Kaltenbach ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.

Geografie Kaltenbach liegt im mittleren Zillertal an der linken Seite des Ziller, gegenüber von Stumm, am Schuttkegel des Kaltenbachs. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort und weit verstreuten Bauernhöfen am Berghang.

Gemeindegliederung Kaltenbach besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde bzw. Ortschaft. Der ehemalige Ortschaftsname Emberg wurde auf Antrag der Gemeinde im Februar 2017 gelöscht.19. Verordnung der Landesregierung vom 7. Februar 2017 über die Genehmigung der Löschung des Ortschaftsnamens „Emberg“ in der Gemeinde Kaltenbach, abgerufen am 18. September 2017

Nachbargemeinden Alle vier Nachbargemeinden liegen im Bezirk Schwaz.

Geschichte Kaltenbach wird ersturkundlich in den Jahren 1165/69 als „Chaltenbach“ in einer Traditionsnotiz von Kloster Herrenchiemsee erwähnt. In der älteren regionalen Literatur, insbes. bei Otto Stolz: Geschichtskunde des Zillertales (= Schlern-Schriften. Band 63). Wagner, Innsbruck 1949, S. 21, wurde hierfür noch unkritisch eine Datierung „um 1150“ angesetzt. Der Name weist auf die seit dem 6. Jahrhundert einsetzende Besiedlung durch die Bajuwaren hin. Der Ried-, der Anger- und der Kaltenbach sowie der Ziller bedrohten dieses Gebiet immer wieder durch Vermurungen und Überschwemmungen, was lange Zeit keine Entwicklung des Orts durch Landwirtschaft möglich machte.

In Kaltenbach begann der Zillertaler Arzneimittelhandel durch „Ölträger“ im Jahr 1685,Michael Fritz: der bald bis in die Schweiz und nach Deutschland reichte. Von Kaltenbach ausgehend, entstanden weitere Produktionsstätten für heilkräftige Öle.

Eine wirtschaftlich touristische Belebung begann mit dem Bau von Skiliften in den 1960er (Emberglift) und Ende der 1970er Jahre (Bergbahnen Schizentrum Hochzillertal).

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Kapelle Mariä Heimsuchung

Gebäude Marienkapelle Wöscherkapelle Hubertuskapelle

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Empl Fahrzeugwerk Bedeutende Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft, der Tourismus (hier vor allem der Wintertourismus) und mehrere Gewerbe- und Industriebetriebe. Zu erwähnen sind das international tätige Empl Fahrzeugwerk GmbH mit der Fertigung von LKW-Spezialaufbauten und Feuerwehrfahrzeugen, das Fensterwerk der Firma Rieder GmbH & Co. KG und der Lebensmittelgroßhändler Braunegger KG.

Verkehr Kaltenbach ist über die Zillertalstraße B 169 und einen Bahnhof der Zillertalbahn angebunden. Außerdem kann von Kaltenbach aus auch der nördliche Endpunkt der Scheitelstrecke der Zillertaler Höhenstraße angefahren werden.

Tourismus Das Skigebiet Hochfügen-Hochzillertal ist von Kaltenbach aus mit der Bergbahn Skizentrum Hochzillertal erreichbar.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 13 Mandataren. Partei2022201620102004%Mandate%Mandate%Mandate%MandateBürgermeisterliste 1)49,78747,88660,9155,767Neue Liste Kaltenbach40,465FPÖ und unabhängige Kaltenbacher9,761Freie Bürgerliste Kaltenbach33,655Gemeindeliste Kaltenbach18,472Tiroler Volkspartei und Parteifreie für Kaltenbach39,09Für Kaltenbach44,246 1) Die Partei trat 2010 unter dem Namen „Bürgermeisterliste Klaus Gasteiger“ an.

Bürgermeister

Wappen links|60px Am 3. Februar 1976 wurde der Gemeinde Kaltenbach ein Gemeindewappen verliehen. Blasonierung: „Von Silber und Blau schrägrechts geteilt, oben ein halbes Mühlrad, unten drei schläglinke Wellenbalken in verwechselten Farben.“ Das Wappen erinnert an die früheren, zahlreichen Mühlen im Ort.

Partnergemeinden Partnergemeinden sind: Neusiedl an der Zaya (NÖ) Zahna-Elster (Sachsen-Anhalt)

Bilder

Persönlichkeiten Hans Jungwirth (1922–1993), Politiker Hans Mauracher (1885–1957), Bildhauer Georg Totschnig (1971), Radrennfahrer Harald Totschnig (* 1974), Radrennfahrer

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort am Ziller Kategorie:Tuxer Alpen Kategorie:Ersterwähnung 1150