mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Staaken

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Staaken beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Staaken mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick Staaken hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 13591 und 13593. Im Ortsteil finden sich 178 gewidmete Bundes-, Stadt- und Siedlungsstraßen und ein benannter Platz. Die Straßen haben eine Gesamtlänge von 81,8 Kilometer. Von den Straßen im Ortsteil setzen sich 20 (mit gleicher Nummer des Berliner Straßenverzeichnisses) in den Nachbarortsteilen fort oder gehören nur teilweise zu Staaken.

Das Straßensystem des Ortsteils geht auf das Pfarrdorf Staaken zurück und mehrere Straßennamen geben die historischen Verbindungswege in die Nachbarorte wieder. Der Bevölkerungszuwachs für die Beschäftigten der Spandauer Rüstungsbetriebe zwischen 1914 und 1917 in der Gartenstadt Staaken mit etwa 450 neu eingerichteten Ein- und Mehrfamilienhäusern erforderte das Anlegen neuer Straßen. Eine wesentliche Änderung gab es 1945 aufgrund des Gebietstauschs zwischen den britischen und sowjetischen Alliierten. Dabei kamen Straßen in „West-Staaken“ zunächst zum sowjetischen Sektor und damit zu Ost-Berlin. In den 1950er Jahren bis Oktober 1990 wurde die selbstständige „Gemeinde Staaken“ im Landkreis Nauen des damaligen DDR-Bezirks Potsdam gebildet. laut Bildeintrag vom 8. Februar 1951 (Bundesarchiv Bild 183-09587-0004, West-Staaken, Ausgabe von Lebensmittelkarten.jpg)Serie „Maklers Lieblingsorte“: Wo der Westen zum ungeliebten Osten wurde. In: Berliner Morgenpost. 5. Dezember 2009.West-Staaken. In: Berliner Zeitung. 7. November 1994.Wir haben gekiekt wer kommt. In: Hannoversche Allgemeine. 20. August 2010. Die Namen neuer Straßen im Ortsteil wurden zwischen 1950 und 1990 durch verschiedene Verwaltungseinheiten vergeben, beispielsweise gab es nach 1990 zwei Straßen mit dem Namen „Neue Straße“. Zu West-Staaken gehörten die Straßen zwischen der westlichen Berliner Stadtgrenze und dem Westrand des Finkenkruger Wegs / Nennhauser Damm bis zum Brunsbütteler Damm entlang, weiter am Bullengraben, dem Westrand der Bergstraße, die Heerstraße kreuzend und westlich vom Hahnebergteich zur südlichen Stadtgrenze (Postleitzahl seit 1993: 13591). Die angrenzenden Straßen West-Staakens lagen im Sperrgebiet der Berliner Mauer, teilweise lag der Grenzverlauf an der Berliner Mauer auf der Straßenmitte. Durch eine Vereinbarung zwischen dem Berliner Senat und der DDR vom 31. März 1988 gelangte die gesamte Straßenbreite zu West-Berlin, wie beim Nennhauser Damm. Da die Grenzziehung den Bahnhof Staaken kreuzte gab es zwei Bahnhöfe Staaken.Lage Staaken mit Grenzziehung laut Plan 1955 Größere Änderungen im Straßenverlauf erfolgten nach 1990 speziell in West-Staaken, sowohl durch die Nutzung des Grenzstreifens als auch im Industriegebiet nach Abwicklung der DDR-Betriebe Quarzschmelze und VEB Plaste auf dem Fliegerhorst-Gelände.Bauboom in West-Staaken. In: Berliner Morgenpost. 11. Dezember 2002.Gewerbegebiet West-Staaken: B-Pläne VIII-431 / VIII-432a und 432b: ehemaliger Flugplatz Staaken in Berlin-Spandau. Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen, Auftraggeber: Naturschutz- und Grünflächenamt Spandau (2005)

Das Straßensystem von Staaken wird von der Bundesstraße 5, der Heerstraße (auch: Hamburger Chaussee) getragen. Von Spandau her wird diese durch den Brunsbütteler Damm ergänzt, der über den südlichen Teil des Nennhauser Damms an die B 5 geführt wird. Die Bundesstraße bringt auch den Anschluss an den Berliner Ring und die Hamburger Autobahn. Bis in die 1970er Jahre lag hier ab Grenzübergangsstelle Staaken (in Höhe des Forts Hahneberg) die Fernstraße 5 (F 5) für den Transit nach Hamburg und der Bahnhof Staaken hatte eine Grenzkontrollfunktion im Transitverkehr. Weitere Hauptstraßen im Ortsteil sind die Straßenzüge Seegefelder Straße / Seegefelder Weg (nur Südseite) (Spandau–Dallgow-Döberitz) und Magistratsweg / Klosterbuschweg (Falkenhagener Feld–Wilhelmstadt).

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern)Namensherkunft Datum der BenennungAnmerkungenBildAdelheid-Poninska-Straße ()280Adelheid Poninska (1804–1881), Sozialreformerin und Stadtplanerin (Pseudonym „Arminius“) Die Straße zwischen Wiesenweg und Bergstraße wurde um 1997 neu angelegt, bis dahin befand sich nahe der Bergstraße die Freifläche im Ergebnis des Mauerstreifens (hier westwärts).140px|Adelheid-Poninska-StraßeAhlbeerensteig ()190Ahlbeere, Beerenobst Die 3,50 Meter breite Straße liegt zwischen Torweg und Eichholzbahn und wurde beim Anlegen als Privatstraße A geführt, bei deren Benennung wurde ein botanischer Begriff mit dem Anfangsbuchstaben „A“ zugrunde gelegt, sodass die benachbarten Straßen alphabetisch sortiert blieben. Diese Straße lag durch die alliierten Vereinbarungen über einen Gebietstausch von 1945 bis 1990 in West-Staaken (Kolonie AlbrechtshofStraßensituation nach Berliner Stadtplan von 1955) im Bereich des Grenzstreifens.140px|AhlbeerensteigAlbrechtshofer Weg ()550Albrechtshof, Teil West-Staakens Die vorher als Straße 347 in der Kolonie Albrechtshof geführte liegt zwischen Finkenkruger Weg und Alfons-Loewe-Straße über die er als Stichstraße weitergeht. Der Name wurde nach einer Anwohnerbefragung vergeben.140px|Albrechtshofer WegAlfons-Loewe-Straße ()320Alfons Loewe (1868–1938), Jurist in Spandau Die Straße, vorher Straße 342 in der Kolonie Albrechtshof, zwischen Seegefelder und Albrechtshofer Weg, wurde nach dem jüdischen Berufsverbotsopfer in einer offiziellen Feierstunde am 27. Oktober 1999Zur Person Loewe und zur Benennung der Straße umbenannt.140px|Alfons-Loewe-StraßeAm alten Gaswerk ()230Gaswerk Spandau Die Straße, vorher wurde sie als Neue Straße geführt, liegt zwischen Brunsbütteler Damm und Bahngelände auf dem Gelände des ehemaligen Sauerstoffwerks der Zeppelinwerke in West-Staaken, als dieses Gebiet um 1976 zum DDR-Kreis Nauen gehörte, war sie als Neue Straße benannt worden, die Umbenennung erfolgte da es im Spandauer Ortsteil bereits eine Straße dieses Namens gab. Am Nordende der Straße existiert ein Fußgängertunnel durch die Bahnstrecke zum Oberdorfer Steig.140px|Am alten Gaswerk 3Am Fort ()810Artilleriefort Hahneberg Die vorher als Straße 334 geführte Straße in West-Staaken liegt zwischen Buschower Weg und über den Querweg als Stichstraße. Diese Gegend gehört zu dem durch den Gebietstausch 1945 zwischen den Alliierten zum sowjetisch besetzten Gebiet und danach bis 1990 zur DDR gehörenden Teil von Staaken. Die noch nicht richtig erschlossene Straße liegt an der Peripherie der Stadt und ist überwiegend mit Einfamilienhäusern bebaut.Am Fort, Berlin-Spandau (Staaken)140px|Am FortAm Heideberg ()650Heideberg, Flurname Die seit 1916 hier verlaufende Lewaldstraße wurde bei der Verlängerung im Jahr 1931 umbenannt. Sie liegt zwischen Tor- und Finkenkruger Weg.140px|Am HeidebergAm Kiesteich ()180(im Ortsteil)Kiesteich, wassergefüllte Kiesgrube aus den 1950er Jahren 1995 wurde die Straße 394 benannt, die im Ortsteil zwischen Seegefelder Weg und Wolfshorst liegt. Die Straße führt im Nachbarortsteil Falkenhagener Feld weiter nach Norden.140px|Am KiesteichAm Kleinen Platz ()150anliegender Platz von geringer Größe Die Straße in der Gartenstadt Staaken wurde nach dem kleinen Platz an der evangelischen Kirche benannt, der selbst nicht benannt ist. Sie liegt zwischen Beim Pfarrhof und Am Krummen Weg.140px|Am Kleinen Platz 1–24Am Krug ()170Krug, alte Bezeichnung für die Dorfgaststätte Die kleine Straße zwischen Am Langen Weg und Am Heideberg in der Gartenstadt Staaken wurde nach 1914 angelegt und es war ein Gasthof beim Bau der Siedlung vorgesehen, der „Krug“ wurde erst in den 1960er Jahren gebaut.140px|Am KrugAm Krummen Weg ()270nach der gebogenen Straßenanlage Die Straße zwischen Hackbuschstraße und Am Kleinen Platz wurde nach dem Verlauf in der zwischen 1914 und 1917 erbauten Gartenstadt Staaken benannt, passend zum langen und kurzen Weg in der Nähe.140px|Am Krummen WegAm Kurzen Weg ()200nach der Kürze der Straße Die Straße zwischen Eichholzbahn und Torweg wurde nach der Länge in der zwischen 1914 und 1917 erbauten Gartenstadt Staaken benannt, passend zum langen und krummen Weg in der Nähe.140px|Am Kurzen WegAm Langen Weg ()400nach der Länge der Straße Die Straße zwischen Tor- und Ungewitterweg wurde nach der Länge in der zwischen 1914 und 1917 erbauten Gartenstadt Staaken benannt, passend zum krummen und kurzen Weg in der Nähe.140px|Gartenstadt Am langen WegAm Rain ()130Rain, Randstreifen eines Feldes Die Straße geht als Stichstraße ostwärts vom Buschower Weg zum Feldrain. Die Straße 418 lag durch den alliierten Gebietstausch von 1945 im Gebiet West-Staaken, zunächst im sowjetisch besetzten Gebiet und gehörte im Weiteren zur DDR. Um 1970 erhielt sie auf Beschluss des Rates der Gemeinde Staaken den Namen Am Rain.140px|Am RainAm Sonnenhügel ()270Sonnenhügel, als werbende Ortsangabe Die Straße wurde 2010 neu angelegt, markiert als Wohnbaufläche, W4 (GFZ bis 0,4) mit Grünfläche durchsetzt und verläuft südlich der Heerstraße als Ringstraße von Am Staakener Kirchengelände ab nach Osten.140px|Am SonnenhügelAm Staakener Kirchengelände ()170Boden der Kirchgemeinde Die Straße wurde 2010 neu angelegt und führt von der Heerstraße nach Süden. Das Baugelände wurde von der evangelischen Kirchgemeinde Staaken auf kircheneigenem Land im Erbbaurecht bereitgestellt.140px|Am Staakener Kirchengelände 2012Am Wäldchen ()530anliegendes Fichten- und Kieferngehölz Die Straße 426 zwischen Talweg und heutiger Stadtgrenze Berlins lag im Bereich des 1945 durch alliierten Gebietstausch entstandenen West-Staaken. Durch den Rat der Gemeinde Staaken im DDR-Kreis Nauen wurde diese Nummern-Straße um 1970 wegen der umliegenden Wäldchen dieser Art benannt.140px|Am WäldchenAm Zeppelinpark ()770Zeppelinpark, hiesiger Gewerbepark Die Straße liegt zwischen dem zur Stadtgrenze verlängerten Brunsbütteler und dem Nennhauser Damm und wird im August 2024 bis zur Heerstraße verlängert.Benennung. In: Amtsblatt für Berlin, 5. Juli 2024, S. 1974/75; online. Es ist eine (in den 2010er Jahren neu) ausgebaute Straße, die im Südteil (vom Nennhauser Damm ab) mit einem Parallelzweig eine Gewerbefläche umschließt, die in einigen Quellen als Berolinapark bezeichnet wird. Zunächst wurde die Werkstraße im Industriegelände als Berolinastraße geführt. Dieses Gebiet des vormaligen Flugplatzes Staaken wurde 1945 als West-Staaken aus Spandau ausgegliedert, kam dann zur DDR und wurde für Industrie und Krankenhaus genutzt und steht nach der Auflösung 1990 und der Rückgliederung von Staaken als Fläche für einen Gewerbepark im Flächennutzungsplan.

Der Name des Gewerbeparks bezieht sich auf den einstigen um 1915 von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH gegründeten Flugplatzes Staaken. Derzeit seit 2000 wird er von der „Zeppelin Gewerbepark GmbH & Co“ betrieben.140px|Am Zeppelinpark südwärts gesehenAn der Karolinenhöhe ()200(im Ortsteil)Karolinenhöhe, südlich der Straße liegender 52 Meter hoher Berg Die Straße zwischen Weinmeisterhornweg und Gruberzeile wurde zur Erschließung des Baugeländes südlich der Heerstraße angelegt. Die Straße liegt in Wilhelmstadt, die nordwestlichen Grundstücke 1–13 (ungerade) gehören zum Ortsteil.140px|An der KarolinenhöheAn der Spitze ()340Spitze zwischen Nennhauser Damm und Heerstraße Die Straße geht als Stichstraße im von der alten Straßenführung des Nennhauser Damms ab die sich im spitzen Winkel mit der Heerstraße traf. Sie liegt im Gebiet West-Staaken des alliierten Gebietstauschs von 1945 und wurde von der Gemeinde Staaken um 1970 als Zugang zu Klinkerbauten der 1930er und Plattenhäusern der 1950er Jahre angelegt.140px|An der Spitze

140px|Die Straße An der Spitze führt in eine QuerstraßeAnschützweg