mini|Katja Jung (2023). Foto: Joel Heyd Katja Jung (* 1968 in Bonn) ist eine deutsche Theaterschauspielerin.

Leben und künstlerische Karriere Katja Jung absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Während des Studiums trat sie in Gastrollen u. a. am Maxim Gorki Theater Berlin, am Theater Potsdam sowie am Hebbel-Theater in Berlin auf. Von 1996 bis 2006 hatte sie ein Engagement am Theater Basel, wo sie u. a. in den Stücken Das Leben ein Traum von Pedro Calderón de la Barca, Drei Mal Leben von Yasmina Reza und Ganze Tage, ganze Nächte von Xavier Durringer zu sehen war.

Bei den Salzburger Festspielen 2006 spielte sie in VIKTOR! Happiness is a warm gun nach Roger Vitrac in der Inszenierung von Barbara Weber. Für ihre Rolle in Jonas Hassen Khemiris Invasion! war Katja Jung im Jahr 2009 als beste Schauspielerin für den renommierten österreichischen Nestroy-Theaterpreis nominiert. Von 2007 bis 2015 war sie am Schauspielhaus Wien engagiert. 2015 wurde Jung zum zweiten Mal in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für den österreichischen Nestroy-Theaterpreis nominiert, 2012 für den Nestroy-Publikumspreis. Von 2015 bis 2019 war Katja Jung wiederum am Theater Basel engagiert, wo sie u. a. mit Robert Borgmann, Felicitas Brucker, Claudia Bauer, Robert Icke und Joe Hill Gibbins arbeitete. Seit der Spielzeit 2019 ist sie festes Ensemblemitglied am Residenztheater München.

Theater (Auswahl) Theater Basel 1998: Das Leben ein Traum. von Pedro Calderón de la Barca. Inszenierung: Jürgen Gosch 2000: Die Räuber. Von Friedrich Schiller. Inszenierung: Lars-Ole Walburg 2002: Seid nett zu Mr. Sloan. Von Joe Orton. Inszenierung: Michael Thalheimer 2002: Drei Mal Leben. Von Yasmina Reza. Inszenierung: Barbara Frey 2004: Freie Sicht aufs Mittelmeer, ein Straßenstück durch Basel. Inszenierung: Dani Levy 2004: Elling (als Reidun Nordsletten). Nach dem Roman "Blutsbrüder" von Ingvar Ambjørnsen. Inszenierung: Johannes Holmen Dahl 2006: Ganze Tage, ganze Nächte. Von Xavier Durringer: Inszenierung: Barbara Bürk 2015: Kinder der Sonne (als Melanija). Von Maxim Gorki. Inszenierung: Nora Schlocker 2016: Die Bacchen (als Agaue). Von Euripides in einer Bearbeitung von Roland Schimmelpfennig. Inszenierung: Robert Borgmann 2016: Heuschrecken. Von Biljana Srbljanović. Inszenierung: Miloš Lolić 2017: Idomeneus (Ensemble). Von Roland Schimmelpfennig. Inszenierung: Miloš Lolić 2018: Romulus der Große (als Zeno der Isaurier, Kaiser von Ostrom). Von Friedrich Dürrenmatt. Inszenierung: Franz-Xaver Mayr 2018: Tartuffe oder das Schwein der Weisen. Von PeterLicht nach Molière. Inszenierung: Claudia Bauer 2019: Hexenjagd (als Danforth, Stellvertreter des Gouverneurs). Von Arthur Miller. Inszenierung: Robert Icke

Schauspielhaus Wien 2007: Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft. Von Ewald Palmetshofer. Inszenierung: Felicitas Brucker (Eine Koproduktion mit den Wiener Wortstaetten) 2008: wohnen. unter glas. Von Ewald Palmetshofer. Inszenierung: Sebastian Schug 2008: Faust hat Hunger und verschluckt sich an einer Grete. Von Ewald Palmetshofer. Inszenierung: Felicitas Brucker 2009: Invasion. Von Jonas Hassen Khemiri, Inszenierung: Sebastian Schug 2012: Der Geizige. Nach Molières in einer Adaption von PeterLicht. Inszenierung: Bastian Kraft 2012: Der Seidene Schuh oder Das Schlimmste trifft nicht immer zu (als Gefallener Engel u. a.). Von Thomas Arzt, Jörg Albrecht, Anja Hilling und Tine Rahel Völcker nach Paul Claudel. Inszenierung: Gernot Grünewald / Mélanie Huber / Christine Eder / Pedro Martins Beja 2013: Körpergewicht 17 %. Von Ewald Palmetshofer. Inszenierung: Felicitas Brucker 2013: Luft aus Stein. Von Anne Habermehl. Inszenierung: Anne Habermehl 2014: Aller Tage Abend. Von Jenny Erpenbeck in einer Dramatisierung von Andreas Jungwirth und Felicitas Brucker. Inszenierung: Felicitas Brucker 2014: Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel. Von Theresia Walser. Inszenierung: Sebastian Schug 2015: Johnny Breitwieser (als Greta, sein Tod). Von Thomas Arzt und Jherek Bischoff (Komposition). Inszenierung: Alexander Charim

Trabrennbahn München Daglfing 2025: Start in 1 Minute. Mit Texten von Paula Kläy, Ovid u. a. Inszenierung: Anna Gesa-Raija Lappe

Residenztheater München (Bayerisches Staatsschauspiel) 2019: Sommergäste (als Marja Lwowna, Ärztin). Von Maxim Gorki Inszenierung: Joe Hill-Gibbins 2020: Der starke Stamm (als Balbina Puhlheller). Nach Marieluise Fleißer. Inszenierung: Julia Hölscher 2020: Resi ruft an (als siebenjähriges Mädchen in All das Schöne) 2020: Tagebuch eines geschlossenen Theaters #20. Text von Ewald Palmetshofer. Musik Katja Jung und Thomas Reisinger, Video: Jonas Alsleben in Zusammenarbeit mit Pia Händler und Max Rothbart 2021: Die Unerhörten – Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen. Mit Texten von u. a. Aischylos, Ingeborg Bachmann, Hélène Cixous, Euripides, Esther Hutfless, Enis Maci, Friederike Mayröcker, Helga M. Novak, Ovid, Sappho, Elisabeth Schäfer, Christa Wolf. Inszenierung: Elsa-Sophie Jach 2021: Der Kreis um die Sonne. Von Roland Schimmelpfennig. Inszenierung: Nora Schlocker 2021: Tagebuch eines geschlossenen Theaters #130: «Schreud. Eine improvisierte Therapie» mit Myriam Schröder und Katja Jung 2021: Tagebuch eines geschlossenen Theaters #134: Die Resi-WG ‒ 100 Sekunden mit Katja Jung 2021: Tagebuch eines geschlossenen Theaters – Autor*innen – Spezial #65. Text Björn Bicker – Mit Katja Jung 2021: Hamlet (als Horatio). Nach William Shakespeare. Inszenierung: Robert Borgmann 2022: Tartuffe oder das Schwein der Weisen (als Herr Frau Pernelle). Von PeterLicht nach Molière. Inszenierung: Claudia Bauer (Übernahme vom Theater Basel) 2022: Der Turm (als Julian, der Gouverneur des Turmes / Andreas, ein Soldat / Dritter Minister). Inszenierung: Nora Schlocker 2022: Valentiniade. Sportliches Singspiel mit allen Mitteln. Von und nach Karl Valentin und mit Texten von Michel Decar. Inszenierung: Claudia Bauer 2022: All Together Now! Happening-Gala für nachhaltige Gemeinsamkeit von und mit Schorsch Kamerun und verschiedensten Mitstreiter*innen 2023: Die Träume der Abwesenden – Eine Trilogie: «Leas Hochzeit» – «Heftgarn» – «Simon» (als Duifje, Zweite Freau von Zwart). Von Judith Herzberg. Inszenierung: Stephan Kimmig 2023: Bavaria (als Karola). Von Guillermo Calderón. Inszenierung: Guillermo Calderón 2023: Buddenbrooks (als Konsulin Elisabeth "Bethsy" Buddenbrook). Nach Thomas Mann. Inszenierung: Bastian Kraft 2023: Welt/Bühne – Das gelobte Land: Szenische Lesung (als Kat/Journalistenteam). Von Asiimwe Deborah Kawe. Einrichtung: Fabiola Kuonen 2024: Mosi – The Bavarian Dream (als Modezar / König / Jemand anderes). Von Alexander Eisenach, Inszenierung: Alexander Eisenach 2024. Im Gespräch #11 Wie spielst du das, Katja Jung? Andreas Beck im Gespräch mit Katja Jung 2024: Eine Zierde für den Verein – Vom Rauchen, Sporteln, Lieben und Verkaufen (als Fräulein Matutina / Mena / Zeck / Direktor). Nach dem Roman von Marieluise Fleißer (für die Bühne bearbeitet von Elsa-Sophie Jach und Constanze Kargl). Inszenierung: Elsa-Sophie Jach 2025: Welt/Bühne Salon Nr. 6. Mit der Autorin Carla Zuñiga Morales (Chile) 2025: 77 Versuche, die Welt zu verstehen (Ensemble). Eine südkoreanisch-deutsche Stückentwicklung von Kyung-Sung Lee mit Texten von Hong-Do Lee und Ensemble nach «Kleines Organon für das Theater» von Bertolt Brecht. Inszenierung: Kyung-Sung Lee 2025. Der zerbrochne Krug (als Frau Marthe Rull). Von Heinrich von Kleist. Inszenierung: Mateja Koležnik 2026: Bernarda Albas Haus (als Bernarda Alba). Von Rieke Süßkow nach Federico García Lorca. Inszenierung: Rieke Süßkow 2026: Die Präsidentinnen (als Erna). Von Werner Schwab. Inszenierung: Claudia Bauer 2026: Ich. Und das, was ihr daraus macht (Ensemble). Von Delschad Numan Khorschid. Inszenierung: Daniela Kranz / Delschad Numan Khorschid (Im Rahmen des Welt Bühne-Festivals 2026) 2026: Bye Bye Lolita (Ensemble). Nach dem gleichnamigen Roman von Lea Ruckpaul für die Bühne bearbeitet von Lea Ruckpaul und Nora Schlocker. Inszenierung: Nora Schlocker Literatur

2026: Spannende Begegnungen - Die Schauspielerin Katja Jung. in: Süddeutsche Zeitung Nr. 128 (2026) vom 8. Juni 2026: S. R10

Weblinks Kurzbiografie beim Theater Basel (abgerufen am 8. Mai 2019)

Einzelnachweise

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