Balatonszárszó ist eine ungarische Großgemeinde im Kreis Siófok im Komitat Somogy. Sie hieß bis 1922 Szárszó. Der Ort ist vor allem vom sommerlichen Badetourismus am See geprägt.

Geografische Lage Balatonszárszó liegt am südlichen Ufer des Balaton, 52 Kilometer nördlich des Komitatssitzes Kaposvár und 19 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Siófok. Nachbargemeinden sind Balatonföldvár, Szólád und Balatonőszöd. mini|links|Blick auf den Balaton bei Balatonszárszó

Geschichte Der Ort wurde erstmals 1082 urkundlich mit dem Namen Zarrosozow erwähnt. Seit 1733 gehörte das Dorf nebst Umgebung der Familie Hunyady. Im Jahre 1743 wurde eine katholische und im Jahre 1800 eine reformierte Schule gegründet. 1843 wurde eine reformierte Kirche im Stil des Klassizismus gebaut. Ab 1904 entwickelt sich Szárszó zum Badeort. Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Kleingemeinde 234 Häuser und 1040 Einwohner auf einer Fläche von 5709 Katastraljochen. Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Tab im Komitat Somogy.

In diesem Jahr bekam der Ort eine Eisenbahnstation, eine Post und Telefonanschlüsse. Der Erste Weltkrieg forderte 50 Opfer aus Szárszó.

mini|hochkant|Attila-József-Denkmal in Balatonszárszó Am Bahnhof Balatonszárszó starb 1937 Attila József, einer der berühmtesten ungarischen Lyriker des 20. Jahrhunderts, durch Selbstmord. Zu seinen Ehren befindet sich dort eine Attila-József-Gedenkstätte.

Im Zweiten Weltkrieg fielen 34 Soldaten aus Szárszó.

Der erste Kindergarten wurde 1947 eröffnet. 1948 wurden die beiden Schulen vereint und konnten 1961 in ein modernes Schulgebäude umziehen. 1972 wurde das Attila-József-Museum eröffnet.

1973 erhielt der Ort den Status einer Großgemeinde.

Bis 2012 gehörte sie zum Kleingebiet Balatonföldvár.

Gemeindepartnerschaften Es bestehen folgende Gemeindepartnerschaften: Ebes, Ungarn Hajdúszoboszló, Ungarn Joseni, Rumänien Łapanów, Polen

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Ort im Komitat Somogy