mini|Haag an der Amper mit Pfarrkirche St. Laurentius mini|Am Dorfplatz
Haag an der Amper (amtlich: Haag a.d.Amper) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising.
Geographie mini|Haag an der Amper von Süden Es gibt 16 Gemeindeteile:
Pfarrdörfer Haag an der Amper Inkofen Kirchdörfer Obermarchenbach Untermarchenbach Dörfer Seeberg Weiler Hausmehring Mittermarchenbach Plörnbach Weihrinnen Einöden Haun Holzhäusl Seer Sollern Unterschwaig Wälschbuch Wörlhof
Geschichte Bis zum 19. Jahrhundert Im Jahr 804 wurde der Ort erstmals erwähnt. Die geschlossene Hofmark Haag war lange Zeit im Besitz der Freiherren Schenk von Stauffenberg. Franz Graf von Lodron heiratete 1632 Maria von Flitzing, verwitwete von Stauffenberg. Sie besaß einige Hofmarken nördlich von Freising, die Edelsitze Triftern, Obertürken und Haus- und Grundbesitz in Landshut, die so in den Besitz der Lodrons kamen. Das Schloss wurde im dritten Viertel des 17. Jahrhunderts neu errichtet. Die Hofmark wurde um 1819 in ein Patrimonialgericht umgewandelt. Als durch die Cholera 1836 mehrere Familienmitglieder starben, erlosch die bayerische Linie der Lodron. 1848 wurde das Patrimonialgericht aufgelöst. Haag a.d.Amper wurde eine selbständige politische Gemeinde. 1854 wurde das Schloss fast vollständig abgebrochen, der Rest 1997.
Eingemeindungen Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Inkofen eingegliedert. Am 1. Januar 1976 folgte die Eingemeindung von Plörnbach.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2173 auf 2960 um 787 Einwohner bzw. um 36,2 %.
Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Zolling.
Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und den Gemeinderatsmitgliedern. Die Kommunalwahlen 2002 bis 2020 führten zu den folgenden Sitzverteilungen der Gemeinderatsmitglieder.http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/index.phpGemeinderat Haag a.d.Amper, RIS der VG Zolling Partei / Wählergruppe 2002 2008 2014 2020 Unabhängige Bürger 7 9 9 9 Pro HaagDie seit der Kommunalwahl 1978 im Gemeinderat vertretene Gruppierung Wählergemeinschaft Gebietsreform 1975 trat im März 2014 als Pro Haag an. 7 5 5 Christlich-Soziale Union 5 Gesamt14141414
Nach Prozenten wurde folgendermaßen abgestimmt: Partei / Wählergruppe 2002 2008 2014 2020 Unabhängige Bürger 51,3 64,0 61,867,0 Pro Haag 48,7 36,0 38.2 Christlich-Soziale Union 33,0 Gesamt100100100100
Bürgermeister Anton Geier von den Unabhängigen Bürgern, der seit 2002 Erster Bürgermeister ist, wurde im März 2020 mit 66,3 % der Stimmen für seine vierte Amtszeit wiedergewählt. Sein Gegenkandidat Benedikt Flexeder von der Christlich-Sozialen Union erhielt 33,7 % der Stimmen.
Wappen
Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Inkofen im 18. Jahrhundert (Stich von Michael Wening) mini|Schloss Haag im 18. Jahrhundert (Stich von Michael Wening)
Pfarrkirche St. Laurentius: eine Barockkirche mit Werken des Münchner Hofmalers Christian Winck;Adolf Widmann: Pfarrkirche St. Laurentius in Haag an der Amper, eine ländliche Kirche mit „höfischem Charakter“. In: Amperland, 1982, S. 313–314 Schloss der Grafen La Rosée in Inkofen Schlossallee, der größte Biergarten außerhalb Münchens Reste des Schlossensembles von Schloss Haag
Sport Verein für Rasenspiele Haag a.d.Amper e. V. gegründet 1947 mit seinen Abteilungen Baseball, Beach-Volleyball, Dart, Fußball, Stockschützen, Tennis und Tischtennis. Skiclub Haag a.d.Amper e. V. gegründet 1997. Der Skiclub veranstaltet Skikurse vor allem für Kinder und Skifahrten. Ferner hat er die Abteilungen Volleyball und Handball für Kinder sowie regelmäßige Nordic Walking Treffs und Skigymnastik. Im Gemeindebereich sind mit den Graf-Lodron-Schützen e. V. Haag/Amper, den Schloßschützen e. V. Inkofen und der SG Marchenbach drei Schützenvereine angesiedelt, welche die Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole anbieten. Die Traditionsvereine veranstalten seit 2009 einmal im Jahr ein Gemeindepokalschießen.
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Durch Haag führt die Hallertauer Lokalbahn. Früher führte sie von Langenbach kommend nach Wolnzach und Mainburg; heute ist sie nur noch bis zum Kraftwerk Zolling wenige Kilometer westlich des Ortes für Werksverkehr in Betrieb. Ein ÖPNV-Anschluss besteht mit den MVV-Buslinien 603, 680 und 688.
Ansässige Unternehmen Wasserkraftwerk Haag (E.ON)
Bildung Marina-Thudichum-Grundschule Haag mit den Klassen 1 bis 4
Persönlichkeiten Karoline Hetzenecker (1822–1888), Opernsängerin Alois Greißl (1863–?), Landrat und Landtagsabgeordneter Marina Thudichum (1906–1990), Kinderbuchautorin Mascha Müller (* 1984), Schauspielerin, Regisseurin und Malerin
Literatur Rudolf Goerge: „Dem Wunderthättigen Hl. Creuz sey dankh gesagt“. Das Mirakelbuch der ehemaligen Wallfahrtskirche in Obermarchenbach. In: Amperland, 1981, S. 176–181.
Weblinks
Gemeinde Haag an der Amper
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Freising Kategorie:Ersterwähnung 804 Kategorie:Gemeindegründung 1848 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)