mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Wittenau

Die Liste der Straßen in Berlin-Wittenau stellt die im Berliner Ortsteil Wittenau liegenden Straßen mit ihren historischen Bezügen dar. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick In Wittenau liegen zwei Plätze und 112 gewidmete Straßen und Wege. 13 dieser Straßen setzen sich in die Nachbarortsteile fort. Die Gesamtlänge der Stadtstraßen in Wittenau beträgt 49,4 Kilometer, wobei darin auch die Bundesstraße 96 im Ortsteil erfasst ist. Die B 96 führt auf dem Straßenzug der Oranienburger Straße durch Wittenau und wird durch ein Hauptstraßensystem ergänzt. Für den West-Ost-Verkehr von Tegel und Waidmannslust über Lübars nach Pankow und Niederschönhausen leitet der Straßenzug Waidmannsluster-/Zabel-Krüger-Damm im Norden von Wittenau und im Süden des Ortsteils der Straßenzug Gorkistraße/Alt-Wittenau/Wilhelmsruher Damm ins Märkische Viertel und Richtung Pankow, ergänzt wird dieser Straßenzug durch Gorkistraße/Am Nordgraben über Eichhorster/Dannenwalder Straße im Märkischen Viertel oder zur Wilhelmsruher Heinz-Brandt-Straße. Noch ist die Nordtangente am äußeren Stadtring hierbei in der Planungsphase. Die Nord-Süd-Verbindung durch die Oranienburger Straße als Bundesstraße wird westlicher durch Hermsdorfer/Trift-/Holzhauser Straße sowie den Eichborndamm durch Borsigwalde in Richtung Spandau und Autobahn und östlicher durch die Rödernallee mit Anschluss nach Gesundbrunnen und den Bezirk Mitte durch Reinickendorf.

Auffällig ist, dass in einigen Wohnvierteln die Bezeichnung der Straßen thematisch nahezu einheitlich vorgenommen wurde. Dazu gehören Werkzeuge, Ortschaften im Vogelsbergkreis, Architekten oder Begriffe aus dem Baugewerbe, Geschichte Wittenaus (historische Flurnamen oder bedeutende Ereignisse wie ein Kossätenaufstand). Durch den Bau des Nordgrabens Mitte der 1930er Jahre wurden Straßenläufe (wie die Holzhauser Straße) an dessen Linie unterbrochen. Durch die Einrichtung einer eigenen Wohnstadt auf einem ehemaligen Industriegelände für die französischen Streitkräfte in Berlin ab 1953 entstand die Cité Foch, deren Privatstraßen nicht gewidmet sind und Namen französischer Personen tragen. Die Jean-Jaurès-Straße liegt zwar an der Cité Foch, bestand aber schon – unter anderem Namen – vor Entstehung der Siedlung.

Wittenau hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 13435, 13437 und 13403.

Nach dem Ersten Weltkrieg bestand Bedarf an Wohnungen, jedoch wurden durch die folgende Inflation mit ihrem Höhepunkt 1923 einige Siedlungsprojekte nicht umgesetzt. Beispiel dafür ist die von der Heimstättengesellschaft Primus durch den Architekten Jansen 1919 projektierte Siedlung im Bereich Roedernallee (Graf Roedern-Allee), Alt-Wittenau (Hauptstraße), Oranienburger Straße, Nervenklinik (Irrenanstalt Dalldorf), Tessenowstraße (Lindenweg) und die Entwicklung des vorhandenen Straßennetzes. Anzumerken sind insbesondere die westlich der Oranienburger Straße am Ende der 1920er Jahre entstandenen Straßen mit Bauten der „Gemeinnützigen Baugenossenschaft Wohnungssuchender e.G.“.Hermann Jansen: Siedlungsplan der Heimstättengesellschaft Primus Wittenau, Berlin-Reinickendorf, 1922 Auch die Weltwirtschaftskrise störte den planmäßigen Ausbau dieser Flächen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde nahe dem S-Bahnhof ein Wohngebiet für die Angehörigen der französischen Besatzungs- und späteren Schutzmacht gebaut. Dieses Cité Foch benannte Wohngebiet besteht aus etwa 80 Gebäuden mit über 780 Wohnungen. Nach dem Abzug der Franzosen wurden die Gebäude rundum saniert und hauptsächlich Bundesbeamten und ihren Familien zur Verfügung gestellt. Lediglich die Straßennamen wie Avenue Charles de Gaulle, Allee Marie Curie oder Rue Montesquieu und die blauen Straßenschilder erinnern noch an die alte Nutzung.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) NamensherkunftDatum der Benennung Anmerkungen Bild Allee Marie Curie () 110 Marie Sklodowska Curie (1867–1934), Physikerin polnischer Herkunft, die in Frankreich wirkte align= right Die Privatstraße in der Cité Foch hat keine postalischen Grundstücke und liegt westlich der Häuser Rue Diderot 1c–1f vom Wendeplatz der Rue Diderot ab. Sie sollte mit dem 2007 aufgestellten Bebauungsplan XX-277 a gewidmet werden. Der Plan wurde 2012 überarbeitet und ist 2015 noch nicht abgeschlossen. Eine Straße mit diesem Namen ist (im Gegensatz zu den Nachbarstraßen) weder im RBS-Detailnetz (April 2015) noch auf der FIS-Broker Kartenanzeige der Karte von Berlin 1:5000 aufgenommen. Die Widmung wurde zugunsten der nahezu gleichnamigen Marie-Curie-Allee in Friedrichsfelde nicht übernommen. 140px|Allee Marie Curie Allee Pierre de Coubertin () 300 Pierre de Coubertin (1863–1937), französischer Pädagoge, Historiker und Sportfunktionär align= right Die Privatstraße in der Cité Foch hat keine postalischen Grundstücke und liegt südlich der Häuser Rue Diderot 1c–1f. Die Trasse mit diesem Namen betrifft den Weg, der zwischen der Münchhausen-Grundschule und der entweihten Ste.-Genevieve Kirche liegt. Sie sollte mit dem 2007 aufgestellten Bebauungsplan XX-277 a gewidmet werden. Der Plan wurde 2012 überarbeitet und ist 2015 noch nicht abgeschlossen. Eine Straße mit diesem Namen ist (im Gegensatz zu den Nachbarstraßen) weder im RBS-Detailnetz (April 2015) noch auf der FIS-Broker Kartenanzeige der Karte von Berlin 1:5000 aufgenommen. Die Widmung wurde zugunsten der nahezu gleichnamigen Coubertin-Allee im Olympiagelände (Westend) nicht übernommen. 140px|Allee Pierre de Coubertin Alt-Wittenau () 1470 historischer Ortskern von Wittenau align=right Im Berliner Adressbuch von 1910 wird der Ort Wittenau mit seinen Straßen das erste Mal aufgeführt, damals hieß der Verkehrsweg Hauptstraße. Zwischen 1946 und 1952 hieß die Straße Kemnitz-Allee. Der Name geht auf die Reinickendorfer Gutsbesitzerin Kemnitz zurück, wobei die Gemeinde die Wittenauer und die Reinickendorfer Hauptstraße verwechselt hatte. Im Berliner Straßensystem ist sie im Ortsteil auf einer Länge von 980 Metern in der Kategorie III: „Regionale Straßenverbindungen“ erfasst. 140px|Alt Wittenau 15 140px|Alt-Wittenau Am Dorfanger () 220 Anger, Dorfzentrum align=right Die Trasse trug vorher den Namen Straße 429. Am Dorfanger zweigt von Alt-Wittenau nach Süden ab und biegt davon nach Osten. Es ist die Erschließungsstraße der südlich von Alt-Wittenau gelegenen Grundstück 2–36 (gerade) und 3–19 (ungerade). Südlich der Grundstücke liegt der Friedhof und der Rathauspark. 140px|Am Dorfanger Am Grüngürtel () 190 Als Grüngürtel wurde der Teil der Landschaft bezeichnet, der sich von Reinickendorf über Wittenau und Waidmannslust bis in den Hermsdorfer Forst gezogen haben soll. align=right Die vom Thiloweg abzweigende Stichstraße entstand als Straße 140. Am 20. Oktober 1932 wurde sie in Schmiedegasse benannt, behielt diesen Namen jedoch nicht, da er für eine Straße im Werkzeugviertel eingesetzt war. 140px|Am Grüngürtel Am Hügel () 280 Steinberg, ein nahe gelegener Hügel align= right Die von der Gorkistraße abzweigende Erschließungsstraße entstand als Straße 111. 140px|Am Hügel Am Kesselpfuhl () 700 ein Pfuhl, der inzwischen zugeschüttet ist align= right Der Verkehrsweg entstand aus Straße 114 und Straße 115 des Bebauungsplans der Siedlung. Zur Straße, die südlich von der Gorkistraße abgehend im großen Bogen über bei den Wörden nach Osten zum Triftpark führt, gehören die Grundstücke 1–71 (ungerade) und 2–72 (gerade). Die Straße ist im Adressbuch 1928 mit dem Zusatz Siedlung Grünland eingetragen, auf Grundstück 1 und 2 (fortlaufend) an der Ecke Tegeler Straße sind Mehrparteienhäuser der „Gemeinn. Siedlungsges. Gruppe Nord“ eingetragen, gefolgt vom Jeschkenschen Haus und Baustellen bis zu Bei den Wörden und auf der Gegenseite. Der nicht mehr vorhandene Kesselpfuhl ist auf einer Karte von 1835 eingezeichnet. Der Kesselpfuhlgraben ist noch vorhanden, weist jedoch nicht mehr den historischen Verlauf auf. 140px|Am Kesselpfuhl Am Klauswerder () 210 historische Flurbezeichnung align= right Die Trasse entstand 1938 als Straße 207. Der Name geht auf Ländereien der Dalldorfer Kirche, im Mittelalter eine Nicolauskirche, zurück, die sich vor 1830 hier befanden. 140px|Am Klauswerder Am Nordgraben () 2970(im Ortsteil) Nordgraben, Entwässerungsgraben align= right Die Straße liegt im Ortsteil zwischen Gorkistraße und der Roedernallee. Dabei verläuft bis Eichborndamm die Grenze zu Borsigwalde. Zwischen Roedernallee und bis durch die Bahnunterführung nach Wilhelmsruh (Heinz-Brandt-Straße) befindet sich die Ortsteilgrenze am Nordrand der Straße. Die Straßenbreite und die südlichen Grundstücke (Nummer 31) gehören zu Reinickendorf. Am Nordgraben hieß zuerst Straße 374, auch der restliche Teil dieser Straße und die Straße 476 wurden am 1. Juli 1976 in den neuen Namen einbezogen. Am 1. November 1979 kam die Verlängerung bis zur Gorkistraße hinzu. Im Berliner Straßensystem ist sie im Ortsteil auf einer Länge von 1400 Meter in der Kategorie II: Übergeordnete Straßenverbindungen erfasst, die verbleibende Länge der Straße gehört zu Kategorie III: Regionale Straßenverbindungen. 140px|Am Nordgraben Am Packereigraben () 220(im Ortsteil) Packereigraben align= right Die Straße liegt in Wittenau zwischen Rosentreterpromenade und der Ortsteilgrenze südlich vom Achtrutenteich, nach Nordwesten setzt sie sich in Waidmannslust als Parkweg im Steinbergpark fort. Im RBS-Detailnetz ist die Straße nicht angegeben und dadurch auch keine Grundstücke am Weg. Eine betonsteinbelegte zwei Meter breite Sackgasse ist mit dem Schild Verbot für Fahrzeuge aller Art gekennzeichnet und führt vom Bahntrassenübergang der Rosentreterpromenade nach Nordwest zum Packereigraben (Ortsteilgrenze zu Waidmannslust) und einem Hundegarten. Nach dem Bebauungsplan der Siedlung hieß sie Straße 113 und gehörte zur Siedlung „Am Steinberg“. 1927 ist die Siedlung „Am Steinberg“ zusammengefasst mit Am Hügel, Priesterweg und Am Packereigraben als Straßen aufgeführt. Am Packereigraben ist 1927 als unbenannt ab Rosentreterpromenade aufgeführt. Der namensgebende Packereigraben ist bereits auf einer Karte von 1835 eingezeichnet. Seit dem 13. Jahrhundert wurden Wolleballen auch „Packen“ genannt, die entsprechenden Warendepots „Packhäuser“. 140px Am Priesteracker () 180 Flurname; dieses Landstück gehörte vermutlich dem Priester align= right Die Trasse ist als Straße 112 im Bebauungsplan verzeichnet. Sie verbindet Am Hügel mit der Rosentreterpromenade. Für die Straße ist 1940 die „Siedlung Steinberg“ genannt, die Grundstücke 5, 9–19 (ungerade, linke Seite) und 6–16 und 20 (gerade, rechte Seite) sind bebaut und bewohnt, 7 ist Garten die übrigen sind als Baustelle benannt. Die Straße ist zwischen Rosentreterpromenade über Am Hügel zur Feldmark angegeben. 1927 ist die Siedlung „Am Steinberg“ zusammengefasst mit Am Hügel, Priesterweg (Rosentreterpromenade–Am Hügel) und Am Packereigraben als Straßen aufgeführt. 140px|Priesteracker 6a Am Rathauspark () 440 liegt am Wittenauer Rathauspark align= right Die Sackgasse und 30er-Zone führt am Rathaus Reinickendorf vom Eichborndamm nach Südwest zur KGA ‚Am Rathaus‘ und trifft dort auf die Humboldt-Spur den Wanderweg am Nordgraben entlang, der durch seinen Bau die durchgehende Holzhauser Straße unterbrach. 1961 hieß auf dieser Trasse zwischen Eichborndamm und Nordgraben die Holzhauser Straße weiter über eine Brücke zum Abzweig der Triftstraße durch die Siedlung Wolfsgarten mit der Straße 141. Dieser Abschnitt wurde 1976 zusammen mit der Straße 141 umbenannt. Im Adressbuch 1940 ist das Rathaus mit Holzhauser Straße 230/232 und die Feuerwache der Stadt Berlin mit 228 genannt. 140px|Gedenkstein für NS-Opfer 140px|Am Rathauspark Am Steinbergpark