mini|Sachsenenten-Weibchen im Görlitzer Tierpark Die Sachsenente ist eine 1934 erstmals von Albert Franz in Chemnitz vorgestellte sächsische Züchtung mit blau-gelbem Farbenschlag. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg wurde sie erst 1957 als Rasse anerkannt.Platzbecker, Martin: Der große Geflügelstandard in Farbe, Band 3, Wassergeflügel: Gänse und Enten. Oertel + Spörer, 2005, ISBN 3-88627-529-9, S. 132
Geschichte und Verbreitung 1924 begann Albert Franz mit einer Rouenente und einem blauen Pommernentenerpel die Rasse zu erzüchten. Erst acht Jahre später kamen die ersten ansprechenden Tiere dem Farbwunsch nahe. Später folgte die Einkreuzung der Deutschen Pekingente.Die Sachsenente, S. 43, in: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie: Gefährdete einheimische Nutztierrassen in Sachsen. Basis genetischer Vielfalt und wertvolles Kulturgut. Dresden, 2010 (, PDF, 3,46 MB) Eine mögliche Einkreuzung von Orpingtonenten ist umstritten.
Franz stellte die neue Rasse erstmals 1934 in Chemnitz-Altendorf vor. Da nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nur noch wenige Tiere vorhanden waren, musste Albert Franz 1952 erneut mit der Züchtung beginnen. Ab 1957 ist die Rasse in der damaligen DDR anerkannt. 1958 folgten die Gründung der Spezialzuchtgemeinschaft und die Anerkennung in der BRD.
Wegen ihres Erfolgs als Wirtschaftsrasse erlangte die Züchtung schnell internationale Verbreitung: 1965 in der Schweiz und 1968 in Frankreich, später folgten England und USA. Heute wird die Sachsenente weltweit gezüchtet, in Europa gelten die deutschen Standardvorgaben vom Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter., Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V., Rassetafeln des Groß- und Wassergeflügels, Sachsenenten Blau-Gelb
Merkmale mini|Eier der Sachsenente Das Zuchtziel der Rasse ist eine kräftige aber nicht zu plumpe Form ähnlich den Landenten mit waagerechter Haltung, breiter Brust, gewölbtem Bauch, nicht zu dünnem Hals, klaren Farben, fest anliegenden Federn und vielen Daunen. Der Erpel ist am Kopf und Hals bis zum geschlossenen, weißen Halsring blau gefiedert, die Brust ist kastanienrot gefärbt. Die Ente hat erbsengelbe, orangefarbige Federn. Das Gesicht ist auf beiden Seiten mit zwei fast weißen Streifen gezeichnet, wobei der obere sich bis hinter das Auge zieht, der untere endet unter dem Auge.
Literatur Platzbecker, Martin: Der große Geflügelstandard in Farbe, Band 3, Wassergeflügel: Gänse und Enten. Oertel + Spörer, 2005, ISBN 3-88627-529-9, S. 131–133 Schmidt, Horst: Taschenatlas Groß- und Wassergeflügel. Eugen Ulmer KG Stuttgart, 2008, ISBN 978-3-8001-5393-0 Pingel, Heinz: Die Hausenten. A. Ziemsen Verlag, Lutherstadt Wittenberg, 1989, ISBN 3-7403-0168-6
Weblinks
Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V.: Rassetafeln des Groß- und Wassergeflügels, Sachsenenten Blau-Gelb, www.bdrg.de Sonderverein der Entenzüchter Deutschlands von 1895 e.V., Beschreibung Rassestandard der Sachsenente, enten-sv.de
Einzelnachweise
Kategorie:Entenrasse Kategorie:Kultur (Sachsen)