mini|hochkant=1.4|Übersichtskarte von Berlin-Bohnsdorf Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Bohnsdorf beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Bohnsdorf mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

__TOC__ Überblick Bohnsdorf hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12524 und 12526.

mini|hochkant=1.4| Im Ortsteil Bohnsdorf befinden sich 118 gewidmete Straßen und vier Plätze, darunter ist der Dorfplatz als Anger des ursprünglichen Dorfs Bohnsdorf. Von diesen 122 Verkehrsflächen liegen acht nur teilweise in Bohnsdorf oder bilden, wie die Waldstraße, die Stadtgrenze Berlins zum Brandenburger Umland. Außerdem enthält die Übersicht sieben nicht amtliche Straßen (mit * gekenn­zeichnet). Bemerkenswert ist die Verflechtung von langen Straßen quer durch den Ortsteil mit vergleichsweise kurzen die Grundstücke erschließenden Siedler- oder Siedlungsstraßen, die zuerst mit römischen Ziffern gekennzeichnet waren (I–IV). Die Gesamtlänge aller Straßen im Ortsteil beträgt 56,9 Kilometer.Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: RBS-Straße Die Straßen westlich des Plumpengrabens und südlich der Trasse Bruno-Taut-Straße–Kirchsteig samt Bohnsdorfer Kirchsteig gehörten bis 1938 zum Verwaltungsbezirk Köpenick, anschließend zum Verwaltungsbezirk Treptow. Mit der Zusammenlegung der Bezirke im Jahr 2001 sind sie nunmehr im Bezirk Treptow-Köpenick vereint. Die Ortsteilgrenzen mit Berlin-Altglienicke im Norden und Berlin-Grünau im Osten wurden mehrfach neu festgelegt.

Die zuerst vergebenen Straßennamen orientierten sich an der Lage (Wiese, Wassergraben, Hügel oder Richtung; 24 Straßen). Später ehrte die Kommune mit Straßennamen Personen, die in Beziehung zu Bohnsdorf standen oder allgemeine Berufsbezeichnungen darstellen und vergab Namen ehemaliger deutscher Ortschaften sowie einige aus der griechischen und römischen Mythologie (insgesamt 29 Straßen). Die neuesten Wohngebiete entstehen im 21. Jahrhundert im westlichen Bereich von Bohnsdorf zwischen den beiden Autobahnen A 113 und A 117. Die Straßen darin werden nach deutschen Wissenschaftlern, Ingenieuren oder Flugpionieren (auch Frauen) benannt, angeregt durch den nahen Flugplatz Johannisthal.

Zwischen 1913 und den 1920er Jahren war in Bohnsdorf der „Berliner Spar- und Bauverein“ tätig, der das Architekturbüro Taut & Hoffmann mit der Umsetzung ihrer Ideen des sozialen Wohnungsbaus beauftragte. In der Gartenstadt Falkenberg genannten Siedlung entstanden bis 1920 vor allem Einfamilien- und Vierfamilienhäuser. Nach dem Willen des Architekten Bruno Taut erhielten die Gebäude auffällige farbige Anstriche und hießen daher im Volksmund bald „Tuschkastensiedlung“. Die zugehörigen 40 Straßen wurden mit Begriffen aus der Natur (Pflanzen, Pilze, Vögel) oder mit Bezugnahme auf „Garten“ bezeichnet. Sie entstanden durch die Aktivitäten der Arbeiterbaugenossenschaft „Paradies“, nach der ebenfalls Straßen benannt wurden.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAdlerstraße ()320 Adler, einheimischer Greifvogel Die Straße wurde auf einem Baugelände der Arbeiterbaugenossenschaft „Paradies“ angelegt. Sie verbindet die Waltersdorfer Straße (West) mit der Eichbuschstraße (Ost). 140px|Berlin-Bohnsdorf AdlerstraßeAdvokatensteig ()170 Advokat, historische Bezeichnung für einen Rechtsanwalt, bis 1879 in Deutschland verwendet Der Advokatensteig ist eine Fußgängerstraße, die südwärts von der Gründerstraße abgeht und nach einem Schwenk gen Westen auf die Buntzelstraße führt. Sie verläuft auf der Trasse der 1959 stillgelegten HenschelbahnBernd Kuhlmann: Schönefeld bei Berlin. Ein Amt, ein Flughafen und elf Bahnhöfe. Verlag GVE, Berlin 1996, ISBN 3-89218-038-5, S. 74. und wurde erst 1998 benannt. Die Straße wurde zuvor von den meisten Anwohnern Schwarzer Weg genannt. Der ehemals in der Gründer­straße 32 ansässige Notar und Rechtsanwalt Klaus-Stephan Bickel hatte in den 1990er Jahren Gespräche mit dem Land Berlin wegen seiner Grundstücksgrenze an diesem Weg geführt und nannte den Weg zur eindeutigeren Bezeichnung so. Diese wurde dann offiziell übernommen. 140px|Berlin-Bohnsdorf AdvokatensteigAkazienhof ()130 Akazien, Laubbäume Die Straße geht von Am Falkenweg südwestwärts ab und erschließt das Wohngebiet. Im eigentlichen Sinne handelt es sich um einen mit Akazien bestandenen Wohnhof. Der Akazienhof ist Teil einer kompletten Wohnsiedlung, die von der damaligen Baugenossenschaft „Berliner Spar- und Bauverein“ (später „Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892“) errichtet worden ist. 140px|Bohnsdorf Akazienhof 140px|Berlin-Bohnsdorf AkazienhofAlexander-Meißner-Straße ()1070 (1883–1958), Physiker, Spezialist für Funktechnik BVV Treptow-Köpenick zur Widmung von Straßenland und Straßenbenennung im Bebauungsplangebiet XV-70a (PDF; 575 kB), abgerufen am 7. Februar 2013. Die Straße (Projektname „Transversale“) entstand auf einer neuen Bebauungsfläche. Sie geht südostwärts von Am Seegraben ab und endet an der Berliner Stadtgrenze. 140px|Berlin-Bohnsdorf Alexander Meißner-Straße 140px|Berlin-Bohnsdorf Alexander Meißner-StraßeAm Falkenberg ()440(im Ortsteil) Falkenberg, eine örtliche Erhebung von 52 Metern Höhe; auch historischer Flurname Am Falkenberg ist eine lange Erschließungsstraße im Ortsteil. Sie beginnt im Nordwesten im Ortsteil Altglienicke (Hausnummern 19–111) als Fortsetzung der Grünauer Straße, führt unter der Straßenbrücke von Am Seegraben hindurch und mündet auf den Kirchsteig nahe am historischen Ortszentrum. Das Wasserwerk in dieser Straße hat eine eigene amtliche Nummer (44489). 140px|Berlin-Bohnsdorf Am Falkenberg 140px|Berlin-Bohnsdorf Am FalkenbergAm Gartenstadtweg ()390 (als Ring) Gartenstadt, Name der vom Bauverein 1913–1915 geschaffenen „Tuschkastensiedlung“ Der Erschließungsweg entstand erst in den 1970er Jahren in seinem heutigen Verlauf; er wurde bereits nichtamtlich so genannt. Der Weg verläuft von der Paradiesstraße in nordöstliche Richtung parallel zu Am Seegraben. Nach einem leichten Bogen in östliche Richtung mündet er auf den Gartenstadtweg. 140px|Berlin-Bohnsdorf Am GartenstadtwegAm Plumpengraben ()180 Plumpengraben,ein Wassergraben zwischen der Spree in Niederschöneweide, den Feuchtwiesen in der Gemeinde Schönefeld oder aus dem Berliner Stadtforst (der Falkenberg ist Wasserscheide) zum Teltowkanal Die Straße hieß nach Bebauungsplan Straße 991, am 16. Juni 1960 erhielt sie die Bezeichnung Straße des NAW. Im Jahr 1992 vergab das Bezirksamt den Namen Graben. Wegen der Verwechslungsgefahr mit der Grabenstraße im gleichen Ortsteil wurde ein Jahr später eine Spezifizierung vorgenommen. Die Straße bildet eine Verbindung zwischen Dahmestraße (Nordwest) und Fichtestraße (Südost). Der Name orientiert sich an dem parallel verlaufenden Plumpengraben. 140px|Berlin-Bohnsdorf Am PlumpengrabenAm Seegraben ()270(im Ortsteil,Ostseite) Wassergraben, der nördlich am Schönefelder See vorüberführt Im Berlin Buchplan von 1988 ist dieser Abschnitt der B96 a in seinem Südwestbereich so bezeichnet. Die Straße ist ein Abschnitt der Bundesstraße 96a und verbindet das Adlergestell von Grünau über die A 117 hinweg mit der Gemeinde Schönefeld. Dort führt die Trasse als Mittelstraße weiter. Die Straße wurde nach der Inbetriebnahme des Flughafens Schönefeld für den zivilen Betrieb und nach dem Mauerbau ab 1961 neu angelegt. Am Seegraben bildet die nördliche Ortsteilgrenze von Bohnsdorf.

Am Seegraben war auf Berliner Gebiet nicht amtlich bezeichnet,Auf eine Anfrage an das Bauamt Treptow-Köpenick zum Zeitpunkt der Benennung gab es keine Information. Dagegen teilte man mit: „Der Abschnitt der Bundesstraße 96a im Land Berlin (Bezirk Treptow-Köpenick) zwischen der Landesgrenze zu Brandenburg und dem Adlergestell trägt keinen Straßennamen.“ Die Bezeichnung „Am Seegraben“ gab es also in Berlin nicht. (Bei den 44Pinguinen vorliegende Antwort vom Bauamt vom 22. Januar 2013.) jedoch in einigen Stadtplänen namentlich enthalten. In der Karte Berlin 1:5000, hergestellt von den bezirklichen Vermessungsämtern, war der Straßenlauf im Ortsteil mit B 96a benannt. Im Mai 2023 wurde die Straße durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick als „Am Seegraben“ benannt.Allgemeinverfügung zur Benennung eines Straßenabschnittes der Bundesstraße B 96a zwischen der Landesgrenze Berlin/Brandenburg und dem Adlergestell, verlaufend durch die Ortsteile Altglienicke und Grünau. In: Amtsblatt für Berlin, 26. Mai 2023, S. 2439/2440; .

Zwischen 2010 und 2011 wurde die gesamte Trasse „grundhaft erneuert“, um ihren Zustand als Zubringer zum Flughafen BER zu verbessern.Pressemitteilung des BA Treptow-Köpenick im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Erneuerung der B 96a Süd „Am Seegraben“, 21. Oktober 2010; abgerufen am 20. Januar 2013. 140px|Berlin-Bohnsdorf Am Seegraben 140px|Berlin-Altglienicke Am Seegraben

140px|Berlin-Bohnsdorf Am SeegrabenAm Wiesenweg ()300 Wiese, über die der Plumpengraben verläuft Das ist ein Fußweg zwischen Gartenstadtweg und dem S-Bahnhof Grünau, er mündet an der Bruno-Taut-Straße. Er wurde vom Haus- und Grundbesitzerverein der „Landhauskolonie Falkenberg“ bereits 1908 angelegt aber erst einige Jahre später benannt. 140px|Berlin-Bohnsdorf Am WiesenwegAmorstraße ()560 Amor, römischer Liebesgott Sie verbindet die Eichbuschstraße in nordwestliche Richtung führend mit dem Straßenzug Grünauer Straße–Lessingstraße. 140px|Berlin-Bohnsdorf AmorstraßeAmselweg ()140 Amsel, einheimischer Singvogel Der Weg verbindet die Waltersdorfer Straße (West) mit der Schulzendorfer Straße (Ost). 140px|Berlin-Bohnsdorf AmselwegApollostraße ()330 Apollo, griechisch-römischer Gott des Lichts/der Sonne, des Frühlings, der Heilung usw. Dieser West-Ost-Straßenzug verbindet die Schulzendorfer Straße mit der Grünauer Straße. 140px|Berlin-Bohnsdorf ApollostraßeAtlantisring ()340 Atlantis, sagenumwobene versunkene Insel;hier heißt die Baugenossenschaft so Die Privatstraße liegt in einer Neubausiedlung, beworben mit Ökopark Bohnsdorf. 140px|Berlin-Bohnsdorf AtlantisringAuraser Weg ()360 Auras, Ort in Niederschlesien, heute Uraz, Ortsteil von Oborniki Śląskie in Polen Der Weg hieß nach dem Bebauungsplan zunächst Straße 975 bzw. Siedlerweg I, gelegentlich auch Siedlungsweg I (1932). Er verläuft leicht geschwungen zwischen Dahmestraße (Nord) und Siebweg (Süd). 140px|Berlin-Bohnsdorf Auraser WegBachstraße ()620 Bach, nach dem durch den Ortsteil fließenden Plumpengraben, auf den die Straße zuläuft Der Verkehrsweg wurde um 1914 in der Siedlung Falkenhorst angelegt. Die Bachstraße ist die östliche Fortsetzung der Stromstraße. Sie verbindet die Schulzendorfer Straße mit der Birkenstraße. 140px|Berlin-Bohnsdorf BachstraßeBinswangersteig ()440 (1852–1929), Schweizer PsychologeOtto Binswanger hatte eine Gehirnerkrankung untersucht und beschrieben, die als Morbus Binswanger bekannt wurde. Zuerst hieß der Verkehrsweg Straße 51, von vor 1922 bis 1934 Fritz-Reuter-Straße. Die Namensvergabe nach Otto Binswanger erfolgte, da er „gerade“ (1929) gestorben war und eine Gedankenverbindung zum nahe gelegenen Krankenhaus Hedwigshöhe entsteht.Berliner Adressbuch für das Jahr 1939 → IV. Haushaltungsvorstände, handelsgerichtlich eingetragene Firmen und Gewerbebetriebe nach Straßen geordnet → Verwaltungsbezirk Treptow → Bohnsdorf, Johannisthal, Niederschöneweide: Binswangersteig (erstmals mit Namensherkunft) Der Steig verläuft von der Grottewitzstraße am Krankenhaus (Nord) über die Buntzelstraße – wo er einen Versatz nach Osten macht – bis zur Dahmestraße (Süd). 140px|Berlin-Bohnsdorf BinswangersteigBirkenstraße ()160 Birken, einheimische Laubbäume Die Birkenstraße verbindet die Wiesenstraße (Nord) mit dem Sandbacher Weg (früher Hubertusstraße; Süd). 140px|Berlin-Bohnsdorf BirkenstraßeBirkenweg