Hedda von Schmid (Name nach Eheschließung: Hedda von Riesemann; * in Pernau, Gouvernement Livland als Hedwig Amalie Hermine von Schmid; † 13. Januar 1921 in Berlin) war eine deutschbaltische Schriftstellerin.

Leben

Hedda von Schmid war die Tochter eines deutschbaltischen Zollbeamten. Sie lebte ab 1869 in Riga. 1873 wurde ihr Vater Theodor in die Kalmückensteppe bei Astrachan versetzt, wohin sie ihn begleitete. Erst 1879 kehrte Hedda von Schmid nach Livland zurück, um dort ihre Schulausbildung zu beenden. 1890 heiratete sie den Gutsbesitzer Arthur von Riesemann, mit dem sie auf dem Gut Sternberg nahe der estnischen Stadt Hapsal lebte. Zuletzt war sie in Berlin ansässig.

Hedda von Schmids literarisches Werk umfasst Romane, Erzählungen und Gedichte. Sie war Mitarbeiterin deutschbaltischer und Sankt Petersburger Zeitungen. Eine wichtige Rolle spielten in ihrem Werk sowohl ihre baltische Heimat als auch der mehrjährige Aufenthalt im Kalmückengebiet.

Werke

Am Astjärw, Riga 1889 Gedichte, Reval 1894 Nesthäkchen, Charlottenburg 1898 Endlich gefunden, Berlin 1900 Frau Herdanas Freier, Berlin [u. a.] 1911 Feuerzauber. Das lahme Lorchen, Berlin [u. a.] 1912 Irlick-Chan, der Steppenteufel, Berlin 1912 Wolgalieder, Berlin 1912 Die Tigerkatze. Hans im Glück, Berlin [u. a.] 1913 "Mit den Wellen treiben!", Berlin [u. a.] 1914 Das Inselschloß, Werdau i. Sa. 1914 (Oskar Meister Verlag, Werdau) Sonntagskinder, Berlin [u. a.] 1915 Ein Steppenkind, Berlin 1915 An der See, Dresden-A. 1916 Die Chronik von Wredenhagen, Berlin [u. a.] 1916 Die fünf Seemöven, Berlin 1916 Ihr Sohn, Dresden 1916 Logierbesuch, Dresden 1916 Traditionell, Dresden 1916 Um seines Kindes willen, Berlin [u. a.] 1916 Das heilige Erbe, Dresden 1917 Heimat, Leipzig 1917 Maßliebchen, Leipzig 1917 Das Spielkind, Berlin [u. a.] 1917 Die vier Profile, Leipzig 1917 Die Spitzen der Herzogin, Berlin 1918 Erste Liebe, Leipzig 1919 Die Filmprinzessin, Siegmar-Chemnitz 1919 Herzenskämpfe, Leipzig 1919 Ursula Lüdekamp, Berlin [u. a.] 1919 Versunkene Glocken, Dresden 1919 Hans Joachim, Werdau 1920 Die Hellbergs, Werdau 1920 Ihr Schwur, Leipzig [u. a.] 1920 Ein Liebestraum, Leipzig [u. a.] 1920 Aus gutem Hause, Leipzig [u. a.] 1921 Der Dohlenhof, Leipzig 1921 Haus Heidegg, Leipzig [u. a.] 1921 Ike Steenbachs Erbe, Berlin 1921 Frau Helga und ihre Kinder, Berlin 1922 Und du liebst mich doch, Leipzig [u. a.] 1922 Harriets Erlebnis, Leipzig 1923 Stellas Heimkehr, Berlin 1923 Frauenlos, Werdau i. Sa. 1925 Die wilden Junker von Jürgensberg, Werdau 1925

Literatur

Weblinks Kurzbiografie und Bibliografie bei der Uni Potsdam Sekundärliteratur bei der Uni Tartu

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