Stiegelmühle (fränkisch: SchdieglmilE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 78. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šdīglmìl“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Spalt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Stiegelmühle liegt in der Gemarkung Wernfels.

Geographie Der Weiler liegt an der Fränkischen Rezat. 0,5 km südöstlich befindet sich der keltische Ringwall Bärenburg auf dem Bärenberg (). Die Staatsstraße 2223 führt nach Wassermungenau zur Bundesstraße 466 (2 km nördlich) bzw. über Höfstetten nach Spalt (3,5 km südöstlich). Die Kreisstraße RH 10 führt nach Wernfels (0,6 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde 1407 als „brenntleinsmül zu Werdenfelz“ erstmals urkundlich erwähnt,F. Eigler: Schwabach, S. 74. benannt nach dem Namen ihres Besitzers Brenntlein. In der Folgezeit wurde sie nach dem dort ansässigen Müller Herman Stigler benannt.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 637. 1549 kam 150 Meter weiter westlich zur ursprünglichen Stiegelmühle ein weiteres Mühlgebäude hinzu, das fortan als die untere Stiegelmühle bezeichnet wurde, während die ursprüngliche die obere Stiegelmühle genannt wurde. 1640 wurde die untere Stiegelmühle „Preßeckher-Mül“ genannt.F. Eigler: Schwabach, S. 75.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 78.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörten die Stiegelmühle und die Presseck-Mühle zur Realgemeinde Wernfels. Das Hochgericht übte das eichstättische Pflegamt Wernfels-Spalt aus. Die beiden Anwesen hatten das Kastenamt Spalt als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Stiegelmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 40 des Ortes Wernfels, und die Presseck-Mühle die Haus Nr. 39.F. Eigler: Schwabach, S. 424.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Stiegelmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wernfels und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Wernfels zugeordnet. Am 1. Mai 1978 wurde Stiegelmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Spalt eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 488.

Baudenkmal Mühle mit Scheune und Nebengebäude

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015 2023Einwohner 8 13 13 11 15 26 10 11 7 3 27 17 22HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 3 1 3 5 2 1 1 9 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Wenzeslaus (Theilenberg) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Andreas (Wassermungenau) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Spalt Kategorie:Weiler im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1407 Kategorie:Ort an der Fränkischen Rezat