Vlassis Caniaris ( Vlasis Kanaris, * 1928 in Athen; † 2. März 2011) war ein griechischer bildender Künstler.
Werdegang Vlassis Caniaris arbeitete von 1956 bis 1960 in Rom, wo er sich auf das zweidimensionale Bild konzentrierte und sich dabei an Giorgio de Chirico orientierte. Während seiner Aufenthalte in Paris von 1960 bis 1967 sowie von 1969 bis 1973 wandte er sich dem Dreidimensionalen und der Materialassemblage zu. In der Zeit der griechischen Militärdiktatur konnte Caniaris nur von 1967 bis 1969 in seinem Heimatland arbeiten. 1973 war er DAAD-Stipendiat; seinen Berliner Aufenthalt verlängerte er bis 1975. Dort erweiterte Caniaris sein Interesse an skulptural-ästhetischen Fragestellungen um eine gesellschaftskritische Komponente: Für seine Ausstellung Gastarbeiter – Fremdarbeiter führte er Interviews mit Migranten, Gewerkschaftern und Wirtschaftswissenschaftlern.
Ausstellung Beteiligungen 1964: Biennale Venedig 1977: Documenta 6 1988: Biennale Venedig 2005/06: Projekt Migration; Kölnischer Kunstverein 2017: documenta 14 Einzelausstellungen 1970: Musée d’art moderne de Paris, Paris 1972: Moderna Museet, Stockholm 1975: Kunstverein Ingolstadt 1975: Gastarbeiter – Fremdarbeiter, Neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin 1975: Gastarbeiter – Fremdarbeiter, Kunstverein, Ingolstadt 1975: Gastarbeiter – Fremdarbeiter, Städtische Galerie, Erlangen 1976: Institute of Contemporary Arts, London 2010: Galerie Giti Nourbakhsch, Berlin 2012: Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen
Veröffentlichungen Konkreter Realismus. Skizze einer künstlerischen Strategie. Werkverzeichnis 1952–1983. Gemeinsam mit Michael Fehr. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 1991, ISBN 3-928342-09-6.
Literatur Lothar Romain, Karl Ruhrberg, Marios Nikolinakos: Vlassis Caniaris. Gastarbeiter – Fremdarbeiter. Neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin 1975.
Weblinks
Quellen
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