mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Köpenick

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Köpenick beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Köpenick mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick

Straßensystem und Prinzipien seiner Benennung

Köpenick hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12459, 12555, 12557, 12559 und 12587.Geodatenauskunft Treptow-Köpenick Geodatenkatalog Im Ortsteil liegen 227 gewidmete Straßen und 14 benannte Plätze, hinzu kommen unbenannte Plätze im Straßenverlauf und Privatstraßen, wie etwa die fünf im Gewerbegebiet des Innovationsparks Wuhlheide. Von den aufgeführten Straßen führen 12 in die Nachbarortsteile mit gleichem Namen (inklusive Berliner Straßennummer) weiter. Die gesamte Länge der (aufgeführten) Straßen im Ortsteil beträgt dabei 119,3 Kilometer.

Wie anfangs üblich, erhielten die ersten Straßen Benennungen nach der Richtung, in die sie verliefen, hier also Kaulsdorfer, Biesdorfer, Mahlsdorfer, Dahlwitzer, Müggelheimer oder Berliner Straße beziehungsweise Chaussee. Maler, bekannte Schriftsteller wie Slevogt, Goethe, Schiller, Begriffe aus der Natur wie Bäume und Blumen spielten bei der Namenswahl für die Straßen und Plätze auch eine wesentliche Rolle. Neun Straßen sind nach Märchenfiguren benannt und Bestandteil des Märchenviertels. Im Ortsteil finden sich 22 Straßen, die 1928 und in den 1930er Jahren nach Orten benannt wurden, die im Ergebnis des Versailler Vertrags zu Polen kamen. Weitere 56 Straßen tragen Namen von Personen, die in der Geschichte der früheren Stadt Köpenick eine Rolle spielten (Fischer, Fabrikanten, Grundbesitzer, Schlossbewohner, Bürgermeister, Politiker).

Einige Straßen hießen nach ihrem weiteren Ausbau zunächst „Verlängerte…“, von denen etwa die Hälfte später in den eigentlichen Straßenzug integriert wurde. Drei derartige Bezeichnungen sind noch erhalten (Stand: Juli 2017). In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten Umbenennungen vor allem von Straßennamen, die frühere Herrscher ehrten, stattdessen wurden Opfer oder Verfolgte aus der Zeit des Nationalsozialismus zu Namensgebern, wie Werner Seelenbinder, Ernst Grube oder Bruno Hämmerling.

Grenzen zu den Nachbarortsteilen Der Waldbestand, die angrenzenden Wasserflächen der Flüsse Dahme, Spree und Wuhle sowie der historische Ortskern des ehemaligen Fischerdorfs Köpenick, die Ortslagen Spindlersfeld und Wendenschloß sowie das Allende-Viertel I und II strukturieren den Verlauf und die Fläche des Ortsteils und damit das angelegte Straßensystem.

Der Ortsteil Köpenick grenzt südlich an Grünau, beginnend etwa in Höhe der Insel Großer Rohrwall im von der Dahme durchflossenen Langen See. Die Ortsteilgrenze verläuft weiter nordwest- bzw. nordwärts bis zur Mündung des Teltowkanals, von dort am Südufer des Kanals in Richtung Westen bis etwa 100 Meter vor der Bahnbrücke des Berliner Eisenbahnrings. Nun ändert die Grenze ihre Richtung: nordwärts östlich von Adlershof am Ostrand der Bahnanlage. Ab der Köllnischen Brücke über die S-Bahn-Strecke Schöneweide–Spindlersfeld grenzt Köpenick bis zur Wilhelm-Spindler-Brücke an Niederschöneweide. Von hier an verläuft die Grenze (jetzt zu Oberschöneweide) ostwärts am Südufer der Spree. Sie kreuzt in Höhe der Wuhlemündung die Spree, verläuft entlang des Westufers der Wuhle bis zur Pyramidenbrücke, die die Straße An der Wuhlheide überquert, und wendet sich dann nordwestwärts. Entlang der Rudolf-Rühl-Allee durchquert sie die Wuhlheide, erreicht über den S-Bahnhof Wuhlheide am Nordende der Rudolf-Rühl-Allee die Grenze zum Lichtenberger Ortsteil Karlshorst. Hier wendet sie sich nach Osten. Weitere nördlich benachbarte Ortsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf sind Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Im Nordosten ist die Berliner Stadtgrenze zur brandenburgischen Gemeinde Hoppegarten (Gemeindeteil Waldesruh) auch die Grenze Köpenicks. Nun beginnt die Grenze zu Friedrichshagen in Richtung Südwesten, zunächst am Ostrand der Mittelheide bis zur S-Bahn-Strecke nach Erkner (nahe dem S-Bahnhof Hirschgarten), dann südlich entlang der Hirschgartenstraße. Der Grünfließer Gang, das Ostufer des Neuenhagener Mühlenfließes und das Südufer der Müggelspree (in östlicher Richtung etwa ab Salvador-Allende-Brücke) bestimmen den weiteren Grenzverlauf, bevor vom Spreetunnel bis zur Siedlung Müggelhort der Große Müggelsee durchquert wird. Direkt auf dem See beginnt die Grenze zu Rahnsdorf. Schließlich bildet der Siedlungsrand von Müggelheim in südwestlicher Richtung die Ortsteilgrenze Köpenicks. Zwischen Jagen 192 in Müggelheim und Jagen 401 im Stadtforst Köpenick wird dann wieder der Lange See erreicht.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAdlershofer Straße () 410 Adlershof, benachbarter Ortsteil align=right Anfang 19. Jh. Die Straße liegt zwischen der Rudower und der Glienicker Straße in der Ortslage Köllnische Vorstadt. Sie soll in ihrem Verlauf um 1812 angelegt worden sein, sodass der Name auf der ehemals direkten Verbindung zwischen Köpenick und Adlershof beruht. Auf der östlichen Seite wurde sie mit Wohnhäusern bebaut; gegenüber erstreckt sich der Friedhof der Laurentius-Gemeinde. 140x140px|zentriert|Baudenkmal Adlershofer Straße 7Adolf-Heyden-Straße ()190 Adolf Heyden (1838–1902), Architektalign= right Die Straße liegt in der Wasserstadt Spindlersfeld und führt von der Carl-Spindler-Straße zur Ottomar-Geschke-Straße. 140px|Berlin-Köpenick Adolf-Heyden-StraßeAhornallee ()400Ahorn, Laubbaum align=right Die Straße in der Ortslage Berlin-Spindlersfeld wurde nach dem Bebauungsplan um 1891 als Weg zum Spindlersfelder Erholungshaus angelegt, wobei sie aus den Teilen Straße 157 und Straße 158 bestand. Sie führt von der Daheimstraße in südöstliche Richtung und mündet in die Mentzelstraße. 140x140px|zentriert|AhornalleeAlfred-Randt-Straße ()1030Alfred Randt (1899–1945), Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime align=right Sie schlängelt sich treppenförmig zwischen der Erwin-Bock-Straße (westlich) und dem Müggelschlösschenweg durch ein in den 1980ern neu errichtetes Wohngebiet. In ihrer Nähe befinden sich drei soziale Einrichtungen: die Berliner Stadtmission, die Kita ,Rappelkiste’ und das Diakoniewerk Bethel e.V. Der früher hier verlaufende Strandschloßweg wurde in die Trasse integriert. Im Jahr 2014 hat der Senat von Berlin auf der bisher unbebauten Seite dieser Straße aus bunten Wohncontainern ein Heim zur Unterbringung von 400 Flüchtlingen errichten lassen.Andreas Abel: Senat erwartet 20.000 Flüchtlinge. In: Wochenendausgabe der Berliner Morgenpost, 28. Februar/1. März 2015, S. 15. 140x140px|zentriert|Alfred-Randt-Straße, Blickrichtung NordAllendeweg (*) ()230Salvador Allende (1908–1973), chilenischer Präsident 1970–1973 align=right Der Weg geht beiderseits von der Wendenschloßstraße in Höhe der Hausnummer 45 ab. Im amtlichen Verzeichnis ist er nicht notiert, er umfasst zehn Hausnummern. Im Allendeweg 1 befindet sich die bezirkliche Geschäftsstelle der Partei Die Linke.140x140px|zentriertAlte Kaulsdorfer Straße ()220Kaulsdorf, nördlicher Nachbarort align=right Der Verkehrsweg ist Teil einer früheren Verbindungsstraße zwischen Köpenick und dem Dorf Kaulsdorf. Sie hieß bis 1961 durchgängig Kaulsdorfer Straße. Mit der Bebauung der Gegend wurde der südliche Straßenverlauf neu trassiert. Er endet jetzt an der Mahlsdorfer Straße statt an der Straße Am Bahndamm. Der ursprüngliche Verlauf zwischen Kaulsdorfer Straße und Am Bahndamm erhielt zur Unterscheidung den Zusatz „Alt“. 140x140px|zentriert|Alte Kaulsdorfer StraßeAlter Markt ()180Marktplatz von Köpenick align=right überliefert(17. Jh.) Die Straße besteht aus zwei Teilen – einer bildet ein Verbindungsstück zwischen Lüdersstraße (Nord) und Landjägerstraße (Süd). Der andere läuft in West-Ost-Richtung vom Schüßlerplatz bis zu(m) Katzengraben. Die Wohnhäuser (Nummern 2, 4 und 7) stehen unter Denkmalschutz. Außerdem befindet sich hier die 1876/77 erbaute Volksschule, ein dreigeschossiger Klinkerverblendbau, der bis 1990 als Sprachheilschule genutzt wurde. Im 21. Jahrhundert dient das Gebäude als Stadtteilbibliothek. Es wird mit einem baulich angepassten querstehenden Neubau zu einem Lern- und Ausstellungskomplex (Mittelpunktsbibliothek) erweitert. Im historischen Schulgebäude wird die Bibliotheksverwaltung untergebracht. 140x140px|zentriert|Alter Markt anno 1999

140x140px|zentriertAltgrabauer Straße ()200 ‚Altgrabau‘ bzw. ‚Alt Grabau‘, Ort in Westpreußen, seit 1920 Grabowo Kościerskie, Ortsteil von Nowa Karczma in Polen align=right Bei der Anlage des Straßensystems wurde sie Straße 5a genannt. Sie verläuft in Nord-Süd-Richtung von der Bahrendorfer Straße zur Bachwitzer Straße. 140x140px|zentriert|Altgrabauer StraßeAlt-Köpenick ()320 Zentrum der Siedlungsgründung Köpenick align=right Der Straßenzug oder einzelne Abschnitte trugen seit der Anlage der Straße folgende Namen: Schloßstraße, Breite Straße, Marktplatz, Schloßplatz, Schloßstraße, Litzmanndamm, Litzmannplatz, Max-Betcke-Straße sowie Max-Betcke-Platz. Es ist die älteste Straße Köpenicks, sie verbindet den Schloßplatz (im Süden) mit der Lindenstraße (im Norden). An dieser Straße sind die ältesten Wohnhäuser des Ortes erhalten und unter Denkmalschutz gestellt sowie das Rathaus Köpenick und die St.-Laurentius-Stadtkirche. Die Straße verläuft parallel zur Dahme, vom Köpenicker Schloss bis zur Dammbrücke.140x140px|zentriert|Alt-Köpenick 18, eines der denkmalgeschützten Häuser

140x140px|zentriert|Rathaus, Ansicht von Alt-Köpenick herAm Amtsgraben (*) ()360 Amtsgraben, benachbartes Fließ align=right Der Weg geht von Am Berg nach Südosten ab, kreuzt den Allendeweg und Am Schlossberg. Dann macht er einen 90-Grad-Knick und führt nordwestwärts als Fußweg auf die Wendenschloßstraße. Er ist nicht im amtlichen Verzeichnis enthalten. 140x140px|zentriert|Klappbrücke über den Amtsgraben im Zuge von Am AmtsgrabenAm Bahndamm ()500 Damm entlang der Bahnlinie align=right Die Straße verläuft nördlich parallel zur Bahntrasse. Sie verbindet die Hämmerlingstraße (West) mit der Mahlsdorfer Straße (Ost). Westlich setzt sie sich als Schubertstraße und östlich als Stellingdamm fort. 140x140px|zentriert|Am Bahndamm, nahe dem Bahnhofs-ParkhausAm Bahnhof Wuhlheide () 105(im Ortsteil) S-Bahnhof Wuhlheidealign= right Die Straße verläuft von der Rudolf-Rühl-Allee bis unterhalb der Ostkante der Straßenbrücke. Der weiterführende Abschnitt liegt in Oberschöneweide. Ein früherer Straßenname ist nicht bekannt. 140x140px|zentriert|Am Bahnhof Wuhlheide mit Blick zur Rudolf-Rühl-Allee-BrückeAm Berg ()80 am früheren „Schwefelberg“ gelegen align=right Die Straße geht beidseitig von der Wendenschloßstraße ab, ihr Nordwestbereich ist eine Sackgasse. Die Nitritfabrik AG, Chemische Fabrik hatte hier ab 1830 ihre Abfälle entsorgt die langsam zu einer Halde angewachsen waren. Die Zufahrtsstraße dorthin hieß zunächst Straße 10. In den 1960er Jahren entstand auf der Halde ein kleiner Park. Wegen ihres Ursprungs hieß die Anlage im Volksmund „Schwefelberg“. Im Jahr 2005 wurde die Halde abgetragen, der Name der Straße blieb. 140x140px|zentriertAm Ernst-Grube-Park ()120 benachbarter Park, benannt nach Ernst Grube (1890–1945), Politiker und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime align=right Der Weg liegt am Nordrand des namensgebenden Parks zwischen Angersteinweg und Ernst-Grube-Straße. Er ist keine Kraftfahrstraße. 140x140px|zentriertAm Filmlager ()100Auf dem Gelände der historischen Filmfabrik der Glanzfilm AGDie Straße geht ostwärts von Am Krusenick ab und führt auf das frühere Gelände der Filmfabrik Glanzfilm AG, wo sowohl historische Gebäude restauriert als auch Neubauten errichtet worden sind. Sie werden als Geschäfts- und Wohnbauten genutzt. Auf der Fläche knickt der Verkehrsweg nach Süden ab.Am Generalshof