Nebel und damit einer der mit dem größten scheinbaren Durchmesser. Daher können in seiner Hülle auch Details der Gasstruktur aufgelöst werden.

Mit dem Hubble-Teleskop war es 1996 sogar erstmals möglich, Knoten in der Hülle aufzunehmen, die vorher unbekannt waren und neue Rückschlüsse auf die Entstehung planetarischer Nebel erlaubten. Zudem konnte das Alter des Nebels anhand Expansionsgeschwindigkeit von 31 km/s zurückgerechnet und auf etwa 10.000 Jahre bestimmt werden. Sie warfen aber auch neue Fragen auf. So ist nicht klar, ob die Knoten-Keime während des Auswurfs der Hülle entstanden oder ob sie von Aktivität des Sterns vor dem Auswurf stammen. Auch ist umstritten, ob die Knoten hydrodynamische Strukturen sind (d. h. durch Instabilitäten erzeugt) oder ob sie durch Photoionisation des Gases durch den Weißen Zwerg im Zentrum entstehen.

Der Nebel wird auch als Auge Gottes bezeichnet, insbesondere seit nach der Veröffentlichung einer Hubble-Aufnahme des Nebels 2003 sich im Internet das Gerücht verbreitete, dass die Aufnahme des Nebels ein Ereignis zeigte, das nur alle 3000 Jahre auftrete.Florian Rötzer: Der Helixnebel oder das Auge Gottes, in: Telepolis, 26. Mai 2009 (abgerufen am 17. Mai 2014).

Literatur König, Michael & Binnewies, Stefan: Bildatlas der Sternhaufen & Nebel. Stuttgart: Kosmos 2023, S. 240.

Weblinks

Spitzer Space Telescope SEDS The Eye of God, Eintrag zum Gerücht, das den Namen Auge Gottes erzeugte. Spektrum.de: Amateuraufnahmen spektrum.despektrum.despektrum.de

Einzelnachweise

Kategorie:Individueller astronomischer Nebel Kategorie:Nebel (Astronomie) im Caldwell-Katalog