mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Oberschöneweide

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Oberschöneweide beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteils Oberschöneweide mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick Die Grenzen des Ortsteils werden (vom Nordwesten im Uhrzeigersinn beginnend) gebildet durch den Hohen Wallgraben, die Rummelsburger Landstraße, die Straße Am Walde in Karlshorst, den Grenzverlauf durch die Wuhlheide, die Rudolf-Rühl-Allee (ausgenommen die Grundstücke 263 und 265 der Alten Försterei), das Westufer der Wuhle sowie das südliche und westliche Spreeufer. Umgeben wird Oberschöneweide von den Ortsteilen Rummelsburg, Karlshorst, Köpenick, Niederschöneweide, Baumschulenweg und Plänterwald.

Oberschöneweide hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 12459. Im Ortsteil liegen 64 gewidmete Straßen und zwei benannte Plätze (einige Flächen mit dem Charakter eines Stadtplatzes sind nicht benannt). Über die Spree hinweg ist Oberschöneweide durch vier Straßenbrücken und eine Fußgängerbrücke mit Niederschöneweide und Köpenick verbunden. Auch die Eisenbahnbrücke des Berliner Außenrings überquert auf Oberschöneweider Gebiet die Spree.

Fünf Straßen liegen teilweise auch in den Nachbarortsteilen. Die Gesamtlänge der Stadtstraßen im Ortsteil beträgt 32,4 Kilometer. Das Hauptstraßensystem liegt in Ost-West-Richtung zwischen Rummelsburg und Köpenick im Straßenzug Rummelsburger Landstraße – Rummelsburger Straße – An der Wuhlheide, ergänzt durch die Wilhelminenhof-, Ostend- und Weiskopffstraße. Die Nord-Süd-Strecke liegt auf dem Straßenzug Treskowallee und Edison- oder Siemensstraße. Die westlicher liegende Süd-Ost-Verbindung (kurz SOV) über die Minna-Todenhagen-Brücke verbindet die Rummelsburger Straße mit der Köpenicker Landstraße in Niederschöneweide.

Auf aufgegebenen und umgewidmeten Gewerbeflächen im Osten der Wilhelminenhofstraße entstanden in den Jahren 2009/2010 mehrere neue Straßen.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAm Bahnhof Wuhlheide () 140(im Ortsteil) S-Bahnhof Wuhlheide, an der Bahnkreuzungalign= right Die Straße verläuft mit den Grundstücken 1–4 (fortlaufend) entlang der Streckenzuführung zur Parkeisenbahn Wuhlheide zwischen dem West-Süd-Abzweig und der Ostkante der Straßenbrücke. Der Abschnitt mit Anschluss an die Rudolf-Rühl-Allee liegt in Köpenick. Ein früherer Straßenname ist nicht bekannt. 140px|Am Bahnhof Wuhlheide, Sicht von der Straßenbrücke zur BahnbrückeAn der Wuhlheide () 4000(im Ortsteil) Waldgebiet Wuhlheide, wird von der Straße südlich tangiert align= right Die Straße verläuft von der Edisonstraße/Treskowallee ostwärts bis 20 Meter vor der Pyramidenbrücke über die Wuhle.

Mit der Entwicklung der Landgemeinde Ober-Schöneweide erhielten einzelne Abschnitte dieser Straße zunächst unterschiedliche Bezeichnungen. Um 1900 bekam der östliche Bereich zwischen Rathenaustraße und Gemarkung Cöpenick den Namen Berliner Chaussee, ab 1904 Berlin-Köpenicker Chaussee. 1905 wurde der westlichste Abschnitt ausgegliedert und Köpenickerstraße (auch Cöpenicker Straße geschrieben) genannt. Der mittlere Bereich zwischen Rummelsburger Straße und Weiskopffstraße hieß ab 1905 Waldstraße, auf dem der gerade eröffnete Gemeindefriedhof lag. Die Straße An der Wuhlheide erhielt ihre durchgängige Bezeichnung 1928. Die nördliche Fahrbahn zwischen der Fahrstraße östlich der Rudolf-Rühl-Allee (alte Straßenführung) am Grundstück 263 entlang (des Stadions Alte Försterei) und das Grundstück 265 (ohne die Straße davor) gehören zu Köpenick. Der Waldfriedhof Oberschöneweide, der über die Verlängerte Rathenaustraße erreichbar ist, trägt aktuell die Adresse An der Wuhlheide 131 a. Auf der Spreeseite wurde 2012 der Mellowpark angelegt (mittleres Bild). 140px|Blick in die Straße von Süden

140px|Kunstgraffiti im Eingangsbereich des Mellowparks

zentriert|140x140px|Gedenkstein für die Opfer des Faschismus auf dem Waldfriedhof, der einige Namen enthält, nach denen in Oberschöneweide später Straßen benannt wurden.Antoniuskirchstraße () 140 St. Antonius-von-Padua-Kirchealign=right Die Straße umschließt U-förmig die Kirche. Mit der Errichtung der Kirche 1906/1907 wurde die Straße als Bedingung für die erteilte Baugenehmigung durch die Kirchengemeinde angelegt.zentriert|140px|Antoniuskirchstraße umschmiegt die St. Antoniuskirche zentriert|140px|St. Antoniuskirche an der gleichnamigen StraßeDeulstraße () 320 Carl Deul (1855–1904), Architekt, Erster Gemeindevorsteher seit 1898; Sachwalter des Erschließungsgebietes Oberspree align= right Die Deulstraße verbindet die Siemensstraße (südlich) mit der Helmholtzstraße (nördlich). 1901 ist sie noch als „unbebaut“ ausgewiesen. Im Adressbuch 1901 (Vorort Ober-Schöneweide) ist Deul als Baumeister mit der Adresse Edisonstraße 7 enthalten. An der Ecke Helmholtzstraße befindet sich die evangelisch-methodistische Friedenskirche.140px|Blick in die Deulstraße von der HelmholtzstraßeEdisonstraße () 950 (im Ortsteil) Thomas Alva Edison (1847–1931), US-amerikanischer Erfinder, vor allem durch den Phonographen und die Glühlampe weltweit bekannt gewordenalign= right Die Straße verläuft in zwei leichten Bögen von der Treskowbrücke bis zur Rummelsburger Straße/An der Wuhlheide. Sie verbindet die Brückenstraße im Ortsteil Niederschöneweide mit der Treskowallee und wird auf ganzer Länge von mehreren Straßenbahnlinien durchfahren.

Bei der Erstanlage des Straßennetzes erhielt nur der heutige nördliche Abschnitt zwischen Wilhelminenhofstraße und An der Wuhlheide den Namen Edisons. Der Rest des Verkehrsweges wurde Halskestraße nach dem Ingenieur und Unternehmer Johann Georg Halske genannt. Vermutlich bei der Fertigstellung der Treskowbrücke 1904 erhielt der gesamte Straßenzug die Bezeichnung Edisonstraße. Mit der beginnenden Bebauung hatte sich in der Edisonstraße 62 eine Diakonissenstation mit dem Vereinsheim Frauenhilfe etabliert. Die Kreuzung mit der Wilhelminenhofstraße, anfangs nicht von großen Fabrikhallen umstanden, hieß um 1900 Königs-Platz nach dem dort wohnenden Fleischermeister und Kommunalpolitiker Fritz König, ab 1907 als Königsplatz gesondert ausgewiesen. Im Jahr 1930 erhielt er das Fugen-s, 1936 wurde er aus dem Straßenverzeichnis getilgt. 140px|Edisonstraße 30–33Eichgestell () Gestell, historische Bezeichnung für eine Straße durch ein Forstgebiet, hier wohl vorherrschend mit Eichen gesäumt align= right Der geradlinige Forstweg nördlich parallel zu An der Wuhlheide verläuft zwischen Treskowallee (westlich) und der Straße am FEZ. Der unbefestigte Weg soll als Verbindung zwischen dem Berliner Schloss und dem Schloss Köpenick angelegt worden sein. 140x140px|zentriert|EichgestellElbeweg () Elbe, Fluss in Deutschland align=right Berlin. Autofahrer-Atlas 2007/2008, StadtInfo Verlag, ISBN 3-8279-3008-1. Der Elbeweg ist eine Stichstraße zwischen Spreeschlossstraße (nördlich) und Minna-Todenhagen-Straße (südlich) durch die Kleingartenanlage ,Am Freibad’. Wohnhäuser sind dort nicht ausgewiesen, wohl aber zwei Gewerbebetriebe. 140px|Elbeweg, Blickrichtung SüdostErnst-Ziesel-Straße () 270 Ernst Ziesel (1880–1946), Industriearchitektalign= right Die Straße wurde zur Erschließung des Campus Wilhelminenhof angelegt. Dieser Hof entstand nach Liquidation früherer Großfabriken und wird zum großen Teil als ein Standort der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin genutzt. Die Ernst-Ziesel-Straße ist eine Querverbindung zwischen der Johannes-Kraaz-Straße und der Peter-Behrens-Straße. 140px|Sicht von der Johannes-Kraaz-Straße in die Ernst-Ziesel-StraßeFirlstraße () 520 Wilhelm Firl (1894–1937), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus align= right Die Firlstraße verbindet An der Wuhlheide südwärts mit der Wilhelminenhofstraße. Bei der Anlage des Straßennetzes um 1896 erhielt der Verkehrsweg den Namen Frischenstraße nach dem Techniker Carl Ludwig Frischen (1830–1890), der in der Firma Siemens & Halske im Bereich Telegrafentechnik erfolgreich arbeitete. Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Straße umbenannt. Amtlich eingetragen wurde dies erst im Jahr 1948.

Hier steht unter anderem die im Bild zu sehende Christuskirche. Auf dessen Vorplatz befinden sich an der Einmündung der Kottmeierstraße die Reste eines 1931 eingeweihten Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus Oberschöneweide.

In der Firlstraße 37 steht das Haus der Familie Strauss (Geschlecht Natangische Bauern) mit großer Gedenktafel. 140x140px|zentriert|Firlstraße (Blick Süd - Nord) 140x140px|zentriert|Firlstraße (Blick Nord - Süd) 140x140px|zentriert|Christuskirche Ecke Griechische Allee/Firlstraße 140x140px|zentriert|Firlstraße 37: 'Haus der Familie Strauss'Fontanestraße () 360 Theodor Fontane (1819–1898), Schriftstelleralign=right Die Straße verläuft von Griechische Allee bis zur Straße An der Wuhlheide. Nach dem Bebauungsplan von 1906 wurde der Verkehrsweg Straße 14 genannt.1911 wurde als erstes Gebäude in der Straße das Albrecht-Dürer-Realgymnasium (heute Isaac-Newton-Oberschule) erbaut.Auf Höhe Fontanestraße 15 steht eine Arbeit (Weiblicher Akt) des Bildhauers Karl Trumpf aus dem Jahr 1930.zentriert|140px|Fontanestraße Berlin-Oberschöneweide, Nord-Süd-Blick zentriert|140px|Realgymnasium Oberschöneweide, an der Fontanestraße zentriert|140px|'Weiblicher Akt' (1930) von Karl TrumpfFritz-Kirsch-Zeile () 320 Fritz Kirsch (1903–1940), Politiker, Widerstandskämpfer align=right Sie verbindet die Wattstraße mit der Helmholtzstraße. Nach dem Bebauungsplan von 1906 wurde der Verkehrsweg Westendstraße genannt, womit das westliche Ende des neuen Bebauungsgebietes bezeichnet wurde. Die bereits nach dem Kriegsende 1945 vorgenommene Namensänderung wurde erst 1948 amtlich bestätigt.140px|Fritz-Kirsch-ZeileFritz-König-Weg () 630 Fritz König (1849–1928), Gemeindevertreter und Original in Oberschöneweide align= right Er führt von der Nalepastraße (westlich) zur Rummelsburger Landstraße (östlich). Der Verkehrsweg hieß bis 2010 Weg 7.Pressemitteilung des Bezirksamts Treptow-Köpenick zur Umbenennung des Weges 7 in Fritz-König-Weg, abgerufen am 8. November 2012. 140px|Fritz-König-Weg, Ecke Rummelsburger LandstraßeFuststraße () 340 Johannes Fust (~1400–1466), Kaufmann, bekannt geworden als Darlehensgeber für den Druck der Gutenberg-Bibelalign=right Die Fuststraße verläuft parallel zur Rummelsburger Straße und verbindet die Mentelinstraße mit der Edisonstraße. Nach dem Bebauungsplan von 1906 wurde der Verkehrsweg Straße 6 genannt.140px|FuststraßeGaußstraße () 130 Carl Friedrich Gauß (1777–1855), Mathematiker und Astronomalign=right Die Gaußstraße verläuft vom Waldowplatz in Südwest-Richtung bis zur Slabystraße. Bei der Anlage des Straßensystems bekam der Verkehrsweg um 1900 seinen heutigen Namen. Noch 1906 ist keine Bebauung ausgewiesen. 1907 errichtete die Gemeinde hier ihre erste Gemeindeschule. 140px|Gaußstraße, Sicht ab SlabystraßeGoethestraße () 610Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichteralign=right Die Goethestraße verbindet in geschwungener Straßenführung die Griechische Allee mit der Großstraße. Bei der Anlage des Straßensystems bekam der Verkehrsweg um 1900 seinen heutigen Namen.140px|Blick in die Goethestraße von der SchillerpromenadeGriechische Allee () 690 Griechenland, südosteuropäischer Staatalign=right Die Griechische Allee verläuft zwischen Edisonstraße und Firlstraße. Etwa in der Mitte liegt zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen eine Grünfläche, der Griechische Park.