mini|Hauptsiedlungsgebiet der Lesgier in Kaukasien

Die Lesgier oder Lesginen (, , älter ) sind eines der indigenen Völker des Kaukasus und leben historisch in Süd-Dagestan und Nord-Aserbaidschan.

Das Volk wohnt im Gebiet des Flusses Samur. Diese Region wird auch Lesgistan genannt. Das Volk der Lesgier hat nach Schätzungen etwa 800.000 Angehörige, von denen ungefähr die Hälfte in der russischen Teilrepublik Dagestan lebt, die andere Hälfte in Aserbaidschan. Nach der Volkszählung in Russland 2010 lebten 385.240 Lesgier in Dagestan, Excel-Tabelle 7, Zeile 448. in ganz Russland 473.722., Excel-Tabelle 5, Zeile 108.

Etymologie Die Selbstbezeichnung der Leksier im engeren Sinne lautet (lesgijar oder lesgi), (leksijar oder leksi) oder auch älter лекьер / лекь ( oder –manchmal auch lekk(er) umschrieben, der dritte Laut ist ein stimmloser uvularer Plosiv, der ejektiv gesprochen wirdGeorgij A. Klimov: Einführung in die kaukasische Sprachwissenschaft. (übersetzt von Jost Gippert), Hamburg 1994 (Digitalisat), S. 390–395 (Transkriptionstabellen).). Die übrigen lesgischen Ethnien haben aufgrund ihrer zumeist seit dem Spätmittelalter, bei den Udinen seit der Spätantike getrennten historischen Entwicklungen andere traditionelle Selbstbezeichnungen.

Der Name ist sehr alt, wie schon historische Fremdbezeichnungen in Quellen, wie bei Strabon (XI.5.1) , , , , , auch persisch ähnlich, belegen. Weitere Fremdbezeichnungen sind oder . Er ist im engeren Sinne die Bezeichnung der eigentlichen Lesgier, im weiteren Sinne manchmal die Sammelbezeichnung für die autochthonen lesgischen Ethnien im südlichen Dagestan und des nördlichen Aserbaidschan, die das Becken des Flusses Samur vom östlichen Großen Kaukasus bis zum Kaspischen Meer bewohnen. Der Name „Lek“ lebt heute im Namen der Lesgier fort, die im südlichen Dagestan und im nördlichen Aserbaidschan leben. +Ethnonyme der LeksierDie alte EigenbezeichnungDie moderne EigenbezeichnungLekLegLegsiLeksiAdel Allouche Tegüder’s Ultimatum to Qalawun. // International Journal of Middle East Studies. Volume 22, Issue 4 November 1990 , pp. 437—446Denis Sinor Proceedings / O. Harrassowitz, 1971.LesgiН.Ш.Абдулмуталибов (Махачкала, 2005 г.)ЛекьЛекьЛекьзиЛеккзиЛезги

Sprache Die lesgische Sprache gehört zur Gruppe der lesgischen Sprachen innerhalb der nordostkaukasischen Sprachfamilie.

Geschichte mini|Lekia 1090 Ac Im 8. Jahrhundert konvertierten die Lesgier zum Islam (Sunniten, schafiitische Rechtsschule). Später gerieten sie unter den Einfluss des Königreichs Georgien. Im 16. Jahrhundert wurden sie von den Osmanen, später von den Persern beherrscht, die sich in der Vorherrschaft über das Khanat Schirwan und Khanat Quba abwechselten, die die südlichen Lesgier beherrschten. Hadschi Davud führte im 18. Jahrhundert einen langjährigen Aufstand gegen die persische Besatzung an.

Anfang des 19. Jahrhunderts geriet ihr Gebiet unter russische Oberhoheit. Die Grenze entlang des Samur war eine innerrussische bzw. innersowjetische Verwaltungsgrenze. Seit der Unabhängigkeit Aserbaidschans leben die Lesgier in zwei Staaten. Während sie in Dagestan kulturelle Autonomie genießen, sind die aserbaidschanischen Lesgier einem Assimilationsdruck durch die Regierung ausgesetzt. Kultur

Prominente Lesgier Suleiman Abusaidowitsch Kerimow (* 1966) – russischer Unternehmer, Milliardär, Oligarch und Politiker

Literarische Darstellungen Friedrich Bodenstedt: Ada, die Lesghierin. Ein Gedicht. Berlin 1853 (Digitalisat in den Digitalen Sammlungen der BSB) Arthur de Gobineau: Die Tänzerin von Schemacha. Novelle. Deutsch [sowie mit einem Vorwort] von Rudolf SchlösserAuf dem Einband ist Schlössers Vorname fälschlich mit „Adolf“ angegeben.. Philipp Reclam Junior, Leipzig o. J. (Digitalisat im Internet Archive)

Siehe auch Lesgische Literatur

Weblinks

Die Lesginen, Laken und Nogaier Reportage des Radiosenders „Stimme Russlands“

Einzelnachweise

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