Kaspauer ist ein Stadtteil von Weismain im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels im Norden des Freistaates Bayern.

Geografische Lage Das Dorf Kaspauer befindet sich in der geografischen Mitte des in Nordwest-Südost-Richtung verlaufenden Schöpfleinsgrunds, eines Nebentals des Kleinziegenfelder Tales. Das Kleinziegenfelder Tal liegt in den nördlichen Ausläufern des Frankenjuras im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura. Durch das Tal fließt der Bach Schöpfleinsgraben, der südlich von Weismain in die Weismain mündet.private Infoseite über Siedamsdorf sowie die umliegende Gegend, mbienlein.de, abgerufen am 29. Dezember 2011

Etwa 1,5 Kilometer in nordnordöstlicher Richtung befindet sich der 531,5 Meter hohe Kröttenstein. Der Stadtkern von Weismain befindet sich etwa 3,2 Kilometer nordöstlich.

Geschichte Die erste Erwähnung war 1303 in einer Urkunde bezüglich der Übernahme eines Gutes zu „Kazzebure“.Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9, S. 56.

Als Folge der Gemeindenbildung in Bayern nach der Verabschiedung der Zweiten Verfassung des Königreichs Bayerns bildete Kaspauer ab 1818 zusammen mit Altendorf und Siedamsdorf als Ortsteile die neu gebildete Gemeinde Kaspauer. Sie gehörte zum Landgericht Weismain im Bezirksamt Lichtenfels.

Die Freiwillige Feuerwehr wurde in Kaspauer im Jahr 1896 gegründet. Der Dorfweiher, der auch als Löschwasserteich diente, wurde 1938 zugeschüttet. Ein neuer wurde 1956 ausgehoben., feuerwehr-kaspauer.de, abgerufen am 29. Dezember 2011

Am 1. Juli 1976 wurde die Gemeinde Kaspauer in die Stadt Weismain eingegliedert.

Im Jahr 1990 wurde der Ort an das Fernwassernetz angeschlossen., feuerwehr-kaspauer.de, abgerufen am 29. Dezember 2011

Im April 1999 erhielt Kaspauer zusammen mit Altendorf und Siedamsdorf als Dorfgemeinschaft den Sparkassen-Förderpreis für herausragende Leistungen im Natur- und Umweltschutz.

Einwohnerentwicklung Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Kaspauer anhand einzelner Daten wieder.

Jahr Einwohner Quelle 1833 115 , S. 496 1861 141 1871 131 1875 136 2011 101 , stadt-weismain.de, abgerufen am 29. Dezember 2011 (offline) 2012 100 , stadt-weismain.de, abgerufen am 30. Dezember 2012 2013 99 , stadt-weismain.de, abgerufen am 16. August 2018 2015 95 2016 94 , stadt-weismain.de, abgerufen am 16. August 2018 2017 95 , stadt-weismain.de, abgerufen am 16. August 2018 2018 92

Vereine Freiwillige Feuerwehr Kaspauer, gegründet 1896 Gartenbauverein Schöpfleinsgrund, gegründet 1992 in Siedamsdorf

Weblinks

Großer Glücksfall für die Archäologen - „Einer der bedeutendsten Siedlungsfunde Nordbayerns“ / Dr. Timo Seregély berichtet über Ausgrabungen nahe Kaspauer, obermain.tmt-cms.de, 27. September 2012

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Lichtenfels Kategorie:Ortsteil von Weismain Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Lichtenfels) Kategorie:Gemeindeauflösung 1976