Umbra et Imago (lt.: „Schatten und Bild“) ist eine Band aus Karlsruhe, die von Frontmann Mozart im Herbst 1991 gegründet wurde. Die Originalbesetzung bestand aus Michael Gillian, Nail, Torsten B. und Mozart. Bis auf Mozart verließen die ursprünglichen Mitglieder die Gruppe.

Geschichte Umbra et Imago ging 1991 aus der Band The Electric Avantgarde zunächst als Seitenprojekt hervor. Noch im darauf folgenden Jahr bestanden beide Bands parallel. Für The Electric Avantgarde gab es Pläne eines Stilwechsels in Richtung Death Metal, die jedoch kurze Zeit später verworfen wurden.GIFT Kultur- und Sound-Magazin: Interview mit Umbra et Imago, Ausgabe 8/92, S. 12, November 1992 Die Gruppe wurde aufgelöst und Jahre später unter dem Namen „Dracul“ wiederbelebt, sodass Umbra et Imago zum Hauptprojekt Mozarts wurde. 1992 absolvierte die Band die ersten Live-Auftritte. In der damals noch elektronisch orientierten Band gab es immer wieder Auftritte von Gastmusikern, wie Peter Heppner von Wolfsheim. Die Gruppe präsentierte sich durchgehend exzentrisch und wurde für ihre Elemente des BDSM aufgreifenden Shows bekannt. Auch im Jahr 1992 erschien das Debütalbum Träume, Sex und Tod, ein Jahr später Infantile Spiele.

Die Stücke der ersten beiden Alben erreichten meist eine Länge von mehr als zehn Minuten. Umbra et Imago fertigten um eine bessere Kompatibilität für Szenediskotheken zu erreichen einen Remix des Songs Erotica an, welchen sie bezugnehmend auf den DJ Michael Zöller, der Bochumer Diskothek Zwischenfall, ZöllerMussEsSpielen Mix nannten.

1995 verließen Michael Gillian und Torsten B. die Band, kurz darauf auch Nail und wurden durch Lutz Demmler und Alex Perin ersetzt. Mit dem Wechsel vollzog sich auch ein Stilbruch. Die Musik der Band wurde deutlich gitarrenorientierter und auf dem Album Gedanken eines Vampirs um Hard-Rock-Elemente erweitert. Mit dem Album Mystica Sexualis gipfelte dieser Wandel 1996 in der Hinwendung zu Metalelementen. Mit der 1997er Maxi Kein Gott und keine Liebe traten verstärkt Elemente der Neuen Deutschen Härte in Erscheinung und Umbra et Imago wurden mit Bands wie Rammstein verglichen.Andreas Josupeit: Umbra et Imago – Kein Gott und keine Liebe, Fragment Musikmagazin, Ausgabe 2/97, S. 35, 1997

2003 verließ der Gitarrist Freddy Stürze die Band. Die Band kündigte im Jahr 2010 auf ihrer offiziellen Homepage an, dass das im gleichen Jahr erschienene Werk Opus Magnus aus Kostengründen das letzte Studioalbum in der Geschichte Umbra et Imagos sein sollte. Obwohl die Band nach eigener Aussage keine Tonträger mehr im Studio aufnehmen wollte, veröffentlichten sie 2011 in Zusammenarbeit mit Lex von Megaherz, das Cover des populären Schlagers aus dem NS-Propagandafilm Die große Liebe, Davon geht die Welt nicht unter als Single. 2015 folgte mit Die Unsterblichen ein weiteres Album. 2011 verließen Lutz Demmler und Michael „Migge“ Schwarz, nach dem Jubiläumskonzert die Band. Das Jubiläumskonzert wurde mit diversen Gastmusikern wie Letzte Instanz-Mitglied Rico Schwibs alias M.Stolz, der ehemals der Band ASP angehörende Gitarrist Matthias „Matze“ Ambre oder auch die Geigerin Ally Storch (Ally the Fiddle) bestritten und im November 2011 als Live-DVD in drei Varianten veröffentlicht. 2011 kehrte Freddy Stürze zurück an die Gitarre, seit 2012 spielte Erwin Schmidt am Bass. Im Oktober 2011 stand Ingo Römling als Ersatz für Lutz Demmler für einen Live-Auftritt in Dresden am Bass von Umbra et Imago.

Schaffen und Auftreten mini|Bühnenprogramm auf dem Wave-Gotik-Treffen 2014 Umbra et Imago wurde als Konzeptband gegründet. Dem Bandkonzept lag zunächst im Besonderen die Aufbereitung sadomasochistischer Phantasien zugrunde. Auch die frühen Bühnenshows der Band waren für sexuelle und sadomasochistische Elemente bekannt. Nach 2011 änderte die Band die Show jedoch zu reduzierteren Darbietungen ohne große Showelemente.

Diskografie

Demoaufnahmen 1992: Nachtfahrt der Seele (auf 100 Stück limitiertes Demo-Tape)

Alben 1992: Träume, Sex und Tod 1993: Infantile Spiele 1995: Gedanken eines Vampirs (2004 Re-Release) 1996: Mystica sexualis 1998: Machina Mundi 1999: The hard years 2000: Mea culpa 2001: Dunkle Energie 2004: Memento mori 2005: Motus animi 2010: Opus magnus 2015: Die Unsterblichen 2017: Die Unsterblichen - Das zweite Buch

Singles und EPs 1994: Remember Dito 1996: Sex statt Krieg 1997: Kein Gott und keine Liebe 1999: Weinst du? (featuring Tanzwut) 2001: Feuer und Licht (featuring Tanzwut) 2004: Sweet Gwendoline 2007: Gott will es 2010: Ohne dich (limitiert auf 333 Stk.) 2011: Davon geht die Welt nicht unter (limitiert auf 222 Stück) 2012: The Final Last Dream (limitiert auf 99 Stück) 2014: Requiem der Nephilim (limitiert auf 111 Stück) 2014: Get off (limitiert auf 111 Stück) 2014: Radiosong (limitiert auf 111 Stück)

Kompilationen 2001: 2 Originals of Umbra et Imago: The Hard Years & Machina Mundi 2003: The Best Of 2003: 2 Originals of Umbra et Imago: Mea Culpa & Dunkle Energie 2004: Umbra et Imago & Dracul 2004: Mystica Sexualis & Sex statt Krieg 2004: The Early Years 2010: Geist ist geil 2013: Mea Culpa & Die Welt brennt 2013: Machina Mundi & Weinst Du & Feuer und Licht 2013: Dunkle Energie & The Hard Years - Live 2013: Mystica Sexualis & Gedanken eines Vampirs

Livealben 2004: Memento mori 2005: Motus animi 2011: 20

Dokumentation 2022: Umbra et Imago: Dreams, Sex and Eternity

Video / DVD 1998: The Hard Years (1997 / 1998) 2002: Die Welt brennt (SPV) 2006: Imago Picta (Indigo) 2007: Past Bizarre (1993–1997) (Indigo) 2011: 20 (SPV)

Weblinks

Offizielle Website

Einzelnachweise

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