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Hohenrad (fränkisch: HoungrohdE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 33. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hǫuŋrōd“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Spalt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Hohenrad liegt in der Gemarkung Wernfels.

Geografie Der Weiler liegt inmitten des Spalter Hügellandes am Erlbach, der als rechter Zufluss dort in die Fränkische Rezat mündet, in unmittelbarer Nachbarschaft des Weilers Höfstetten. 0,2 km südöstlich befindet sich im „Eichenwald“ ein Burgstall.

Hohenrad liegt an der Staatsstraße 2223, die an der Stiegelmühle vorbei nach Wassermungenau zur Bundesstraße 466 (3 km nördlich) bzw. am Nagelhof und Trautenfurt vorbei nach Spalt führt (3,2 km südöstlich), und an der Staatsstraße 2723, die nach Untererlbach führt (2,3 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde 1407 als „Fulsackzmul“ erstmals urkundlich erwähnt, benannt nach dem Namen ihres Besitzers Fulsacker. 1615 wurde sie erstmals als „Hohenradter Mühle“ erwähnt, benannt nach dem oberschlächtigen Mühlrad.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 640.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 33. Die Hofstätte neben der Fulsackzmul wurde 1447 als „Luftzhof“ erstmals urkundlich erwähnt, das dann später „Gänshaus“ genannt wurde.F. Eigler: Schwabach, S. 76 f. 1671 gab es in Hohenrad ein Anwesen, das dem Kastenamt Spalt unterstand.F. Eigler: Schwabach, S. 101.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hohenrad weiterhin nur aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das eichstättische Pflegamt Wernfels-Spalt aus. Die Mahlmühle hatte das Kastenamt Spalt als Grundherrn.F. Eigler: Schwabach, S. 398.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hohenrad dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wernfels und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Wernfels zugeordnet. 1818 und 1840 und ab 1925 durchgängig ist mit Hohenrad auch das Gänshaus gemeint. Am 1. Mai 1978 wurde Hohenrad im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Spalt eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 488.

Baudenkmäler Haus Nr. 2: Wohnhaus und Scheune Wegkapelle

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2023Einwohner 14 15 15 22 18 18 19 20 28 17 19 29HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 3 2 3 4 4 4 4 5 Quelle Gänshäuschen: 8 Einwohner; Hohenrad: 7 E. Gänshaus: 11 Einwohner; Hohenrad: 11 E. Gänshaus: 9 Einwohner, 2 Wohngebäude; Hohenrad: 9 E., 1 Wgb. Gänshaus: 7 Einwohner, 1 Wohngebäude; Hohenrad: 11 E., 3 Wgb.

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Wenzeslaus (Theilenberg) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Andreas (Wassermungenau) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Spalt Kategorie:Weiler im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1407 Kategorie:Ort an der Fränkischen Rezat