Die Weinverordnung (WeinV) enthält Ausführungsvorschriften zum Weingesetz (WeinG) und dient der Umsetzung mehrerer EU-Richtlinien in deutsches Recht.

Entsprechend ist bei der Anwendung und Auslegung der Weinverordnung deren Subsidiarität gegenüber unmittelbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakten, die das EU-Weinrecht betreffen, obligatorisch.

Mit der Weinverordnung werden die übergeordneten Zwecke des Gesundheitsschutzes, des Verbraucherschutzes und des Marktordnungsrechts verfolgt.

Sie ist in folgende sieben Abschnitte gegliedert: Weinanbaugebiet Anbauregeln Verarbeitung Qualitätswein, Prädikatswein, Sekt b.A., Qualitätsperlwein b.A., Qualitätslikörwein b.A. oder Landwein Bezeichnung und Aufmachung Straftaten und Ordnungswidrigkeiten Schlussbestimmungen (§ 54 Übergangsregelungen, Anlagen 1–12)

Für Straftaten nach § 52 WeinV ist der Strafenkatalog von §§ 48, 49 WeinG bzw. Ordnungswidrigkeiten nach § 53 WeinV der Bußgeldkatalog des § 52 Abs. 2 Nr. 4 WeinG anzuwenden.

Literatur Olaf Sosnitza / Andreas Meisterernst (Hrsg.) [vormals Walter Zipfel / Kurt-Dietrich Rathke]: Lebensmittelrecht. Loseblatt-Kommentar aller wesentlichen Vorschriften für das Herstellen und Inverkehrbringen von Lebensmitteln, Futtermitteln, kosmetischen Mitteln, sonstigen Bedarfsgegenständen sowie Tabakerzeugnissen (auch Nr. 400 Weingesetz, Nr. 401 Weinverordnung), 194. Ergänzungslieferung, München März 2026, Verlag: C.H. Beck, ISBN 978-3-406-39820-9 Kai Sackreuther: Weinverordnung (WeinV). In: Jürgen Peter Graf, Markus Jäger, Petra Wittig (Hrsg.): Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, 3. Auflage, München 2024, Verlag: C. H. Beck, ISBN 978-3-406-78501-6, dort Nr. 805: Weinverordnung (Kommentierung nur zu den Ordnungswidrigkeiten- und Straftatbeständen!)

Weblinks Text der Weinverordnung

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