mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Wilhelmstadt

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Wilhelmstadt beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Wilhelmstadt mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick

Der Ortsteil Wilhelmstadt hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 13593, 13595. Der Ortsteil wurde 1897 zum 100. Geburtstag Kaiser Wilhelms I. benannt, danach begann die intensive Bebauung der bestehenden Straßen und die Ergänzung des Straßensystems, nördlich der Heerstraße in der historischen Wilhelmstadt besteht diese aus Mietshäusern vom Beginn des 20. Jahrhunderts. In den anderen Ortslagen finden sich eher Siedlungsstraßen mit Einfamilienhäusern.

mini|Straßensituation von Pichelswerder und Wilhelmstadt, 1901

Im Ortsteil liegen 121 gewidmete Straßen und acht benannte Plätze. Die gesamte Länge dieser Bundes-, Stadt- und Siedlungsstraßen beträgt 59,5 Kilometer, 23 Straßen gehören teilweise auch zu den Nachbarortsteilen Staaken und Spandau. Den Status einer Bundesstraße haben die Heerstraße mit der B 5 und B 2, wobei die letztere nach Süden Richtung Potsdam über die Wilhelmstraße verläuft, und folgend die Potsdamer Chaussee. Der Abschnitt der Wilhelmstraße nördlich der Heerstraße gehört zum Hauptstraßensystem wie die entlastende (weil ausgebautere) Gatower Straße. Als Haupt- und Geschäftsstraße von Wilhelmstadt dient ebenfalls die Pichelsdorfer Straße zwischen Heerstraße und Wilhelmstraße. Letztere ist dann über die Spandauer Klosterstraße mit dem Straßenzug Ruhlebener Straße und Charlottenburger Chaussee verbunden, der westlich über den Brunsbütteler Damm wieder zur Heerstraße und dann nach Brandenburg und zur Bundesautobahn 10 führt. Östlich führt der sechsspurig ausgebaute Zug nach Charlottenburg und zur Bundesautobahn 100, wobei er teilweise durch den Ortsteil führt. Hinzu gehört der Straßenzug Weißenburger Straße, Götel- und Schulenburgstraße zwischen Pichelsdorfer und Ruhlebener Straße. Nach Westen zum Nachbarortsteil Staaken führt der Zug Schmidt-Knobelsdorf-, Lutoner Straße von der Wilhelmstraße. Dieser Straßenzug ist über die Seeburger Straße am Nordende der Wilhelmstraße mit der Spandauer Klosterstraße und dem Altstädter Ring im zentralen Teil des Bezirks Spandau verbunden.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAdamstraße ()610 Johann George Adam Betcke (1825–1912), Bäckermeister und Spandauer Kommunalpolitiker Die um 1870 im Gebiet Wilhelmstadt neu angelegte Straße l erhielt 1874 den Namen Adamstraße, nach dem Vornamen des Stadtsyndikus Adam Betcke. Am 20. November 1914 beschloss der Spandauer Magistrat den im Jahr 1897 angelegten östlichen Abschnitt als Betckestraße herauszulösen. Betcke war von 1854 bis 1882 Stadtsyndikus in Spandau und von 1883 bis 1885 Bürgermeister. 140x140px|zentriert|Adamstraße 140x140px|zentriert|Adamstraße 28Alfred-Balen-Weg ()180 Alfred Balen (1930–1986), jugoslawischer Wasserballtrainer in Spandau Der Fußweg zwischen Wever- und Gatower Straße wurde zur Ehrung des seit Ende der 1960er Jahre bei den Wasserfreunden Spandau tätigen Trainers benannt, da er die Rolle Berlins im deutschen Wasserballsport voranbrachte. 140x140px|zentriert|Alfred-Balen-WegAlt-Pichelsdorf ()410 das hier liegende Dorf wurde zur Spandauer Ortslage Pichelsdorf 1939 wurde, wie auch andernorts in Groß-Berlin, die Dorfstraße unter Vorsatz des Präfix „Alt-“ zur 1920 eingemeindeten Umgebungsgemeinde umbenannt, dabei wurde der südlich der Heerstraße liegende Teil der Pichelsdorfer Straße einbezogen. So liegt die Straße zwischen Heerstraße/Mahnkopfweg und Heer-/Pichelsdorfer Straße. 140x140px|zentriert|Alt-PichelsdorfAm Omnibushof ()230 der Autobusbetriebshof wurde 1967 fertiggestellt Zwischen Wilhelm- und Gatower Straße wurde die Straße zusammen mit dem neuen Autobusbetriebshof der BVG auf ehemaligem Kleingartengelände nördlich der Heerstraße neu angelegt. 140x140px|zentriert|Am OmnibushofAm Pichelssee ()750 Pichelssee, anliegende Verbreiterung der Havel Auf der Trasse der Straße 1 des Bebauungsplans wurde die von Alt-Pichelsdorf nach Süden auf die Halbinsel führende Straße nach dem ostwärts anliegenden Flussabschnitt benannt. Nichtamtlich als Schloßstraße geführt wegen des Zugangs zum „Schloßpark“ am Südende der Halbinsel. 140x140px|zentriert|Am PichelsseeAm Südpark ()150 Südpark, 1919–1924 gestaltete Parkanlage im Gebiet der Börnicker Lake. Die Straße liegt zwischen Weverstraße und Jordanstraße im inneren Gebiet der Wilhelmstadt. Am 17. Oktober 1959 wurde der südliche Straßenabschnitt der durch die Gartenkolonie „Kietzer Feld“ abgeteilt wurde als gesonderte Straße Plathweg herausgelöst. 140x140px|zentriert|Am SüdparkAmalienhofstraße ()380 nach dem hiesigen Gutshof AmalienhofZum Amalienhof Die Straße liegt zwischen Päwesiner Weg und Lutoner Straße und wurde 1876 im Spandauer Gebiet Klosterfelde angelegt. 140x140px|zentriertAn der Karolinenhöhe ()190(im Ortsteil)Karolinenhöhe, ein südlich der Straße gelegener 52 Meter hoher Berg Dieser gepflasterte verkehrsberuhigte Bereich liegt zwischen Weinmeisterhornweg und Gruberzeile. Das Straßenland mit den östlichen Grundstücken gehört zum Ortsteil und bildet am Westrand die Grenze zu Staaken. Die Straße wurde zur weiteren Erschließung des Baugeländes südlich der Heerstraße angelegt. 140x140px|zentriertBaumertweg ()180 Georg Ferdinand Baumert (1854–1930), Jurist, Kommunalpolitiker. Die zwischen Grimnitz- und Jordanstraße liegende Straße war im Bebauungsplan als Straße 101 projektiert. 140x140px|zentriertBaumgartensteg ()70 Baumgarten, Hauptmann einer preußischen Haubitzenbatterie 1813 Die kurze Wohnstraße mit guter Altbausubstanz liegt zwischen Ruhlebener und Heidereuterstraße. Bombardier Schultze von Baumgartens Haubitzen gelang es durch einen Fernschuss über nahezu 1300 Meter, etwa vom Ort der heutigen Straße, das Pulvermagazin der Zitadelle zu treffen und die diese besetzenden Franzosen zur Kapitulation der Festung Spandau zu bewegen. 140x140px|zentriertBetckestraße ()550 Johann George Adam Betcke (1825–1912), Bäckermeister und Spandauer Kommunalpolitiker Die Straße setzt die Adamstraße ostwärts zwischen Pichelsdorfer Straße und Havel fort. Die Adamstraße verlief zunächst in der gesamten Länge quer durch die Wilhelmstadt, wurde aber 1914 geteilt, wobei der östlich der Pichelsdorfer Straße liegende Abschnitt nach dem Familiennamen des vormaligen Bürgermeisters benannt wurde. Der westliche Teil, die Adamstraße bezieht sich auf den Vornamen des ehemaligen Bürgermeisters. Die beiden Wohnanlagen Betckestraße 5 und Betckestraße 22–33 sind gelistete Baudenkmale. Am Havelufer befindet sich die Feuerwache Spandau-Süd. 140x140px|zentriert|Betckestraße 5 140x140px|zentriert|Betckestraße 27 140x140px|zentriert|Betckestraße Feuerwache SpandauBeyerstraße ()240 August Beyer (1834–1899), Königlicher Bauinspektor, 1874 und 1875 in Spandau am Bau der neuen Arbeitersiedlung beteiligt. Die Straße zwischen Földerich- und Pichelsdorfer Straße wurde hier 1873 als Erschließungsstraße für eine neue Arbeitersiedlung der Spandauer Geschützgießerei angelegt. Beyer war 1874 und 1875 am Bau der neuen Arbeitersiedlung beteiligt. 1967 wurden diese Häuser abgerissen und durch neue Bauten ersetzt. 140x140px|zentriert|BeyerstraßeBlakenheideweg ()240 Blakenheide, alte Flurbezeichnung westlich der Spandauer Wilhelmstraße Die Straße zwischen Gatower Straße und Warägerweg ist mit ersterer nur über einen FußwegLageklärung anhand der Karte von Berlin 1:5000 (K5-Farbausgabe) hergestellt von den bezirklichen Vermessungsämtern verbunden und hat einen Wendeplatz an den Grundstücken 11 und 14/14a. Die Straße liegt auf der Weinbergshöhe, sie lag nahe der ursprünglich andersgelegenen Stadtgrenze und wurde deshalb von Anwohnern Grenzweg genannt. 140x140px|zentriertBlasewitzer Ring ()640(im Ortsteil) Blasewitz, östlicher Vorort der sächsischen Hauptstadt Dresden Der Blasewitzer Ring zwischen Sandstraße und Seeburger Weg bildet die am östlichen Straßenrand liegende Ortsteilgrenze zu Staaken. Die hiesigen Straßen wurden nach Dresdener Vororten und Ortsteilen benannt.Auf dem Dach eines zwölfgeschossigen Wohnhauses in dieser Straße ließ die Gewobag im Jahr 2016 ein neuartiges Öko-Kraftwerk installieren: die Entwickler nennen es „Windrail“. Das ist eine Kombination aus Windrädern und Solarmodulen, das rund 95.000 Kilowattstunden Strom liefern soll, darüber hinaus werden CO2-Emissionen reduziert.Kurzinformation in der Berliner Zeitung, 16. November 2016, S. 17. 140x140px|zentriertBocksfeldplatz ()110 × 40 Johann Abraham Bocksfeld († 1852), Spandauer Kommunalpolitiker Der zuvor namenlose Platz wurde 1929 an der einlaufenden Bocksfeldstraße nach der eingebürgerten Bezeichnung des Gebietes benannt. Der Platz bindet an die Bocksfeldstraße und liegt am Enger Steig zwischen Bollmannweg und Fröhnerstraße, die Grundstücke 1–7 und 11–20 liegen am Platz und die Grundstücke 8–10 sind etwas westwärts abgesetzt im Siedlungsgebiet. 140x140px|zentriert|BocksfeldplatzBocksfeldstraße ()810 Johann Abraham Bocksfeld († 1852), Spandauer Kommunalpolitiker Die Straße liegt zwischen Alt-Pichelsdorf und Enger Steig. Sie ist östlich der Jaczostraße als Sackgasse und weiter als Fuß- und Radweg im Verlauf unterbrochen. Im Westen führt sie als Sackgasse auf den Bocksfeldplatz. Bocksfeld besaß hier ein Grundstück mit Ziegelei und Kalkbrennerei, sodass die Gegend nach ihm benannt wurde. Die nördlich der Scharfen Lanke liegende Straßenzug erhielt auf Beschluss des Bezirksamtes Spandau 1925 zwischen der Jaczostraße und Alt-Pichelsdorf den Namen Bocksfeldstraße. 1926/1927 wurde westlich eine Verlängerung in die „Polizeisiedlung“ angelegt und am 3. Oktober 1928 einbezogen. 140x140px|zentriert|BocksfeldstraßeBollmannweg ()130 Carl Bollmann (1833–1891), Spandauer Kommunalpolitiker, wurde 1871 erster Oberbürgermeister von Bochum Die kurze Straße zwischen Enger Steig und Roedeliusweg als Straße 41a projektiert, wurde 1928 nach dem Spandauer Bürgermeister Bollmann (1869–1872) benannt. 140x140px|zentriert|BollmannwegBörnicker Straße ()210 Börnicke, sumpfiges Wiesenland um das Gewässer Börnicker Lake nördlich der Heerstraße Die Straße geht nordostwärts von Heerstraße 270 als Sackgasse zur Kolonie Südpark. Die Straße wurde 1874 in der Potsdamer Vorstadt (seit 1897: Wilhelmstadt) angelegt und 1878 benannt.140x140px|zentriertBrandensteinweg ()520 Hans von Brandenstein (1849–1938), Politiker, preußischer Landtagsabgeordneter Die von der Heerstraße 184–186 abgehende Straße auf der Halbinsel Pichelswerder wurde neu angelegt. Die Ehrung von Brandenstein mit einem Straßennamen beruht auf seinem Einsatz gegen spekulative Waldverkäufe durch den Fiskus 1910, wodurch der Wald auf dem Pichelswerder erhalten geblieben ist. 140x140px|zentriertBrüderstraße ()610 Brüder und Grundbesitzer Friedrich Wilhelm Reinicke († 1863) und Otto Reinicke (19. Jhd.). Die Brüderstraße liegt zwischen Wilhelm- und Krowelstraße führt über den Grundbesitz der Brüder Reinicke, den sie im 19. Jahrhundert im Gebiet der Wilhelmstadt in Spandau hatten. Friedrich Wilhelm Reinicke rief durch sein Testament die Reinickesche Armenstiftung ins Leben. Bei der im Gebiet der Wilhelmstadt Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden Bebauung der Liegenschaften zwischen der Pichelsdorfer und der Wilhelmstraße wurde die Straße projektiert und 1894 benannt. Die auf dem Gebiet zwischen Pichelsdorfer und Krowelstraße angelegte Erschließungsstraße wurde 1902 als östliche Verlängerung einbezogen. 140x140px|zentriert|BrüderstraßeCarlo-Schmid-Platz