Diese Liste der Mondfinsternisse des 20. Jahrhunderts enthält alle Mondfinsternisse, die in diesem Jahrhundert von der Erde aus zu beobachten waren, einschließlich der Halbschattenfinsternisse.Alle nicht gesondert gekennzeichneten Daten entstammen den Seiten der NASA (eclipse.gsfc.nasa.gov)

Übersicht Im 20. Jahrhundert fanden insgesamt 229 Mondfinsternisse statt. Es gab 78 Jahre, in denen nur zwei Finsternisse stattfanden, was die minimal mögliche Zahl der Mondfinsternisse in einem Jahr ist. Das theoretische Maximum von fünf Finsternissen in einem Jahr gab es im 20. Jahrhundert überhaupt nie. Je vier Finsternisse ereigneten sich in den Jahren 1908, 1915, 1926, 1933, 1944, 1973 und 1991.

Die Anzahl der verschiedenen Typen der Mondfinsternisse im 20. Jahrhundert war wie folgt:

Art Anzahl Anteil Halbschatten 83 36,2 % Partiell 65 28,4 % Total 81 35,4 % Summe 229 100,0 %

Bei 9 der 83 Halbschattenfinsternisse tauchte der Mond vollständig in den Halbschatten der Erde ein ohne in den Kernschatten einzutreten; solche Finsternisse werden als totale Halbschattenfinsternis bezeichnet. Bei einer (3. Mai 1958) der 65 partiellen Kernschatten-Mondfinsternissen dringt der Mond nicht vollständig in den Halbschatten ein. Bei 33 der 81 totalen Mondfinsternisse traf die Schattenachse die Mondoberfläche, dabei handelte es sich um zentrale totale Finsternisse, welche die Finsternisse mit dunkelstem Schatten und längster Dauer sind. Zu diesem Finsternistyp gehörte auch die längste Finsternis vom 16. Juli 2000 mit einer Totalitätsdauer von 1 Stunde 46 Minuten und 24 Sekunden.

Legende Die folgende Tabelle enthält alle Mondfinsternisse des 20. Jahrhunderts. Sie enthält folgende Spalten: Zeitpunkt: Die Zeitangaben sind in Terrestrischer Zeit (TT). Zu Beginn des Jahrhunderts waren TT und Universal Time (UT) annähernd gleich, am Ende des Jahrhunderts betrug die Differenz zwischen TT und UT 64 Sekunden (ΔT). Art: Mögliche Arten sind Halbschatten, Partiell oder Total. Bei Halbschattenfinsternissen ist es möglich, dass der Mond vollständig in den Halbschattenkegel der Erde eintaucht, ohne dass er in den Kernschattenkegel eintritt. Diese Finsternisse werden auch totale Halbschattenfinsternisse genannt und werden durch den Zusatz „total“ kenntlich gemacht. Bei totalen Mondfinsternissen wird unterschieden, ob die Schattenachse den Mond während des gesamten Finsternisverlaufs trifft oder ihn verfehlt. Finsternisse, bei denen die Schattenachse den Mond triff, erhalten dein Zusatz „zentral“. Saros: Die Nummer des Saros-Zyklus, dem die Finsternis angehört. Ist die Nummer ungerade, findet die Finsternis in der Nähe eines absteigenden Mondknotens statt, ist sie gerade, an einem aufsteigenden. Dies ist genau umgekehrt als bei Sonnenfinsternissen. Gamma: Gamma-Wert einer Mondfinsternis, dieser entspricht dem geringsten Abstand der Schattenachse vom Mondmittelpunkt, gemessen in Einheiten des Äquatorradius der Erde. Passiert die Schattenachse den Mondmittelpunkt nördlich, so ist der Gammawert positiv, sonst negativ. Größe: Die Größe wird für den Halb- und Kernschatten angegeben. Sie entspricht dem Anteil des Monddurchmessers, der maximal vom Halb- bzw. Kernschattenkegel bedeckt wird. Dauer: Die Dauer wird in Stunden und Minuten angegeben, es werden je nach Art der Finsternis bis zu drei Werte unterschieden: Halbschatten: Zeitspanne zwischen Ein- und Austritt des Mondes in bzw. aus dem Halbschatten Partiell: Zeitspanne zwischen Ein- und Austritt des Mondes in bzw. aus dem Kernschatten. Schließt die totale Phase ggf. mit ein. Total: Zeitspanne während der sich der Mond vollständig im Kernschatten befindet. Sichtbarkeitsgebiet: Gebiete, in denen die Mondfinsternis zu sehen ist.

Mondfinsternisse des 20. Jahrhunderts