Siedamsdorf ist ein Ortsteil mit 37 Einwohnern von Weismain im Landkreis Lichtenfels im Regierungsbezirk Oberfranken in Bayern. Das Dorf besteht aus 14 Häusern, die in zwei kleinen Ansammlungen an je einer Quelle gebaut wurden und kaum zusammenhängen.private Infoseite über Siedamsdorf, mbienlein.de, abgerufen am 29. Dezember 2011

Geografische Lage Siedamsdorf liegt im Schöpfleinsgrund, einem Nebental des Kleinziegenfelder Tals, auf 389 bis 410 m ü. NN. Die Höhe wird amtlich mit angegeben., geodaten.bayern.de, abgerufen am 29. Dezember 2011 Unmittelbar östlich des Dorfes befindet sich der Kröttenstein. Der Ortskern von Weismain ist rund 3,6 Kilometer östlich entfernt. Das Tal, in dem sich das Dorf befindet, gehört ebenso wie der Kröttenstein und der Kordigast zu den Ausläufern des nördlichen Frankenjuras im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura.

Geschichte mini|hochkant|Die Kapelle Zur Kreuzauffindung im Mai 2011 Die erste urkundliche Erwähnung war 1250, als das Kloster Langheim den Zehnt zu „Sidandorf“ erwarb.Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9, S. 144.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die noch bestehende Kapelle Zur Kreuzauffindung erbaut.Die Siedamsdorfer Kapelle, mbienlein.de, abgerufen am 29. Dezember 2011

Ab 1810 gehörte Siedamsdorf zusammen mit den Ortsteilen Altendorf, Bernreuth und Giechkröttendorf zur neu gebildeten Gemeinde Kaspauer.Göldner (2006), S. 40 Als Folge der Gemeindenbildung in Bayern nach der Verabschiedung der Zweiten Verfassung des Königreich Bayerns wurde diese Gemeinde umstrukturiert und bestand ab 1818 nur noch aus Altendorf, Siedamsdorf und dem Hauptort Kaspauer. Im Ersten Weltkrieg gab es einen Toten, im Zweiten vier Gefallene und drei Vermisste. Am 1. Juli 1976 wurde die Gemeinde Kaspauer mit ihren dazugehörigen Orten nach Weismain eingemeindet., stadt-weismain.de, abgerufen am 18. Mai 2013

Im April 1998 erhielt Siedamsdorf zusammen mit Altendorf und Kaspauer als Dorfgemeinschaft den Sparkassen-Förderpreis für herausragende Leistungen im Natur- und Umweltschutz.

Eine Besonderheit der Ortschaft ist, dass fast jedes alte Haus (Nummern 1–10) seinen eigenen Steinbruch besitzt (insgesamt ca. sechs), die zum Teil jedoch stark verfüllt wurden, sodass die ursprüngliche Funktion nur noch bei dreien erkennbar ist. Das Haus mit der Nummer 10 in der Ortsmitte ist das ehemalige Gemeinde- oder Armenhaus. Bis in die 1970er Jahre befand sich unterhalb des Kröttensteins das Haus Nummer 11, das dann abgerissen wurde. Der Ort verfügte einst über zwei Wirtshäuser, die Gastwirtschaft Dauer (Nr. 5, Richtung Kaspauer; Schließung zum 1. Januar 1980) und die Bierwirtschaft Murmann (Nr. 9, Richtung Altendorf; der letzte Besitzer verstarb 1985).

Einwohnerentwicklung Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Siedamsdorf anhand einzelner Daten wieder.

Jahr Einwohner Anwesen Quelle: 1818 54 12 1861 68 1871 65 1875 70 1950 75 11 1987 41 ca. 12 1999 43 13 2000 47 13 2010 44 14 Die Freiwillige Feuerwehr Altendorf-Siedamsdorf, feuerwehr-weismain.de, abgerufen am 29. Dezember 2011 (offline) 2012 41 14 , stadt-weismain.de, abgerufen am 30. Dezember 2012 2013 41 14 , stadt-weismain.de, abgerufen am 16. August 2018 2014 38 14 Angabe eines Ortsansässigen, basierend auf eigener Zählung 2015 37 14 2016 37 14 , stadt-weismain.de, abgerufen am 16. August 2018 2017 37 14 , stadt-weismain.de, abgerufen am 16. August 2018 2018 37 14

Vereine Freiwillige Feuerwehr Altendorf-Siedamsdorf, gegründet 1906 Gartenbauverein Schöpfleinsgrund, gegründet 1992 Kapellenpflegeverein

Literatur Andrea Göldner: 100 Jahre Freiw. Feuerwehr Altendorf-Siedamsdorf, Weismain 2006

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Lichtenfels Kategorie:Ortsteil von Weismain Kategorie:Ersterwähnung 1250