mini|Regionenkarte Bodensee Die S-Bahn Bodensee ist das seit Dezember 2021 bestehende S-Bahn-System der Vierländerregion Bodensee. Sie überlappt sich mit den benachbarten S-Bahn-Netzen St. Gallen, Schaffhausen, Zürich und Vorarlberg.

Vorbilder sind die grenzüberschreitenden Verkehrsnetze im Tessin, in Genf und in Basel.

Liniennetz

S-Bahnen Linie Laufweg S-Bahn Betreiberin St. Gallen Lindau-Insel – Bregenz – Dornbirn – Feldkirch – Bludenz Vorarlberg ÖBB-PV Nesslau-Neu St. Johann – Herisau – St. Gallen – Rorschach – St. Margrethen – Altstätten St. Gallen Feldkirch – Schaan-Vaduz – Buchs SGVorarlbergÖBB-PV Bregenz – St. Margrethen Vorarlberg ÖBB-PV Rapperswil – Uznach – Wattwil – Herisau – St. Gallen – Rorschach – St. Margrethen – Sargans St. Gallen St. Gallen St. Margrethen – Lustenau – Dornbirn (– Feldkirch) Vorarlberg ÖBB-PV Seehas Engen – Singen (Hohentwiel) – Radolfzell – Konstanz Bodensee SBB GmbH Seehäsle Radolfzell – Stockach Bodensee DB Regio BW Rhyhas Schaffhausen – Singen (Hohentwiel) (– Konstanz) Schaffhausen SBB GmbH Schaffhausen – Beringen Bad Bf – Erzingen (Baden)SchaffhausenSBB GmbH Schaffhausen – Neuhausen SBB – JestettenSchaffhausenThurboSt. Gallen,Vorarlberg St. Gallen St. Gallen St. Gallen Schaffhausen – Neuhausen SBB – Jestetten – Rafz – Zürich HB – UsterZürichSBBBrugg – Altstetten – Zürich HB – Winterthur – Neuhausen SBB – Schaffhausen/WilZürichSBBThayngen – Schaffhausen – Neuhausen SBB – /Weinfelden – Winterthur – Zürich Flughafen – Zürich HB – ZugZürichSBBWinterthur – Stein am RheinZürichThurboWinterthur – Frauenfeld – WeinfeldenZürichThurboWinterthur – Neuhausen SBB – SchaffhausenZürichSBBWinterthur – WilZürichThurboWil – WattwilSt. GallenThurboSt. Gallen – HerisauSt. GallenSOBWil – Wängi – FrauenfeldSt. GallenABAppenzell – Gais – Teufen – St. Gallen – TrogenSt. GallenABGossau SG – Herisau – Urnäsch – Appenzell – WasserauenSt. GallenABAltstätten Stadt – GaisSt. GallenABRorschach Hafen – Rorschach – HeidenSt. GallenABRheineck – WalzenhausenSt. GallenAB Radolfzell – Überlingen – Salem – Markdorf – Friedrichshafen Stadt – DB Regio BW Aulendorf – Ravensburg – Meckenbeuren – Friedrichshafen Stadt (Richtungswechsel) – Friedrichshafen Hafen – BOBLindau-Insel – Hergatz – Kißlegg – Memmingen–Arverio Bayern Lindau-Insel – Friedrichshafen Stadt – DB Regio BW BiberbahnStockach – Mengen–DB Regio BWAulendorf – Pfullendorf–DB Regio BWAulendorf – Kißlegg – Leutkirch– DB Regio BWAulendorf – Kißlegg – Wangen– DB Regio BWAulendorf – Bad Wurzach– DB Regio BWSigmaringen – Aulendorf– DB Regio BW

Einige Linien führen dabei zum Teil weit über das Verkehrsgebiet der S-Bahn Bodensee hinaus. Die Linien der Appenzeller Bahnen (AB) sind teilweise schmalspurig und teilweise Zahnradbahnen.

Schneller Regionalverkehr im Verkehrsbereich der S-Bahn Bodensee +LinieLaufwegBetreiberinThurboLindau-Insel – Bregenz – BludenzÖBB-PVKarlsruhe – Engen – Singen – KonstanzDB Regio BWBasel Bad. Bhf. – Schaffhausen – Singen – Radolfzell – Friedrichshafen-HafenDB Regio BWUlm – Aulendorf – Friedrichshafen – Lindau-ReutinDB Regio BWStuttgart – Ulm – Aulendorf – FriedrichshafenDB Regio BWStuttgart – Sigmaringen – AulendorfDB Regio BWLindau-Reutin – Oberstaufen – AugsburgDB Regio BayernLindau-Reutin – Oberstaufen – MünchenDB Regio BayernLindau-Reutin – Memmingen – MünchenArverio Bayern Quelle:

Organisation Die S-Bahn Bodensee wird seit 1. Januar 2026 von der 4 Länder Mobil GmbH (ehemals: Geschäftsstelle ÖV-Bodenseeraum) betreut. Diese hat ihren Sitz in Kreuzlingen und ist auch für das Bodensee-Ticket zuständig. Zu ihren Aufgaben zählen zudem, wo nötig Verbesserungen in grenzüberschreitenden Angelegenheiten wie Fahrplan und Tarif zu erwirken. Die Verkehrsdienstleistungen werden jedoch nicht von ihr ausgeschrieben. Hierfür sind die Aufgabenträger der vier beteiligten Staaten zuständig.

Gesellschafter der 4 Länder Mobil GmbH sind:

Land Baden-Württemberg (25 %) Freistaat Bayern (15 %) Kanton Appenzell Ausserrhoden (5 %) Kanton Appenzell Innerrhoden (5 %) Kanton Schaffhausen (10 %) Kanton St. Gallen (10 %) Kanton Thurgau (10 %) Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH – für das Bundesland Vorarlberg (10 %) Fürstentum Liechtenstein (10 %)

Die Gesellschaft hat ein Stammkapital von 80.000 CHF. Weitere Beteiligte sind diverse Verkehrsunternehmen, Körperschaften und Verkehrsverbünde.

Tarifverbünde Neben den bundesweiten Tarifen der beteiligten Staaten gelten im Verkehrsgebiet der S-Bahn Bodensee verschiedene Verbundtarife. Diese überlappen sich zum Teil, zudem existieren teilweise Kombitarife und Stadt-/Ortstarife. +Verbund/TarifSortimentRegionOstwind (+Verbundüberlappung zu ZVV und VHB)Zonenbasierende Abos und BilletteKantone Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Appenzell Inner- und AusserrhodenVVVZonenbasierende Abos und BilletteBundesland VorarlbergVHB (+Verbundüberlappung zu Ostwind und bodo)Zonenbasierende Abos und TicketsLandkreis KonstanzLIEmobilZonenbasierende Abos und BilletteFürstentum LiechtensteinbodoZonenbasierende Abos und TicketsLandkreise Ravensburg und Lindau und BodenseekreisBodensee TicketZonenbasierende TageskartenVierländerregion Bodensee ohne Landkreis Sigmaringen und ohne Teile der Kantone Schaffhausen, Zürich, St. Gallen und ohne Teile des Bundeslandes VorarlbergbwtarifKilometerbasierende Abos und TicketsLand Baden-Württemberg und weitere Bahnlinien in der Schweiz und BayernZ-PassZonenbasierende Abos und BilletteWirtschaftsraum Zürich (unter anderem Kantone Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen) Geschichte 2004–2010 mini|S3 der S-Bahn Vorarlberg im Schweizer Bahnhof St. Margrethen Am 11. Dezember 2004 wurde in Lindau die Plattform „Zu(g)kunft Euregio Bodensee“ gegründet. Für einen besseren grenzüberschreitenden Schienenverkehr in der Euregio Bodensee engagierten sich im Rahmen der Initiative Bodensee-S-Bahn die folgenden Organisationen: Pro Bahn Österreich, Land Vorarlberg Pro Bahn, Regionalverband Schwaben (Pro Bahn LV Bayern) Pro Bahn Schweiz Sektion Ostschweiz VCD, Kreisverband Ravensburg (VCD LV Baden-Württemberg) Verkehrs-Club der Schweiz (VCS), Sektion Thurgau

Das Konzept der Bodensee-S-Bahn sah vor, den Bahnverkehr rund um den Bodensee zu modernisieren und mit einer guten Vernetzung die Reisezeiten zu verkürzen. Die „Initiative Bodensee-S-Bahn“ schlug hierfür eine S-Bahn vor, an der alle drei Bodenseeanrainer beteiligt gewesen wären. Das Einzugsgebiet sollte Schaffhausen (CH), Radolfzell (D), Konstanz (D), Friedrichshafen (D), Lindau (D), Bregenz (A) und St. Gallen (CH) umfassen. Teile dieses Gebiets waren damals bereits durch die S-Bahn St. Gallen und die S-Bahn Vorarlberg abgedeckt.

Im Juni 2010 erklärte die damalige Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg Tanja Gönner, dass für die Realisierung einer Bodensee-S-Bahn auf absehbare Zeit keine finanziellen Mittel vorhanden sind.

Verlängerung der St. Galler S-Bahn nach Lindau mini|x220px|Thurbo GTW 2/6 als S7 auf der Rheinbrücke zwi­schen St. Margrethen und Lustenau Ursprünglich war geplant, die S3 der S-Bahn St. Gallen stündlich bis nach Bregenz zu verlängern. Somit wäre erstmals eine durchgehende S-Bahn-Verbindung zwischen St. Gallen und der Vorarlberger Landeshauptstadt entstanden.ORF, Bahnfahren in Nachbarstaaten wird erleichtert, abgerufen am 3. Mai 2012. Praktisch konnte mit dem Fahrplan 2014 aber nur ein schlanker Anschluss in St. Margrethen ermöglicht werden. Die tatsächliche Durchbindung sollte 2018 eingeführt werden,Kanton St. Gallen, Kantonsratsbeschluss über das Programm zur Förderung des öffentlichen Verkehrs in den Jahren 2014 bis 2018. (PDF; 1 MB) scheiterte jedoch an der fehlenden Zulassung der Thurbo-Züge in Österreich.Christoph Zweili: Bahnausbau 2035: Die lange Fahrt zur S-Bahn ohne Grenzen im Bodenseeraum. In: St. Galler Tagblatt (online), 21. Mai 2019

2019 signalisierte der Freistaat Bayern, die Kosten der Verlängerung der S-Bahn-Linie S7 Weinfelden–Rorschach über Bregenz nach Lindau zu übernehmen.Christoph Zweili: Dank der Kostenzusage aus Bayern wird die Bodensee-S-Bahn konkret: Thurbo verhandelt bereits mit den ÖBB. In St. Galler Tagblatt (online), 23. August 2019 Seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 werden an Wochenenden acht Zugpaare der Linie S7 im Zweistundentakt über St. Margrethen und Bregenz bis Lindau-Reutin durchgebunden und verkehren dabei im Wechsel mit dem Eurocity Zürich–München. Die Planungen sehen vor, ab Dezember 2023 dieses Angebot auf einen täglichen Betrieb auszuweiten.

Ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023 fuhren erstmals Züge der S7 auch außerhalb des Wochenendes bis Lindau. Insgesamt sind das montags bis donnerstags sechs und freitags neun Fahrtmöglichkeiten pro Tag. Linienendpunkt ist vorerst weiterhin der Bahnhof Lindau-Reutin. Längerfristig wird eine Verlängerung aller angebotenen Zugfahrten der S7 zum Lindauer Inselbahnhof angestrebt.https://beg.bahnland-bayern.de/de/pressemitteilungen/Fahrplanwechsel-im-Bahnland-Bayern-Das-aendert-sich-im-Fahrplanjahr-2024

S-Bahn Bodensee ab 2020 Aus dem Bodensee-Ticket entwickelte sich das Gemeinschaftsprojekt S-Bahn Bodensee, dessen Förderung durch die Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein 2020 für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2023 in Höhe von knapp 181.000 Euro gewährt wurde. Leadpartner ist das Eisenbahnverkehrsunternehmen Thurbo, die weiteren Projektpartner sind die Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio Baden-Württemberg, ÖBB-Personenverkehr, SBB GmbH und die Verbünde Verkehrsverbund Vorarlberg, Tarifverbund Ostwind, Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund, Verkehrsunternehmen Hegau-Bodensee Verbund und Bodensee Ticket. Zu Initianten der S-Bahn Bodensee gehörten außerdem die Mitglieder der Internationalen Bodensee-Konferenz. Das Projekt kommuniziert das bestehende Angebot des Öffentlichen Verkehrs aus Bahn, Bus und den seeüberquerenden Fähren in einem zentralen und grenzüberschreitenden Auftritt und bietet einen Überblick über die verschiedenen Tarife der vier an den See angrenzenden Verkehrsverbünde.

Nachdem 2021 eine Website und ein Liniennetzplan erstellt und zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 veröffentlicht wurden, zählten seit dem Fahrplanjahr 2022 die Linien S1, S2, S4, S5, S7, S10, S14 und RE Konstanz–Herisau der S-Bahn St. Gallen, die Linien S1, S2, S3 und S5 der S-Bahn Vorarlberg, die Linien RB 29 (Seehas), RB 31, RB 32, RB 91, RB 92 und RB 93 des Schienenpersonennahverkehrs in Baden-Württemberg und in Bayern sowie die Linie Singen–Schaffhausen (RB 33), die zur S-Bahn Schaffhausen gehört, zur S-Bahn Bodensee.

Zum Fahrplanjahr 2023 wurde die Linienbezeichnung des Seehas, der außer der S-Bahn Bodensee keinem weiteren S-Bahn-Netz angehört, in S6 sowie die Linie S5 der S-Bahn Vorarlberg, deren Bezeichnung sich mit der gleichnamigen Linie der S-Bahn St. Gallen doppelte, in R5 umbenannt. Außerdem kam die neu eingeführte Linie S44 der S-Bahn St. Gallen dazu.

Zum Fahrplanjahr 2024 wurde die dieselbetriebene Linie Radolfzell – Stockach auf einen Halbstundentakt verdichtet und in S61 umbenannt. Die bisher lediglich als „S“ geführten Linien der S-Bahn Schaffhausen wurde in S62 umbenannt. Der RE wurde in RE1 umbenannt. Zudem wurde der Gültigkeitsbereich des Bodensee Tickets und damit der S-Bahn auf den ganzen Landkreis Ravensburg, den ganzen Kanton Thurgau, den Bregenzerwald und um Wil und Umgebung erweitert.

Zum Fahrplanjahr 2026 wurde der Gültigkeitsbereich des Bodensee Tickets und damit der S-Bahn auf Liechtenstein und Buchs erweitert.

Im Interreg-II-Projekt „Bodan-Rail 2020“ wurde eine schrittweise Umsetzung durch die beteiligten Körperschaften in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein beschlossen.BODAN-RAIL 2020 Da das erste Projekt seit 2010 auf Eis liegt, wurde ein neues Konzept „Bodanrail 2040“ entwickelt, das mit dem Interreg V ABH gefördert werden soll.Bodanrail 2040 (ABH094)