Raitbach ist ein Stadtteil von Schopfheim im baden-württembergischen Landkreis Lörrach.

Geographie Die Streusiedlung RaitbachRaitbach - Altgemeinde~Teilort auf Landeskunde entdecken online - leobw liegt am Südhang der etwa 993 m (ü. NN.) Hohen Möhr, nordöstlich des Kernbereichs von Schopfheim, und umfasst neben dem Dorfkern auch die Wohnplätze ScheuermattEintrag Scheuermatt - Wohnplatz auf Landeskunde entdecken online - leobw, KehrengrabenEintrag Kehrengraben - Wohnplatz auf Landeskunde entdecken online - leobw, SteinighofEintrag Steinighof - Wohnplatz auf Landeskunde entdecken online - leobw, SattelhofEintrag Sattelhof - Wohnplatz auf Landeskunde entdecken online - leobw, Schweigmatt sowie im Tal die Siedlung Raitbach am Bahnhof.Eintrag Hausen-Raitbach, Bahnstation - Wohnplatz auf Landeskunde entdecken online - leobw Außerdem gehörten zu Raitbach die Wüstungen SteineckEintrag Steineck - Wüstung auf Landeskunde entdecken online - leobw und Eichenbrunnen.Eintrag Eichenbrunnen+-+Wüstung auf Landeskunde entdecken online - leobw Raitbach grenzt im Westen an Hausen im Wiesental und im Norden an Zell im Wiesental.

Nachbargemeinden Raitbach

Geschichte Als erste urkundliche Erwähnung Raitbachs (als „Raitenbuch“) wird oft die Schenkung des Edelherren Walcho von Waldeck an das Kloster St. Blasien im Jahr 1113 angegeben.so z. B. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Landkreis Lörrach (Hrsg.): Der Landkreis Lörrach, Band II (Kandern bis Zell im Wiesental), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1994, S. 533; für die Urkunde, siehe Johann Wilhelm Braun (Bearb.): Urkundenbuch des Klosters Sankt Blasien im Schwarzwald. Von den Anfängen bis zum Jahr 1299. Teil I: Edition; Teil II: Einführung, Verzeichnisse, Register, Stuttgart 2003, Urkunde Nr. 95 Allerdings erscheint der Name auch, gemeinsam mit Fahrnau, in einer zwischen 1086 und 1108 datierten Schenkung.Badische Zeitung, 12. April 2013: Fahrnau hat kein Jubiläum, die entsprechende Urkunde ist u. a. zu finden bei Johann Wilhelm Braun (Bearb.): Urkundenbuch des Klosters Sankt Blasien im Schwarzwald. Von den Anfängen bis zum Jahr 1299. Teil I: Edition; Teil II: Einführung, Verzeichnisse, Register, Stuttgart 2003, Urkunde Nr. 49 Umstritten ist, ob dies als urkundliche Erwähnung gelten kann.Markgräfler Tagblatt, 18. April 2013:

Im Jahr 1400 verkaufte Anna von Klingenberg, die Witwe des Ritters Rudolf von Schönau den Ort an den Markgrafen Rudolf III. von Hachberg-Sausenberg.Regesten der Markgrafen von Baden und Hachberg 1050 – 1515, herausgegeben von der Badischen Historischen Commission, bearbeitet von Richard Fester, Innsbruck 1892 online, h857 Um das Jahr 1500 wurde Raitbach erstmals als Vogtei bezeichnet.

Am 1. Januar 1973 wurde Raitbach in die Stadt Schopfheim eingemeindet.

Wappen Raitbach führte bis zur Eingemeindung in die Stadt Schopfheim kein eigenes Wappen, aber ein Siegelbild mit den Buchstaben R und B links und rechts einer Tanne.siehe Harald Huber: Wappenbuch Landkreis Lörrach, Konstanz 1984, S. 107–108 Das Raitbacher Ortswappen, welches erst 1976 vom Generallandesarchiv entworfen wurde, ist in einem Goldton gehalten und zeigt eine grüne Tanne auf einem grünen Schildfuß, die links und rechts von den schwarzen Buchstaben R bzw. B eingerahmt wird.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Burgruine „Turmhölzle“ (vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet) Burgruine „Burgholz“ (wahrscheinlich Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut) Spuren von frühneuzeitlichen Schanzen (Bauernkriege/Dreißigjähriger Krieg – siehe auch Barocke Verteidigungsanlagen im Schwarzwald) Sandsteinkreuz (Richtkreuz) an der Gemarkungsgrenze zu Zell im Wiesental (frühere Grenze zwischen der Markgrafschaft Baden und Vorderösterreich) Aussichtsturm Hohe Möhr, erbaut 1893, auf der Hohen Möhr

Literatur Arbeitskreis Ortschronik Raitbach (Hrsg.): Raitbach. Spurensuche bis zur Gegenwart. Schopfheim 1998 Helmut Vocke (Herausgeber): Die Chronik des Kreises Lörrach, Waldshut 1966, S. 196–197 Friedrich Kuhn: Das Burgendorf Raitbach bei Schopfheim. In: Das Markgräflerland, Heft 2/1983, S. 148–151 Digitalisat der UB Freiburg Raitbach. In: S. 533–536

Weblinks

Raitbach auf der Homepage der Stadt Schopfheim

Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg (LeoBW): "Topographischer Plan von Raidbach, Scheuermatt, Kehregraben, Blumberg, Sattelhof, Steinighof, Kürnberg, Schweigmatt und Schlechtbach". – Archivmaterial Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg (LeoBW): Kürnberg (Fahrnau, Stadt Schopfheim LÖ), Raitbach, Schweigmatt, Schlechtbach und Sattelhof. - Plan der Gemarkungen Private Homepage von Raitbach Raitbach auf "alemannische-seiten.de

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Lörrach Kategorie:Geographie (Schopfheim) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Lörrach) Kategorie:Gemeindeauflösung 1973 Kategorie:Ersterwähnung 1113