mini|Rimsting mit Chiemsee Rimsting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Der Luftkurort liegt am Chiemsee zwischen den Kurorten Prien am Chiemsee (drei Kilometer) und Bad Endorf (fünf Kilometer).

Geographie Gemeindegliederung

Rimsting hat 49 Gemeindeteile:

Natur Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet: Naturschutzgebiet Eggstätt-Hemhofer Seenplatte (NSG-00154.01) Landschaftsschutzgebiet Schutz des Chiemsees, seiner Inseln und Ufergebiete in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein als LSG („Chiemsee-Schutzverordnung“) (LSG-00396.01) Landschaftsschutzgebiet Inschutznahme der Thalkirchner Achen und ihrer Umgebung als LSG (LSG-00147.01) Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Chiemsee (8140-372) Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Moorgebiet von Eggstätt-Hemhof bis Seeon (8040-371) Vogelschutzgebiet (Vogelschutzrichtlinie der EU) Chiemseegebiet mit Alz (8140-471) Vogelschutzgebiet (Vogelschutzrichtlinie der EU) Moorgebiet von Eggstätt-Hemhof bis Seeon (8040-471)

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Die erste urkundliche Erwähnung im Codex Falkensteinensis erfolgte im Jahr 1189, die Gründung dürfte aber schon im 7. Jahrhundert erfolgt sein. Rimsting gehörte wie Greimharting zu der mit der Hochgerichtsbarkeit ausgestatteten Herrschaft Wildenwart. Rimsting war um 1537 das größte Dorf in der Herrschaft und galt als bedeutendster Ort für das Kloster Frauenchiemsee, das bis zur Säkularisation 1803 der Grundherr der meisten Rimstinger Güter war. Ab 1688 war die Herrschaft Wildenwart im Besitz der Familie von Tann, die sie 1771 an die Preysings verkauften, denen auch die nahe gelegene Herrschaft Hohenaschau gehörte.Gemeindebroschüre Rimsting, 2021.

Rimsting wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen Am 1. April 1970 erfolgte die freiwillige Eingliederung der Gemeinde Greimharting in die Gemeinde Rimsting. Am 1. April 1971 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Mauerkirchen im Chiemgau (Sieglweiher, Gmein und Hötzelsberg) eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Teile von Hirnsberg (Hocheck) hinzu. Im Jahr 1978 kamen von der Gemeinde Pietzing die Orte Ratzing, Herrgottswinkel, Hitzing und Kindlpoint zur Gemeinde Rimsting.

Religion Im Jahre 2003 waren 64 % der Einwohner katholisch und 17 % evangelisch. Bis zum Jahre 2011 sanken der Katholikenanteil auf 62 % und der Protestantenanteil auf 15 %.

Die katholische Pfarrei Rimsting mit der Pfarrkirche St. Nikolaus gehört zum Pfarrverband „Westliches Chiemseeufer“ im Erzbistum München und Freising. Die Kirche St. Petrus und St. Leonhard in Greimharting gehört zur Pfarrei Mariä Himmelfahrt (Prien am Chiemsee) im selben Pfarrverband. Ferner existiert die Wallfahrtskirche St. Salvator im gleichnamigen Gemeindeteil.

Für die Lutheraner in Rimsting ist die Kirchengemeinde Prien am Chiemsee mit ihrer Christuskirche zuständig.

Politik mini|alternativtext=Rathaus|Rathaus Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl 2026 ergab folgende Sitzverteilung:

CSU: 6 Sitze Bündnis 90/Die Grünen: 2 Sitze Freie Wähler: ein Sitz Unparteiische Wählergruppe Rimsting (UWG Rimsting): 5 Sitze Wählergemeinschaft Greimharting (WGG): 2 Sitze

Wappen

Gemeindepartnerschaft Sukoró, Ungarn

Kultur und Sehenswürdigkeiten Kunst Lüftlmalereien an einigen Bauernhäusern „Steinadler“ von T. Roubaud, Ecke Priener/Greimhartinger Straße Holzbildhauerskulpturen am Römerweg und am Sportplatz Westernach

Bauwerke

Pfarrkirche Rimsting „St. Nikolaus“ mit Hochaltar und Kanzel der ehm. Domstiftskirche auf Herrenchiemsee Filialkirche „St. Petrus und St. Leonhard“ in Greimharting (Pfarrei Prien) Filialkirche „St. Salvator“ (Pfarrei Prien) Kapelle „St. Kolomann“ in Hochstätt Kapelle „zur Unbefleckten Empfängnis Maria“ bei Gattern „Kriegergedächtniskapelle“ Pinswang „Kalkgruber Kapelle“ ehemaliger Bahnhof, heute gastronomisch genutzt Auf der Ratzinger Höhe () steht seit 2011 ein 16 m hoher Aussichtsturm, der früher Teil der Landesgartenschau Rosenheim war und bei Hitzing neu errichtet wurde.Aussichtsturm Ratzinger Höhe auf chiemsee-alpenland.de

Naturdenkmäler Umweltpädagogische Hütte an der Schafwaschener Bucht Obst- und Kulturweg Ratzingerhöhe Blahsee bei Aiterbach

Regelmäßige Veranstaltungen Leonhardi-Ritt jedes Jahr am 6. November in Ortsteil Greimharting

Persönlichkeiten Michael Arends (* 1939), Musikverleger und ehemaliger Politiker Axel Bartelt (* 1956), Regierungspräsident der Oberpfalz, wohnt im Ort Helmut Bieler (1940–2019), Komponist, lebte zuletzt in Rimsting und starb dort Thomas Gambke (* 1949), Politiker (Grüne), MdB, geboren in Rimsting Philipp Franz zu Guttenberg (* 1973), Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) Michael Höck (1903–1996), Geistlicher und NS-Gegner Gabriele Kuby (* 1944), Schriftstellerin Hermann Mattern (1902–1971), Gartengestalter, Architekt Anna Rupprecht (* 1996), Skispringerin, wohnt im Ort Dominik Wachter (* 1988), Koch Caspar von Zumbusch (1830–1915), Bildhauer, zog sich 1908 in den Chiemgau zurück und starb in Rimsting

Der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Meimberg übertrug der Gemeinde 2007 aus seinem Vermögen 50.000 Euro zur Errichtung einer „Rudolf-Meimberg-Stiftung“ zur Unterstützung von Senioren und sozialen Härtefällen.Rudolf-Meimberg-Stiftung auf der Website der Gemeinde Rimsting

Weblinks

Gemeinde Rimsting

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Rosenheim Kategorie:Ort im Chiemgau Kategorie:Ersterwähnung 1189 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)