mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Gatow
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Gatow beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Gatow mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick mini|hochkant=1.5|Straßensystem in Gatow um 1920
Der Ortsteil Gatow hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 14089. Im Ortsteil liegen 54 gewidmete Straßen und Wege sowie zwei benannte Plätze. Die Gesamtlänge der Straßen und Wege im Ortsteil, soweit sie in das Regionale Bezugssystem (RBS)Die Grundelemente des RBS aufgenommen sind, beträgt 28,9 Kilometer, wozu auch das Teilstück der Bundesstraße 2 gehört. Andererseits gehören vier Straßen ebenfalls zu den Nachbarortsteilen und tragen dort den gleichen RBS-Straßenschlüssel. mini|links|hochkant=0.8|Das Wegesystem zwischen Gatow, Cladow, Groß Glienicke, Seeburg und Pichelsdorf um die Jahre 1770–1790_______________________• Straße nach Cladow (Kladower Damm)• nach Groß-Glienicke (West)• Weg nach Seeburg (Straße 265)• Wege zum Weinmeisterhorn (Pichelsdorf)• Triftweg (westlich zum Ort)
Geschichte Das Straßensystem von Gatow wird durch die Lage des Ortes zwischen Havel und Landesgrenze bestimmt. Schon früh kam das Angerdorf Gatow an das Amt Spandau. 1890 hatte Gatow 440 EinwohnerArbeitskreis Gatow: Laut Statistik von 1894 waren unter den 440 Einwohnern ein Gutsbesitzer, zwei Bauerngutsbesitzer, zwei Landwirte, ein Pächter, ein Gärtner, ein Verwalter, ein Inspektor, ein Müller- und Bäckermeister, zwei Gastwirte, drei Milchhändler, ein Schmied, ein Lehrer, ein Architekturmaler, ein Rentner, eine Witwe. und die Stadt Charlottenburg nahm auf Gatower Feldflur ihre Rieselfelder in Betrieb. Nach der Eingliederung zu Groß-Berlin sind im Adressbuch 1922 lediglich An der Cladower Chaussee mit acht bewohnten Grundstücken und die unter Dorf genannten Grundstücke bezeichnet. Dazu ist Weinmeisterhorn zu Gatow gehörig bis an die Gemarkung Spandau mit acht Bauten vermerkt, vorzugsweise von Rudervereinen genutzt und es ist die Gaststätte Restaurant Weinmeisterhorn des Gemeinnützigen Vereins zur Förderung der Kleingärtner Wohngenossenschaft aufgeführt. Ohne Grundstücke sind Weg nach Groß-Glienicke, Chaussee nach Spandau und ab Dorf Nach Seeburg, Nach Groß-Glienicke aufgeführt. 1930Berliner Adressbuch 1930 → Teil IV. Straßen und Häuser von Berlin → Verwaltungsbezirk Spandau → Gatow sind für Gatow neun Straßen aufgeführt: Chaussee nach Spandau (elf bebaute Grundstücke), An der Cladower Chaussee (13 bebaute Grundstücke zwischen Ackerland und Wald), Dorfstraße (31 bebaute Grundstücke, darunter drei Gaststätten), Groß-Glienicker Weg (drei bebaute Grundstücke), An der Havel (drei bebaute Grundstücke), Insel Lindwerder (mit Restaurant, bewohnt vom Fährmann C. Blankenburg und dem Physiologen Mercklin), Mühlenweg (unbebaut ab Dorfstraße), Schulstraße (acht bebaute Grundstücke samt der 18. Gemeindeschule), Straße zur Villa Lemm (mit dem Lemm'chen Haus und einem Sechsparteienhaus der Stadt Berlin) und Weinmeisterhorn mit vier Häusern, dem Seglerheim, Restaurant Weinmeisterhorn und Grundstücken von Segler- und Rudervereinen. Im Jahr 1931 wurden in Hohengatow (vorher: ‚Havelmaten‘) nach Bebauungsplan im Hochwald an der Gemarkung Kladow Straßen angelegt und benannt, die 1934 noch unbebaut oder als BaustellenIn den Adressbücher Berlins sind unbebaute Grundstücke die verkauft oder verpachtet sind als ‚Baustellen‘ aufgeführt, sind diese noch nicht vergeben werden diese als ‚Parzellen‘ ausgezeichnet. Bebaute Grundstücke werden mit den Eigentümern und den Haushaltsvorständen auf nummerierten oder unnumerierten Grundstücken genauer bezeichnet, neu erbaute Gebäude sind als ‚Neubau‘, unbewohnte als ‚unbewohnt‘ markiert. im Adressbuch angegeben sind. Für die Entwicklung von Gatows Straßen ist der Fliegerhorst bedeutsam, der seit 1935 aufgebaut und zwischen 1945 und 1994 als britischer Militärflugplatz genutzt wurde. Die britische Nutzung erforderte 1945 eine Abgabe Brandenburger Gebiete (Seeburg) zum britischen Sektor (Spandau) durch Gebietsaustausch.Im August 1945 einigten sich die britischen und sowjetischen Besatzungsbehörden in Berlin auf einen Gebietsaustausch. Zur Nutzung für die britischen Truppen ging das gesamte Gelände des Militärflugplatzes Gatow zusammen mit der Grenzziehung im Groß-Glienicker See abgetrennten Ostteil von Groß Glienicke in britische Hoheit über, als Zufahrt von Spandau nach Gatow wurde der Seeburger Zipfel an den britischen Sektor, Verwaltungsbezirk Spandau, übergeben. In die sowjetische Zuständigkeit kamen im Gegenzug die Spandauer Teile des Flugplatzgeländes Staaken und zudem noch der Gatower Gebietszipfel der Rieselfelder westlich der Potsdamer Chaussee. Weststaaken kam infolgedessen an den sowjetischen Sektor von Groß-Berlin, was zu Beginn der 1950er Jahre zur Übernahme in die Hoheit von DDR-Behörden führte. Ab 1990 wurde entgegen den Bestrebungen des Landes Brandenburg der Gebietsaustausch im Gatow-Kladower Raum nicht rückgängig gemacht. Weststaaken kehrte am 3. Oktober 1990 nach Spandau zurück. Die Gatower Grenzlinie unter Abgabe des vormals jenseitigen Rieselfeldzipfels wurde die Potsdamer Chaussee (heutige B 2) und es kam Rieselfeldgelände zum Verwaltungsbezirk Spandau (auch zum Ortsteil Wilhelmstadt). Von Einfluss auf das Straßensystem ist die Lage der Rieselfelder Karolinenhof im Westen und die Havel im Osten. So liegen zwischen Potsdamer Chaussee und Gatower Straße vorzugsweise Waldflächen, deren querlaufende Nummern-Straßen unbebaut sind und die den vormaligen Rieselfeldzufahrten entsprechen, wie Straße 265, die am Südlichen Rieselfeldabfanggraben entlangführt.
Straßenlage und Ortsteilgrenze Die Nachbarortsteile über die Havel hinweg sind Grunewald und Nikolassee. Mit der Grenze zu Kladow gelangt die Begrenzung am Südrand der Siedlung Hohengatow ans Ufer und führt am Südrand des Breitehornwegs zum Kladower Damm an dessen Westrand unter Ausschluss des Straßenlandes nördlich der Grundstücke der Christoph-Kolumbus-Straße weiter. Im Weiteren verbleibt die Fläche des ehemaligen Flugplatzes Gatow außerhalb des Ortsteils, das Straßenland des Außenwegs gehört zum Ortsteil, ebenso die Fliegerhorst- und die Siedlung Habichtswald. Die Ortsteilgrenze führt am Außenweg sodann zur Potsdamer Chaussee, an deren Westseite die Stadtgrenze zu Groß-Glienicke liegt. Am Wechsel zu Engelsfelde verläuft die Grenze zu Wilhelmstadt ostwärts durch das Gebiet der ehemaligen RieselfelderRieselfeldnutzung seit 1874 wiederum auf die Havel zu. Im Westen des Ortsteils liegen die ehemaligen Rieselfelder, so ist das Verhältnis Anzahl der Straßen bezogen auf die Gesamtfläche des Ortsteils vergleichsweise gering.
Die Gemarkungsgrenzen von Gatow änderten sich als im August 1945 der Gebietsaustausch zu Gunsten des Flugplatzes Gatow gegen Weststaaken zwischen den britischen und sowjetischen Alliierten stattfand. 2003 wurde die Ortsteilgrenze verschoben, sodass Gatow das Flughafenareal mitsamt dem Luftwaffenmuseum und der Landstadt an den Nachbarortsteil Kladow verlor. Gekennzeichnet ist das Straßensystem Gatows von zwei durchgehenden Berliner Hauptstraßen: Das havelnahe Ortssystem um die regionale Straßenverbindung (Kategorie III) Alt-Gatow in der Trasse Spandau–Potsdam zum Potsdamer Stadtteil Sacrow (heute in Kladow zum Ritterfelddamm) und die übergeordnete Straßenverbindung (Kategorie II) der Potsdamer Chaussee am westlichen Berliner Stadtrand, die ebenfalls in der historischen Bindung von Spandau nach Potsdam liegt, heute mit dem Anschluss durch den Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlt-Gatow () 730 + 280 Straße des Angerdorfs Gatow Die Straße liegt im Hauptstraßenzug (übergeordnetes Straßensystem) Gatower Straße (nordwärts) und Kladower Damm (südwärts). Sie hieß bis 1935 Dorfstraße,Berliner Adressbuch 1934 → Teil IV. Einwohner und Firmen nach Straßen geordnet → Verwaltungsbezirk Spandau → Gatow, … vorher nur Dorf. Es ist die erste Straße in der früheren Dorfgemeinde Gatow. Gatow wurde 1258 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1920 mit der Eingemeindung nach Groß-Berlin gab es durch die vormaligen Vororte den Namen Dorfstraße mehrfach, so wurden die meisten unter Vorsatz von „Alt-“ zum Namen des Ortsteils umbenannt. Der ursprüngliche Anger liegt im Südteil der Straße und besitzt dort noch einen östlichen Ast mit Abzweig zum Groß-Glienicker Weg und wird im RBS als Ergänzungsstraße geführt, der eigentliche Anger dazwischen ist eine Grünfläche. 1922 sind die Grundstücke in Gatow schon zum Teil nummeriert. Auf 15b bestand eine Baumschule, in dem zugehörigen Wohnhaus gab es zehn Parteien. Neben dem Gemeindehaus (bewohnt vom Nachtwächter J. Heiland und der Witwe D. Kühn) stehen die Kirche und die Schule von Gatow, in der der Kantor E. Draeger, der beamtete Magister M. Marusch und der pensionierte Sekretär E. Orthband und der Lehrer F. Orthband wohnen, auf Grundstück 10 folgt ein weiteres Gemeindehaus. Neben dem Beutel’schen Haus (I bis III) des Gärtnereibesitzers E. Beutel (bewohnt von einem Rentier, dem Tischler und vier Arbeitern) liegt das Beutelsche Gut, neben dem Mammschschen Haus am Weg nach Groß-Glienicke. Auf Nummer 29 befindet sich ein Erholungsheim der Dresdner Bank, neben dem im Schulzeschen Haus die Postagentur ist und neben Nr. 22 liegt ein weiteres Gemeindehaus mit vier Bewohnern. Das alte Herrenhaus (Alt-Gatow 54) wurde erst als Polizeirevier 149 genutzt und dann als Kindergarten eingerichtet. Alt-Gatow 65 ist das Baudenkmal des ehemaligen Beutel’schen Hofs mit Wohnhaus um 1890, Speicher von 1763 und Scheune von 1904. Es ist der einzige der erhaltenen Bauernhöfe in Gatow, bei dem sich das markante Wohnhaus mit seiner Giebelseite zur einstigen Dorfstraße wendet. An der Straße Alt-Gatow sind 14 Objekte in die Berliner Denkmalsliste aufgenommen, wobei insbesondere Bauernhöfe und Wohnhäuser als Denkmalensembles geschützt sind. sowie 140px|Alt-Gatow nach Süden zum Anger 140px|Alt-Gatow auf den östlichen Ast über den Anger hinwegAm Berghang () 560 am Fuß des Nordhang des Gatower Mühlenbergs Die Sackgasse führt in Höhe der Kirche von der Buchwaldzeile als Zufahrtsstraße nach Westen über Am Kinderdorf hinweg zu den Siedlungshäusern westlich des Wendehammers. Sie liegt nördlich vom NSG Windmühlenberg. Nach Bebauungsplan ist die Straße 268 trassiert und unter diesem Namen wurde sie angelegt. Als Weg führt die Trasse weiter über die Siedlung Windmühlenberg hinaus ins Waldgebiet der Hüllenpfuhlenden. Nach dem Gatower Brand wurde 1901 ein Fonds für den Neubau einer Dorfschule 1901 beschlossen, die 1905 als dreiklassige Volksschule Ecke Buchwaldzeile fertiggestellt war und 1945 von den Russen zerstört wurde. 140px|Straße Am BerghangAm Havelufer () 200 nahe dem Ufer der Havel gelegen, symbolisch werbend für die Neubauten Die Straße liegt östlich parallel zur Gatower Straße und setzt den Hainbuchenweg nach Süden bis Am Ortsrand fort, es ist die Zufahrt zu den mit dieser Straße angelegten Neubauten einer Reihenhaussiedlung zwischen Gatower Straße, Rothenbücherweg und Grundstücken zu Am Ortsrand hin. Im Spandauer Straßenverzeichnis sind die Grundstücke Havelufer 1–15 (ungerade) 2–30 (gerade) genannt.140px|Blick zu Am Havelufer über die doppelbahnige unbenannte Zufahrtsstraße hinwegAm Kiefernhang