Trzebicz (deutsch: Trebitsch) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Lebus. Es ist der Stadt-und-Land-Gemeinde Drezdenko (Driesen) im Powiat Strzelecko-Drezdenecki angegliedert. Bis 1954 war Trzebicz Sitz einer selbständigen Gemeinde.
Geographische Lage mini|Luftbild des Orts an der Netze-Brücke Trzebicz (Trebitsch) liegt in der historischen Neumark an der Noteć (Netze), etwa sechs Kilometer südwestlich der Stadt Drezdenko (Driesen). Das Dorf ist über die Woiwodschaftsstraße 158 an das Straßennetz angebunden.
Geschichte mini|Trebitscher Kirche (bis 1945 evangelisch). Der landwirtschaftlich geprägte Ort Trebitsch war eines der größten Dörfer des Kreises Friedeberg.Riehl und Scheu (1861), S. 461. 1608 wird Trebitsch unter den neun Ortschaften aufgezählt, die zum Amt Driesen gehörten. Trebitsch hatte seinerzeit einen Lehnschulzen.Berghaus (1856), S. 468.
Bis 1945 gehörte Trebitsch zum Landkreis Friedeberg Nm., von 1816 bis 1938 im Regierungsbezirk Frankfurt der preußischen Provinz Brandenburg, von Oktober 1938 bis 1945 im Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen der Provinz Pommern. Zum 1. April 1939 wurde die benachbarte Landgemeinde Militzwinkel nach Trebitsch eingemeindet.Systematisches Verzeichnis der Namens- und Bestandsänderung von Gemeinden. Auszugsweise abgedruckt in: Fritz R. Barran: Städte-Atlas Pommern. 2. Auflage. Rautenberg, Würzburg 2005, ISBN 3-8003-3097-0, S. 192.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Bald darauf wurde Trebitsch unter polnische Verwaltung gestellt. In der Folgezeit wurden die Einheimischen vertrieben. Trebitsch wurde in Trzebicz umbenannt.
Einwohnerzahlen 1804: 418 1840: 718 1858: 1.002, darunter ein Katholik 1925: 1.624, darunter 18 Katholiken und zwei Juden 1933: 1.625 1939: 1.541
Gliederung der Ortschaft Die Ortschaft besteht aus dem Hauptdorf sowie den Ortsteilen Trzebicz Młyn (Trebitschermühle) und Trzebicz Nowy (Trebitscherfeld).
Öffentliche Einrichtungen In Trzebicz befindet sich ein Katholisches Pfarramt und in Trzebicz Nowy das Staatliche Forstamt Lesnictwo Irena.
Infrastruktur Bildung Eine Grundschule befindet sich in Trebitsch, die benachbarte Stadt Drezdenko verfügt auch über eine Oberschule und ein Gymnasium.
Persönlichkeiten Bodo Henke (* 1937), Maler und Bildhauer
Literatur W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande. Berlin 1861, S. 461. Heinrich Berghaus: Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz, Band 3, Brandenburg 1856, S. 468. Weblinks Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: Die Gemeinde Trebitsch im ehemaligen Kreis Friedeberg Nm. in Pommern (2011)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus Kategorie:Gmina Drezdenko