Gaishardt ist ein Gemeindeteil von Bissingen im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau in Bayern. Das Pfarrdorf wurde am 1. Juli 1971 in den Markt Bissingen eingegliedert. Er liegt zwei Kilometer südwestlich von Bissingen am Talhang des Sinnenbaches, eines Zuflusses der Kessel. Die höchste Höhe beträgt 495 m.
Geographie Gaishardt besteht aus zwei Weilern, die seit dem 16. Jahrhundert als Obergaishardt (mit der Kirche) und Untergaishardt bezeichnet werden.
Geschichte Der Ort ist vermutlich eine Rodungssiedlung, er wurde erstmals 1234 genannt. Aus dieser Zeit ist ein niederes Adelsgeschlecht mit „Heinricus de Gaishardt“ bezeugt. Das Kloster Heilig Kreuz in Donauwörth besaß um 1250 zwei Höfe im Ort. Seit dem Spätmittelalter gehörte der Ort zur Herrschaft Hohenburg-Bissingen.
miniatur|hochkant|St. Vitus und Rochus in Gaishardt
Religionen Bis 1455 war Gaishardt Sitz einer Pfarrei, dessen Gründungszeit nicht nachgewiesen werden kann. Nach 1455 gehörte der Ort zur Pfarrei Bissingen, der er auch heute noch angehört. In Obergaishardt steht die Filialkirche St. Vitus und St. Rochus, deren Langhaus wohl aus dem 13. Jahrhundert stammt. Der Turm und der Chor wurden um 1450 errichtet.
Bevölkerungsentwicklung
1840: 133 Einwohner 1875: 100 Einwohner 1939: 71 Einwohner 1950: 94 Einwohner 1961: 80 Einwohner 1970: 69 Einwohner 1980: 62 Einwohner 2000: 60 Einwohner 2017: 54 Einwohner
Baudenkmäler
Literatur Georg Wörishofer, Alfred Sigg, Reinhard H. Seitz: Städte, Märkte und Gemeinden. In: Der Landkreis Dillingen a. d. Donau in Geschichte und Gegenwart. Hrsg. vom Landkreis Dillingen an der Donau, 3. neu bearbeitete Auflage, Dillingen an der Donau 2005, S. 162–163.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Bissingen (Bayern) Kategorie:Ort im Landkreis Dillingen an der Donau Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Dillingen an der Donau) Kategorie:Ersterwähnung 1234 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)