Hotel Desire ist ein deutscher Erotik-Kurzfilm aus dem Jahr 2011 von Regisseur Sergej Moya, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrollen spielten Saralisa Volm und Clemens Schick.
Handlung Die alleinerziehende Antonia bringt ihren siebenjährigen Sohn in letzter Minute zu einer Fernbus-Haltestelle in Berlin, wovon aus der Junge allein nach Paris zu seinem Vater in Urlaub reist. Weil sie deshalb ihre Arbeit als Zimmermädchen in einem Hotel nicht rechtzeitig antritt, bekommt sie Ärger mit ihren Vorgesetzten, wird aber von ihrem Schichtleiter in Schutz genommen. Aufgewühlt von der Abreise ihres Sohnes und wegen der Vorhaltungen im Hotel, vertraut sie einer gleichaltrigen Kollegin an, dass sie seit mehreren Jahren keinen Sex mehr hatte; die Kollegin rät ihr, die nächste Gelegenheit zu nutzen.
Diese Gelegenheit ergibt sich kurz darauf, nachdem Antonia das Zimmer des blinden Julius Pass betreten hat. Erst nachdem sie sich bereits eine Weile in dessen Suite aufgehalten und umgesehen hat, bemerkt sie, dass Pass im Badezimmer unter der Dusche stand. Erstarrt vor Schreck bleibt sie in einer Ecke des Zimmers stehen, als Pass nackt in den Raum kommt und sich ankleidet. Als Pass auf dem Boden nach seinen Schuhen tastet, streift er Antonias Schuhe, entdeckt so ihre Anwesenheit und tastet sich langsam an ihren Schenkeln entlang nach oben.
Antonias angstvolle Erstarrung löst sich nun auf in sexuelle Begierde. Der sich anschließende Geschlechtsverkehr wird in freizügig gefilmten Nahaufnahmen gezeigt und endet mit einer unfreiwilligen Dusche.
Hintergrund Die Kosten in Höhe von 170.000 Euro sammelten die Produktionsfirmen teamWorx und Von Fiessbach Film teilweise per Crowdfunding über das Internet ein, daneben gab es eine Kooperation mit der Deutschen Telekom und dem Fernsehsender ARTE. Der Film sollte trotz expliziter Szenen kein Pornofilm sein, wurde laut Eigenwerbung als „porNEOgrafisch“ bezeichnet und erhielt schließlich eine Freigabe ab 16 Jahren. Die im Film gezeigte Sexszene zwischen Saralisa Volm und Clemens Schick ist nicht gestellt, sondern die Schauspieler haben tatsächlichen Oral- und Geschlechtsverkehr miteinander. Die Erstaufführung fand am 7. Dezember 2011 im Event-Cinema des Berliner Sony Center statt. Nach der einmaligen Kino-Premiere sollte der Film nicht mehr in den Kinos laufen, sondern für die ersten sechs Monate ausschließlich über die Online-Videothek Videoload der Deutschen Telekom abgerufen werden können. Laut Angaben des Portalbetreibers sei der zum Preis ab 2,99 Euro angebotene Film ein Verkaufsschlager. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, gab man an, die Abrufe für den Film wären „bis zu fünf Mal größer als üblich“ und der Film würde zu Beginn der Veröffentlichung mit deutlichem Abstand auf Platz 1 der Videoload-Verkaufcharts liegen.Crowdfunding für Film „Hotel Desire“: Das Porno-zahl-ich-Projekt vom 15. Juni 2011.Film-Crowdfunding Experiment geglückt vom 20. August 2011.PorNeo – Pornofilm mit Anspruch: Sex, aber mit Niveau vom 18. November 2011.
Der Film wurde am 16. Juli 2013 um 0:30 Uhr auf ARTE das erste Mal im Free-TV gezeigt. abgerufen am 16. Juli 2013. Am 12. Juli 2019 wurde der Film als Teil der Reihe FSK Sex des Senders Tele 5 ausgestrahlt.
Kritiken
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmdrama Kategorie:Erotikfilm Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 2011 Kategorie:Independent-Film Kategorie:Crowdfinanzierter Film Kategorie:Hotel im Film