Stumm ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.
Geografie Geografische Lage Stumm liegt im mittleren Zillertal an der rechten Zillerseite, gegenüber von Kaltenbach, am Murkegel des Märzenbachs.
Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus einer einzigen Katastralgemeinde bzw. Ortschaft. Ortsteile sind: das Haufendorf Stumm, sowie Acham, Ahrnbach und März.
Nachbargemeinden Alle Nachbargemeinden liegen im Zillertal bzw. im Bezirk Schwaz.
Geschichte Hofnamen aus vorgermanischer Zeit bezeugen eine sehr alte Besiedlung. Im 8. Jahrhundert schenkte Herzog Tassilo III. von Bayern dem von ihm gegründeten Stift Herrenchiemsee einige Güter in Stumm und auf dem Stummerberg. Erstmals urkundlich erwähnt ist Stumm in den Jahren 1125–1129 als „Stumme“. Daraus entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte eine geschlossene Grundherrschaft, die „Hofmark Stumm“. 1556 verkaufte das Stift die Hofmark Stumm, die danach mehrmals den Besitzer wechselte. 1849 entstanden daraus die heutigen Gemeinden Stumm und Stummerberg.
Bevölkerungsentwicklung
mini|hochkant|Pfarrkirche mini|Schloss Stumm mini|hochkant|Antoniuskapelle
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke Die 1511 erbaute spätgotische Pfarrkirche zum Hl. Rupert wurde 1772 erweitert und im Inneren barockisiert. Das Schloss Stumm wurde anstelle des älteren Amtshauses der ehemaligen Hofmark um 1550 im Stil Tiroler Ansitze errichtet. Die Antoniuskapelle und die Ölbergkapelle gehören ebenfalls zu den denkmalgeschützten Objekten.
Wirtschaft und Infrastruktur Die Weiler um den Hauptort sind landwirtschaftlich geprägt, während es im Dorf eine Anzahl kleinere Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe gibt. Stumm ist auch eine zweisaisonale Tourismusgemeinde.
Bildung Die Mittelschule Stumm ist für den Sprengel Stumm, Kaltenbach, Ried und Stummerberg zuständig. Weiters gibt es eine Erwachsenenschule in Stumm.
Verkehr Stumm hat Anschluss an die Zillertalstraße B 169 und die Zillertalbahn mit den Haltestellen Angererbach-Ahrnbach und Kaltenbach-Stumm.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 13 Mandataren. Partei202220162010%Mandate%Mandate%Mandate Arbeiter, Angestellte, Gewerbetreibende und Pensionisten – Fritz Brandner30,37434,13516,702Liste l(i)ebenswertes Stumm20,023Gemeinsam für Stumm16,632FÜR STUMM – Liste Franz Kolb32,984 ÖVP Stumm und Parteiunabhängige Wirtschaft Arbeiter Bauern Jugend Senioren 1)29,08429,244 Stumm's aktive Zukunft18,532 ÖVP Stumm18,262 Arbeiter, Angestellte, Gewerbetreibende und Pensionisten – Die Bürgermeisterliste20,663 Namensliste Stumm Bauern, Arbeiter, Angestellte15,872 Regenbogen: Für Stumm7,471 Aktiv und jung für Stumm10,061 1) Die Partei trat 2010 mit dem Namen „ÖVP-Stumm und Parteiunabhängige“ an.
Bürgermeister Bürgermeister von Stumm ist Franz Kolb.
Wappen links|120px Blasonierung: „Im rechten roten Feld des gespaltenen Schildes der heilige Rupert in Silber mit goldenem Heiligenschein, in der rechten Hand den goldenen Bischofsstab und in der linken ein goldenes Salzgefäß haltend. Das linke Feld schrägrechts geteilt, oben in Gold ein steigender schwarzer Steinbock, unten in Schwarz zwei aufsteigende goldene Spitzen.“
Die Farben der Gemeindefahne sind Gelb-Rot.Landesgesetzblatt für Tirol Nr. 33/1995 S. 108 (PDF, 172 kB, abgerufen am 9. August 2014)
Im Jahr 1995 bekam Stumm als letzte Gemeinde Tirols ein Gemeindewappen verliehen. Es zeigt rechts mit dem hl. Rupert den Patron der Stummer Pfarrkirche. Die linke Hälfte geht auf das Wappen der Herren von Schidenhofen zurück, die seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert über 160 Jahre lang die Hofmark Stumm besaßen.Gemeinde Stumm: Stummer Wappen
Persönlichkeiten Ehrenbürger Alois Leitner (1932–2020), Pfarrer von Stumm 1972–2009Zillertaler Zeitung, abgerufen am 21. November 2020. Günther Glaser (1940–2018), Sprengelarzt Söhne und Töchter der Gemeinde Stephan Eberharter (* 1969), alpiner Skirennläufer, Ehrenbürger von Stumm Hansjörg Hofer (* 1952), Weihbischof und Generalvikar der Erzdiözese Salzburg, in Stumm geboren Peter Braunegger (* 1975), Naturbahnrodler
Weblinks
Website der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Kitzbüheler Alpen Kategorie:Ort am Ziller