mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Reinickendorf

Die Liste der Straßen in Berlin-Reinickendorf stellt die im Berliner Ortsteil Reinickendorf liegenden Straßen mit ihren historischen Bezügen dar. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick

Reinickendorf hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 13403, 13407 und 13409. Im Ortsteil gibt es sechs Plätze und 166 gewidmete Straßen, von denen 25 teilweise in Nachbarortsteilen liegen. Die Gesamtlänge der Straßen im Ortsteil Reinickendorf beträgt 89,8 Kilometer.

Das Straßensystem des Ortsteils entwickelte sich vom Angerdorf Reinickendorf um die Straße Alt-Reinickendorf herum. 1877 wurde Reinickendorf an die Nordbahn, 1893 an die Kremmener Bahn angeschlossen, wodurch auch die Einwohnerzahlen stiegen. Die Besiedelung durch Berliner und die Eingemeindung Reinickendorfs nach Berlin im Jahr 1920 bestimmte die Grundzüge des Straßensystems. In den 1920er Jahren entstand mit ihren gesonderten Straßenverläufen die Großsiedlung Weiße Stadt, die inzwischen zum UNESCO-Welterbe gehört. 1877–1879 wurde auf verkauftem Gutsgelände eine Nervenheilanstalt errichtet.

Die ehemalige Bundesautobahn 105 wurde als „Zubringer Kurt-Schumacher-Platz“ zurückgestuft und besitzt (Stand: 2013) die Markierung RBS-Klasse ,AUBA’. Im Straßenentwicklungsplan von Berlin sind 5540 Meter der Fahrbahnen der Bundesautobahn 111 dem großräumigen und weitere 1940 Meter dem übergeordneten System zugeordnet. Übergeordnete Bedeutung haben auch die 3290 Meter der Bundesstraße 96 auf dem Straßenzug Markstraße, Residenzstraße, Lindauer Allee und Roedernallee ebenso wie 9620 Meter der Stadtstraßen (oder deren Teile auf der) Lindauer Allee, Markstraße, Residenzstraße und Roedernallee. Ergänzt wird das Straßensystem im Ortsteil durch 8520 Meter mit regionaler Bedeutung und 8830 Meter Ergänzungsstraßen.FIS Broker Detailnetz (Regionales Bezugssystem)Lageklärungen auf der Karte 1:5000, hergestellt durch die bezirklichen Vermessungsämter Diese Hauptverkehrsstraßen sind Scharnweber- und Seidelstraße nach Tegel, die Holzhauser Straße zwischen Wittenau und Haselhorst, die Wald-/Wittestraße, die Antonienstraße/Eichborndamm (parallelliegende Hauptstraßen). Die Ollenhauerstraße führt den Verkehr vom Kurt-Schumacher-Damm (vom Autobahnring her) über die Oranienburger Straße weiter nach Wittenau, ins Märkische Viertel und nach Waidmannslust. Vom Kurt-Schumacher-Damm ostwärts über Kapweg / Gotthard- / Emmentaler Straße (Residenzstraße) und Klemkestraße nach Niederschönhausen und Pankow oder nordwärts über die Kopenhagener Straße hat das Straßensystem Anschluss nach Wilhelmsruh und Rosenthal. Im Osten des Ortsteils tangiert die Provinzstraße mit der Verkehrsverbindung zwischen Gesundbrunnen sowie Wedding und Pankow über Niederschönhausen. Alle diese Straßen haben in den Nachbarortsteilen im Süden Anschluss an den Straßenring der See-/Osloer Straße in Verlängerung der Bundesautobahn 100. Ein Straßenzug der 2010er Jahre ist der Anschluss der im Norden Reinickendorfs liegenden Straße Am Nordgraben über den ehemaligen Mauerstreifen hinweg nach Wilhelmsruh zur Heinz-Brandt-Straße, die als Teil der vorgesehenen Nordtangente (vierter Stadtring) den Verkehr durch Berlins Norden zusammenfassen soll.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAegirstraße ()150 Ägir, in der nordischen Mythologie ein Riese der See und des Biersalign=right Die Straße 5 des Bebauungsplans ist als Aegirstraße Berliner Adressbuch von 1904 erstmals namentlich genannt, 1903 noch als Lettestraße D. Unter diesem Namen wurde sie in der ‚kleinen Lettekolonie‘ vor 1887 angelegt, 1900 ist sie mit einem Wohnhaus bebaut. Die Ägirstraße geht als Sackgasse nach Ost von der Reginhardstraße ab. 140px|AegirstraßeAlt-Reinickendorf () 1250 Anger von Reinickendorfalign=right Die Straße liegt zwischen Roedernallee und Kopenhagener Straße. Übernommen ist die Bezeichnung Dorfstraße für den Bereich des alten Dorfs um den Anger. Mit der Verstädterung des Gebietes zu einem wichtigen und dichtbesiedelten Industriestandort wurde um 1889 der Name Hauptstraße eingeführt. 1952 wurde dann, wie in anderen Berliner Ortsteilen, die Vielzahl der Hauptstraßen durch Vorsatz der Silbe „Alt-“ vor den Ortsteilsnamen eindeutig gekennzeichnet. Am 10. Februar 1961 wurde die Verlängerung einbezogen. Ein Abschnitt der Roedernallee, ein Teil der Humboldtstraße – zwischen Alt-Reinickendorf und einer neuen Straße – sowie ein Abschnitt der Veltener Straße wurden gemeinsam unter Alt-Reinickendorf zusammengeführt. Eine ruhige Wohnstraße mit einigem Gewerbe umschließt den alten Dorfanger mit der Dorfkirche Reinickendorf. 140x140px|zentriert|Dorfkirche Alt-ReinickendorfAm Bürgerpark ()480(im Ortsteil) Bürgerpark, im Nordosten angrenzender Parkalign=right Die Straße und die Nordseite gehört zu Niederschönhausen, der südliche Straßenrand mit dem Grundstück 10 und dem Bereich des Güterbahnhofs Schönholz zwischen Schützenstraße und Panke liegt in Reinickendorf. Seit 1905 bis 1994 hieß die Straße, auf der zwischen 1961 und 1990 die Berliner Mauer stand, Bahnhofstraße, da sie am Südrand des Güterbahnhofs liegt. Die Gleisanlagen des Bahnhofs Schönholz an der Nordbahn befanden sich bis zur Straße hin, wurden aber späterhin an der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin nicht mehr benutzt. Zum Ortsteil gehören die Grundstücke 1–14 am Südrand der Straße zwischen Schützenstraße und gegenüber der (Pankower) Leonhard-Frank-Straße, von denen nur das Grundstück 10 mit einem Wohnhaus bebaut ist. 1943 ist als Eigentümer die Deutsche Reichsbahn genannt mit Bahnhofstraße 1–8 zum Rangierbahnhof, 9 eine Gärtnerei, 10/11 Bahnmeisterei und ein Wohnhaus auf 12–14. 140pxAm Doggelhof ()80 Doggelhof, ein Kossätenbesitz nach dem Namen eines Besitzersalign=right Die Straße geht östlich vom Engelmannweg ab. 1930 wurden einige Straßen nach lokalen Plätzen benannt. Vorher wurde sie als Straße 21 geführt, wie nach dem Bebauungsplan projektiert. Nach dem Adressbuch von 1933 ist sie unbebaut. 140pxAmendestraße ()530 Karl Robert Amende (1825–1909), Kommunalpolitiker und Kaufmannalign=right Die Straße liegt zwischen Residenz- und Nordbahnstraße. Robert Amende, geboren in Braunschweig, gehörte dem Gemeindevorstand Reinickendorf an und besaß das Gelände, auf dem die Straße angelegt wurde. Er war um 1859 Geschäftsführer der Berliner Düngpulver- und Dampf-Knochenmehl-Fabrik. 1887 wohnte er in der Residenzstraße 31 und war Eigentümer der Amendestraße 28/29. Zwei Jahre später erwarb zusätzlich das Grundstück Amendestraße 18. Folgendes Jahr verkaufte er die Grundstücke, sodass er nur noch Eigentümer der Nr. 29 war. In seinem Todesjahr 1909 war er Eigentümer der Residenzstraße 113. 140x140px|zentriert|Mietshaus Amendestraße 12Am Nordgraben ()580(im Ortsteil)Nordgraben, 1928–1938 gebauter Regenvorfluter der Pankealign=right Vorher Straße 374 des Bebauungsplans, wurde sie 1968 benannt. Am 1. Juli 1976 wurde noch die Straße 473 einbezogen. Eine Verlängerung erhielt am 1. November 1978 diesen Namen, die Verlängerung bis zur Bezirksgrenze zu Pankow wurde am 13. November 2006 dem Verkehr übergeben. In der Verlängerung mit der Heinz-Brandt-Straße in Niederschönhausen ist ein Teilstück einer Nordtangente als Teil des vierten Stadtrings vorgesehen. Die Straße liegt zwischen Roedernallee und Bahnbrücke der S-Bahn-Strecke im Ortsteil. Nach Westen liegt sie bis zur Gorkistraße in Wittenau und Borsigwalde. 140px|U-Bahnhof Rathaus ReinickendorfAm Schäfersee ()80Schäfersee, See im Ortsteilalign=right Die Straße liegt westlich von der Residenzstraße zum Schäfersee abgehend, allerdings führen 480 Meter Fußweg unter gleichem Namen südlich am Ufer des Schäfersees entlang zur Brienzer Straße. Um 1908 wurde die Straße Seebad zwischen Residenz- und Markstraße angelegt und davon abgehend um 1909 Seepromenade, die 1932 beide zusammen benannt wurden. Der Name des Sees geht auf eine Schäferei zurück. Zur Straße gehören aktuell die Grundstücke Am Schäfersee 2 (gerade) und 3–65 (ungerade). Die Häuser 3 und 5–11 sind am Straßenabschnitt von der Residenzstraße zugänglich, 21–65 liegen um einen zum See geöffneten parkartigen Innenhof und Durchgang von der Holländerstraße aus, die Häuser 15–19a liegen zum See hinter den Häusern Holländerstraße 6/7. 140pxAm Stand ()1060Stand, Einrichtung eines Schützenvereinsalign=right Die Straße geht von der Klemkestraße nach Norden ab und endet in einem Wendehammer. Vor 1930 wurde sie als Straße 22 des Bebauungsplans projektiert. Im Adressbuch 1933 ist sie zwischen Feldmark und Schönholzer Weg angegeben, durch die Heimstätten Gesellschaft Primus m.b.H. komplett bebaut und bezogen. 140pxAn der Koppel ()190 Koppel, umzäunte Viehflächealign=right Die Straße 68 des Bebauungsplans liegt im Bereich vormaliger Viehweiden. Die Straße geht als Sackgasse von der Waldowstraße nach Osten ab. 140pxAntonienstraße () 1160 Antonie Sommer, Ehefrau des Drechslermeisters Sommer, der das erste Haus bautealign=right Die Antonienstraße ist eine Einbahnstraße in Richtung zur Scharnweberstraße und der A 111, dadurch gehört sie zum großräumigen Straßensystem Berlins, ergänzt durch die nordwärts gerichtete Einbahnstraße auf dem Eichborndamm. Sie liegt zwischen Scharnweberstraße und der Bahnbrücke im Ortsteil und schließt nordwärts in Borsigwalde an den Eichborndamm an. Die Antonienstraße wurde zwischen 1882 und 1887 angelegt. Am 1. Februar 1980 wurde die Verlängerung von Kienhorst- bis Wittestraße und am 15. April 1982 ihre Verlängerung zwischen Wittestraße und Eichborndamm einbezogen. 140pxArmbrustweg ()240Armbrust, Schusswaffe für Bolzen und Pfeilealign=right Die ruhige Wohnstraße endet von beiden Seiten – Emmentaler und Klemkestraße – an der Grünanlage um das Breitkopfbecken, von Norden als Einbahnstraße im Ring um eine Grünfläche im Süden als Sackgasse. Für Fußgänger und Radfahrer ist die Straße durchgängig. Die Siedlung Paddenpuhl am Breitkopfbecken entstand zwischen 1927 und 1939 nach Plänen der Architekten Fritz Beyer, Diekmann und Scherer. Es ist Straße 27 des Bebauungsplan. 140pxAroser Allee ()1330(im Ortsteil)Arosa, politische Gemeinde sowie ein Ferien- und Erholungsort in der Schweiz align=right Die Straße mit zwei Richtungsfahrbahnen und einem grünen Mittelstreifen liegt im Ortsteil zwischen Holländerstraße (Ortsteilsgrenze) und Lindauer Allee mit den Grundstücken 60–200 (gerade) und 63–195 (ungerade). Sie setzt sich nach Süden in den Wedding fort. Um 1909 wurde auf die Straße als Schillerpromenade angelegt und am 9. August 1929 wegen mehrerer gleichnamiger Straßennamen seit der Bildung von Groß-Berlin in Greulichpromenade unter Einbeziehen der Straße 35b umbenannt. Namensgeber war der Schweizer Politiker Herman Greulich (1842–1925). Sie gehört zur Weißen Stadt, auch Schweizer Viertel genannt, einer Wohnsiedlung der 1920er Jahre.140px|Aroser Allee 140px|Aroser AlleeAuguste-Viktoria-Allee ()1510 Auguste Viktoria (1858–1921), Gemahlin Wilhelms II., Deutsche Kaiserin und Königin von Preußenalign=right Die Straße liegt zwischen Ollenhauer- und Zobeltitzstraße. Seit dem 18. Jahrhundert lag hier die Triftstraße, jene Trasse auf der die Reinickendorfer Bauern ihr Vieh zur Weide trieben. Auguste Viktoria weihte 1892 die Segenskirche ein und der Straßenabschnitt Neue Trift wurde als Auguste-Viktoria-Allee benannt. 1945/1946 trug die Allee kurzzeitig den Namen Kapitän-Chocholoff-Straße, der amtlich nicht bestätigt wurde. 140x140px|zentriert|SegenskircheBaseler Straße ()660 Basel, drittgrößte Stadt der Schweiz am Dreiländereck Schweiz/Deutschland/Frankreichalign=right Die Baseler Straße liegt zwischen Holländer- und Emmentaler Straße. Im Adressbuch 1910 ist die Baseler Straße noch als unbebaut von der Holländer Straße her aufgeführt. 140pxBecherweg