Skigebiet Kitzbühel-Kirchberg(Stand: 07. Dezember 2025)Anzahl der Pisten89Gesamtlänge188 km  leicht94 km (29 Pisten)  mittel67 km (27 Pisten)  schwer20 km (12 Pisten)  Skirouten45 km (13 Routen)Funparks2Schneekanonen1116Beschneite Abfahrten139 kmLiftanlagen58  Seilbahnen11  Sessellifte27  Schlepplifte11  Förderbänder9Saison (Winter)Oktober – Anfang MaiSaison (Sommer)Mitte Mai–Oktober Die Bergbahn Aktiengesellschaft Kitzbühel (oder Bergbahn AG Kitzbühel), gegründet im Zuge der Errichtung der Hahnenkammbahn im Jahr 1928, ist eine österreichische Kapitalgesellschaft, die vorwiegend in den Aufbau und Betrieb von Aufstiegshilfen in Tiroler Skigebieten investiert.http://www.bergbahn-kitzbuehel.at/de/die-3s-bahn.html Ihre Seilbahnen stehen auf einem Gebiet, das sich von den Kitzbühler Alpen über Kirchberg in Tirol, Kitzbühel und das Kitzbühler Horn bis nach St. Johann in Tirol und zum Pass Thurn erstreckt,http://www.bergbahn-kitzbuehel.at/de/daten-fakten.html Sitz der AG ist Kitzbühel.

Geschichte 1924 wurde eine Kommission mit der Erstellung eines Seilbahnprojekts auf den Hahnenkamm gebildet, Proponenten waren Komm.-Rat Josef Herold, Ing. Dr. Erich Posch und Ing. Leo Handl. Die Bauarbeiten sollten nach der behördlichen Genehmigung am 25. Juni 1924 beginnen und von der Firma Adolf Bleichert & Co. ausgeführt werden, die dann aber nicht betraut wurde. Den Auftrag erhielt die „Alpenländische Seilbahnbaugesellschaft - Innsbruck“, die Bauleitung lag in Händen der „Ingenieurfirma Posch & Handl“. Die Eröffnung des Betriebes der Hahnenkammbahn erfolgte dann „in aller Stille“ am 5. oder 6. März 1928, da es bei einer Probefahrt zu einem Zwischenfall gekommen war, bei dem das Tragseil so stark beschädigt wurde, dass es ausgetauscht werden musste.

Wegen der Baufehler war die für die Schisaison Winter 1927/28 geplante Eröffnung ausgeschlossen gewesen, und die weiteren Kosten drohten ins Unermessliche zu steigen, die Gründung einer AG pressierte. Für eine solche musste der Stadtrat Kitzbühel umgestimmt werden, nämlich entgegen dem alten Gemeinderatsbeschlusse nun für eine A.-G.-Gründung zu stimmen. „Dies ist gegen das Angebot gelungen, daß die Konzessionäre der Stadtgemeinde Kitzbühel alle Ersatzansprüche gegen sich und die Bauleitung wegen Kostenüberschreitung und Bauverzögerung abtreten, welche Ansprüche leider erst im Prozeßwege nunmehr von der Stadt anstatt gegen die Bauleitung von den Konzessionären geltend gemacht werden könnten. Mit den Stimmen der Stadtvertretung gemäß dem erwähnten Stadtratsbeschlusse erfolgte die A.G.-Gründung und damit die Uebernahme von Schulden unbekannter Höhe durch die neue Gesellschaft, da die weiteren Baukosten nicht annähernd feststehen. Der kurze Gründerbericht ließ alle wichtigen Fragen unerörtert […]“. Die konstituierende Generalversammlung der Kitzbühler Bergbahn-Aktiengesellschaft fand am 2. Jänner 1928 im Gasthaus Goldener Greif (Harisch in Kitzbühel) statt. Danach kam es zu Zwistigkeiten, und die Gründung einer eigentlichen Bergbahn AG wurde für die Sitzung Ende August 1928 ins Auge gefasst. Wegen der zwischenzeitlich erfolgten Errichtung einer Gastwirtschaft in der Nähe der Bergstation durch Maria Werner, Gattin des Investors Max Werner, war es zudem zu einem Ehrenbeleidigungsprozess gekommen.

Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1948 der weltweit erste Skizirkus, ein zusammenhängender Kreisverkehr auf Ski, eröffnet.

Mit einer Versorgungsbahn auf das Kitzbühler Horn 1951, der Ausweitung des Skibetriebs nach Kirchberg, Jochberg und Pass Thurn 1959 erreichte das Skigebiet annähernd seine heutigen Ausmaße. 1969 fusionierten die Bergbahn AG Kitzbühel mit der Berg- und Skilift GmbH und der Kirchberger Bergbahnen AG.http://www.bergbahn-kitzbuehel.at/de/chronik.html

Aktiengesellschaft Hauptaktionär ist die Gemeinde Kitzbühel mit einem Aktienanteil in Höhe von 49,93 %.http://www.firmenabc.at/bergbahn-aktiengesell-schaft-kitzbuehel_FAe zuletzt abgerufen am 10. Februar 2012. Weitere Anteilseigner sind Kirchberg (1,2 %) und Jochberg. Die restlichen Anteile befinden sich in Streubesitz.Mitteilungsblatt der Stadt Kitzbühel (PDF; 7,6 MB), 07/2008 zuletzt abgerufen am 10. Februar 2012.

Durchschnittlich werden bei den Kitzbüheler Bergbahnen 267 Arbeitnehmer beschäftigt. Darüber hinaus finden in der Hochsaison bis zu 500 Menschen Arbeit. Das Grundkapital in Höhe von 3.634.000 € ist voll einbezahlt und besteht aus 100.000 Aktien.

Im Geschäftsjahr 2008/2009 hat die Bergbahn AG einen Umsatz von 37,135 Mio. € generiert. Während der 142 Betriebstage im Winter wurden insgesamt 16.636.372 Personen befördert (1.481.574 Erstzutritte). Im Sommerbetrieb wurden an 159 Betriebstagen 503.114 Personen befördert.

Die Bergbahn AG Kitzbühel ist mit 6,25 % an der Kitzbüheler Anzeiger GmbH beteiligt. Unbedeutende Beteiligungen werden an der ARGE Partner im Schnee GesnbR und Kitzbüheler Alpen Marketing GesnbR gehalten.

Aquarena Das erste Moorbad wurde 1909 an der Stelle des heutigen Kurhauses erbaut. Seit 1975 gehört die Kur- und Moorbad AG Kitzbühel zur Bergbahn AG Kitzbühel. Sie betreibt das Badezentrum unter dem Namen Aquarena.

Skigebiet FIS Skirennen Das erste Skirennen wurde bereits zwei Jahre nach der Erstabfahrt am Kitzbüheler Horn durch Franz Reisch 1895 ausgetragen. 1905 fanden die ersten Tiroler Skimeisterschaften in Kitzbühel statt.Aigner Günther, , Broschüre 2011.

Internationales Hahnenkammrennen Seit 1931 wird auf der Streif das legendäre internationale Hahnenkammrennen ausgetragen.

Anerkannte FIS Rennstrecken Strecke Disziplin Geschlecht Start Ziel Freigabe bis Verantwortlicher Gaisberg Super G Alle 1265 m 835 m 01.11.2020 Klaus Exenberger Gaisberg – Rennstrecke Riesenslalom Alle 1245 m 870 m 01.11.2020 Klaus Exenberger Gaisberg – Rennstrecke Slalom Alle 1040 m 900 m 01.11.2020 Klaus Exenberger Ganslern Slalom Alle 991 m 794–811 m 31.10.2017 Klaus Exenberger Seidlalm Riesenslalom Herren 1245 m 802 m 31.10.2017 Klaus Exenberger Seidlalm Riesenslalom Alle 1245 m 811 m 31.10.2017 Klaus Exenberger Streif Abfahrt Herren 1665 m 805 m 31.10.2017 Klaus Exenberger Streif Abfahrt Herren 1615 m 805 m 31.10.2017 Klaus Exenberger Streif Abfahrt Alle 1550 m 805 m 31.10.2017 Klaus Exenberger Streif Abfahrt Alle 1331 m 805 m 31.10.2017 Klaus Exenberger Streifalm Super G Alle 1331–1388 m 805 m 31.10.2017 Klaus Exenberger Streifalm Super G Alle 1331 m 811 m 31.10.2017 Klaus Exenberger

Stand: 27. Dezember 2015http://data.fis-ski.com/alpine-skiing/homologations.html?place=&nat=AUT&gender=&homid=104&type=DET&sector=ALhttp://data.fis-ski.com/alpine-skiing/homologations.html?place=&nat=AUT&gender=&homid=105&type=DET&sector=AL

Überregionale Allianzen Überregionale Allianzen bestehen über die Tirol Snowcard (82 Skigebiete in Tirol) sowie der Super Ski Card (22 Skiregionen in Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten, Steiermark und Bayern).

Spezialgebiete Kitzbüheler Horn

eigene Gebietstickets Natur- und Familienparadies Naturschneepisten Familienfreundliche Abfahrten Gelände für Anfänger Horn Mini New School Park Naturschnee-Langlaufloipe am Berg

Sportberg Gaisberg

eigene Gebietstickets kuppelbare 4er-Sesselbahn beschneite Tag- und Nachtrodelbahn (Länge: 3.500 m, Höhendifferenz: 435 m) Nachtskilauf offizielle FIS-Rennstrecke (Länge: 1.350 m) Eiskletterpark

Astenabfahrt Die Astenabfahrt wird erst ab 23 Uhr präpariert. Bis dahin dürfen Skifahrer und Tourengeher die Naturschneepiste nachts nutzen.http://www.kitzalps.com/de/info/kitzbuehel/skitourenpiste-asten.html Zuletzt abgerufen am 2. Februar 2012.

Touren- und Variantengebiet Bichlalm AUF SKIROUTEN Von 1948 bis 2005 war das Gebiet unterhalb des Stuck- und Hochetzkogels durch die Bergbahnen erschlossen. Mit dem Abbau des Bichlalm Sessellifts wurde das Gebiet als Touren- und Variantengebiet AUF SKIROUTEN ausgewiesen. Da eine Pistenpräparierung unter tags stattfindet können Tourengeher auch nachts aufsteigen und abfahren. Statt mit Fellen aufzusteigen, können sich Variantenfahrer mit einem Pistengerät den Berg hinauf transportieren lassen. Aus Sicherheitsgründen ist der Individualsport bei Transport mit der Pistenraupe untersagt. Ski- und Bergführer müssen die Gruppe dann anführen.http://www.bergbahn-kitzbuehel.at/de/touren-und-variantengebiet-bichlalm.html Zuletzt abgerufen am 2. Februar 2012.

Der Erhalt des Bichlalmlifts bzw. der Neubau ist für die Kitzbüheler Bevölkerung von hohen Stellenwert.http://www.kitzbuhel.at/system/web/presseinfo.aspx?bezirkonr=0&detailonr=218778000&menuonr=218979669 Zuletzt abgerufen am 2. Februar 2012. In einem außergerichtlichen Vergleich haben sich die Bergbahnen 2007 gegenüber den Erben des Berggasthauses Bichlalm verpflichtet einen neuen Lift zu errichten und 35 Jahre lang zu betreiben. Die Bergbahn möchte eine Achter-Einseilumlaufbahn mit geringer Förderkapazität bauen. Eine Eröffnung wurde für die Saison 2012/13 angestrebt. Gebaut wurde eine Zweier-Einseilumlaufbahn.

Resterhöhe/Jochberg Von Jochberg, über Rettenstein (Kleiner, ), Trattenbachalm, die Resterhöhe () bis an den Pass Thurn zieht sich, mit 44 Pistenkilometern, der flächengrößte Anteil des Schigebiets, aber mit deutlich geringerer Liftdichte. Dort besteht mit einer Seilbahn Anbindung bei Hollersbach im Pinzgau, Salzburgerland.

Beschneiung Die erste beschneite Piste war die Rennstrecke Streif 1993. In den Folgejahren wurde die Beschneiung kontinuierlich ausgebaut. Seit 2007 ist die sogenannte „Skisafari“ komplett künstlich beschneibar.

Für Erzeugung des dafür nötigen sogenannten technischen Schnees wurden 10 Speicherseen (Seidlalm I & II, Ehrenbachhöhe, Pengelstein, Usterkar, Wagstätt (60.000 m3), Gaisberg und Resterkogel) mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 750.000 m3 angelegt. Zurzeit setzt die Bergbahn AG Kitzbühel 1260 Schneeerzeuger ein, um 144 km Abfahrten technisch beschneien zu können. Kitzbühel bietet zudem als erstes Nicht-Gletscherskigebiet in der Saison 2025/2026 eine Schneegarantie an. Sollte zwischen dem 21. Dezember 2025 und dem 14. März 2026 der Skibetrieb nicht möglich sein, erhalten Ticketinhaber, die ihren Skipass vor dem 20. Dezember 2025 gekauft haben, eine anteilige Kostenerstattung.

Verwendete Schneeerzeuger sind: TechnoAlpin

Sufag (MND Group)

Demaclenko (Leitner AG)

Gemini Schneelanzen

Pistenpräparierung Seit 2010 wird bei der Pistenpräparierung eine Schneehöhenmessung mittels GPS vorgenommen. Damit kann die Schneehöhe bis zu 5 cm genau bestimmt werden und der Schnee auf den Pisten gleichmäßiger verteilt werden. Neben den wirtschaftlichen und touristischen Vorteilen, dass die Pisten länger halten und die Qualität gleichmäßiger ist, gibt es auch ökologische Vorteile. Schäden durch Ketten, Räumschilde und Skifahrer werden reduziert. Schneeansammlungen, die im Frühjahr längere Zeit zum Auftauen beanspruchen und die Vegetation beeinträchtigen können, werden nicht mehr künstlich durch die Präparierung geschaffen. Durch eine gezielte Beschneiung können Wasser- und Energieverbrauch reduziert werden.Basdorf Angelika, (PDF; 2,9 MB) in: Deutsches Handwerksblatt 11. November 2010.Ruep Stefanie, "Gführiger Schnee" auf der Piste durch GPS in: Der Standard vom 31. Dezember 2010 - 2. Jänner 2011., in: Mountain Manager 02/2011.

Insgesamt stehen 40 Pistengeräte der Firma Pistenbully oder Prinoth zur Präparierung zur Verfügung.

Skirouten-Urteil