Ein Deonym ist ein von einem Eigennamen (z. B. dem Namen einer Person oder eines Ortes) abgeleitetes Wort. Dieser Eigenname (Namensgeber) heißt dann Eponym. Hier finden sich internationale Begrifflichkeiten, in deutscher Sprache notiert; zu spezifischen Ausdrücken des Deutschen siehe Deutsche Eponyme nach Alphabet. Diese Liste erfasst sowohl echte Deonyme im Sinne der Sprachwissenschaften als auch diverse bekanntere Pseudo-Deonyme (reine Würdigungen, Bezeichnung nach Erfinder/Entdecker und Ähnliches).

Technik: Geräte, Verfahren, Erfindungen

Physik

Mathematik Da allein nach Leonhard Euler und Carl Friedrich Gauß jeweils über 20 Eponyme gebildet wurden, würden diese Beispiele den Rahmen sprengen.

Chemische Elemente Fast die meisten Namen der 118 chemischen Elemente sind Deonyme, siehe Etymologische Liste der chemischen Elemente → Thematische Liste.

Physikalische Einheiten

Geografie

Biologie, Medizin Apgar-Score Alzheimer Asperger-Syndrom G-Punkt Korsakow-Syndrom Basedowsche Erkrankung Parkinson-Krankheit Siamesische Zwillinge

und Syndrom

Zoologie

Archäologie, Paläontologie, Kunstgeschichte Gängige Praxis ist die Eponymsetzung von Fundorten in Archäologie und Paläontologie: Ganze Kulturen, Kulturschichten oder Perioden werden nach einem kennzeichnenden Fundort benannt; meist der Erste, manchmal der, an dem man den Zusammenhang erkannt hat oder den man für den/einen Hauptsiedlungsort der Kultur hält, oder der anderweitig herausragend ist, etwa als prominenter Leitfund.

Beispiele sind: Kulturen: Rössener Kultur, Vinča-Kultur, Badener Kultur, Mondseekultur, Xihoudu-Kultur Ären: Hallstattzeit und, in Überschneidung mit den Usancen der Biologie: Homo neanderthalensis (Mensch aus dem Neandertal), Homo heidelbergensis (Heidelberger Mensch), Paranthropus aethiopicus (Nebenmensch aus Äthiopien), Australopithecus africanus (südlicher Affe aus Afrika)

Daneben sind allgemein auch einzelne Funde eponym benannt, wie Venus von Willendorf, Schatz von Boscoreale, Himmelsscheibe von Nebra. Hier finden sich aber auch rein mutmaßliche Zuschreibungen zu Personen, wie Schatz des Priamos, oder nur Beschreibungen nach dem Aufbewahrungsort, wie die Kirchenschätze, die etwa Essener Domschatz heißen.

Aber auch einzelne Personen selbst werden eponym genannt: Ötzi (Mann von Tisenjoch), Mungo Lady, Kind von Taung, Spirit-Cave-Mann. Ein verwandter Aspekt sind die Notnamen, bei denen ein unbekannter Autor nach seinem Schaffensort oder einem Hauptwerk benannt wird, wie Meister von Großgmain, oder Meister des Marienlebens

Sport

Kulinarisches

Kelomat Soletti (Synonym für Salzstangen)

Politik

Bauwerke

Religion

Sonstige

Literatur Andreas Winkelmann: Von Achilles bis Zuckerkandl. Eigennamen in der medizinischen Fachsprache. 2. Auflage. 2009, ISBN 978-3-456-84470-1 Dirk Arenz: Eponyme und Syndrome in der Psychiatrie. ISBN 3-934371-27-2 Pedro Cintas: Der Weg zu chemischen Namen und Eponymen: Entdeckung, Priorität und Würdigung. In: Angewandte Chemie, 116(44), 2004, S. 6012–6018,

Weblinks

Kategorie:Eponymie